Frauenfußball Kreisliga A

SV Rhenania Bottrop ist Herbstmeister

Karin Mosgoll (Mitte) brachte die Rhenanen in einem spannenden Derby gegen die Batenbrocker Ruhrpott-Kicker mit 1:0 in Führung.

Foto: Heinrich Jung

Karin Mosgoll (Mitte) brachte die Rhenanen in einem spannenden Derby gegen die Batenbrocker Ruhrpott-Kicker mit 1:0 in Führung. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Die Bottroperinnen verteidigen in einem packenden Derby gegen Batenbrock ihre Tabellenführung. Klarer Sieg für den VfB Bottrop.

„Es war ein Unentschiedenspiel“, brachte Marc Wittstamm das Derby zwischen dem SV Rhenania Bottrop und den Batenbrocker Ruhrpott-Kickern, das der SVR denkbar knapp mit 2:1 (1:0) für sich entschied, auf den Punkt. BRK-Coach Rico Miguel sah es fast genau so: „Wir hätten einen Punkt verdient.“ Ebenso einig waren sich die beiden Trainer in der Auffassung, dass der Schiedsrichter nicht seinen allerbesten Tag erwischt hatte.

Da für die Begegnung kein offizieller Unparteiischer angesetzt war, einigten sich die Klubs. „Es hieß, er wäre neutral, aber dann haben wir gehört, dass er wohl doch von Rhenania kam. Das würde wohl erklären, warum er letztlich das Spiel entschieden hat“, äußerte sich Miguel kritisch. Verständnis fand er bei Wittstamm: „Ich kann das nachvollziehen, ich an Miguels Stelle würde mich auch ärgern. Trotzdem nehmen wir die Punkte gerne mit - genauso wie die Herbstmeisterschaft, die uns dieser Sieg eingebracht hat.“ Insbesondere zwei Szenen wurden Im Blankenfeld zum Aufreger. Beim Stand von 1:0 für die Rhenanen versagte der Schiedsrichter den Gästen von der Beckstraße einen Foulelfmeter, legte den Ort der Unsportlichkeit außerhalb des Strafraums. Die zweite kritische Situation ereignete sich in der 81. Minute, vor dem Siegtor des SVR. „Es gab vorher im Mittelfeld ein Foul gegen uns“, erklärte Miguel. „Dann wird ein langer Ball gespielt und die Rhenanen machen den dann rein.“ Silvana Dibowski behielt im Duell mit BRK-Torfrau Nadine Hecke die Nerven und schloss erfolgreich ab.

Erst zwei Minuten zuvor hatten die Batenbrockerinnen den Ausgleich erzielt. Nach einer Flanke von Asli Acar stand Katharina Tümmers goldrichtig und vollendete per Kopf. In der ersten Halbzeit hatten die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel erlebt. In der 19. Minute hatten die Rhenanen aber ein Quäntchen mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor demonstriert und waren durch Karin Mosgoll in Führung gegangen. „Wir haben uns mehr mit dem Gegner als mit unserem Fußballspiel beschäftigt“, erklärte Wittstamm. „Deshalb war es heute mehr Kampf als Spiel.“ Miguel lobte die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben wieder gegen ein Topteam der Liga mitgehalten. Und mit einem Remis wäre ich auch vollauf zufrieden gewesen.“

SV Vonderort - SV Rhenania Bottrop II 1:9
Rhenanias Reserve setzte sich ebenfalls in einem Ortsduell durch. Das Team von Christian Lisztner brachte den Sieg beim SV Vonderort durch eine starke Leistung in der ersten Halbzeit unter Dach und Fach, am Ende hieß es 9:1 (8:0) für Rhenania II. Nach gerade mal zehn Minuten führten die Gäste bereits mit 2:0. „Da war der Drops eigentlich schon gelutscht“, meinte Lisztner. „Im ersten Durchgang war es ein Bombenspiel von uns, in der zweiten Halbzeit haben wir dann ebenso stark nachgelassen.“ Die Wienberg-Löwinnen konnten diesen Umstand allerdings nur einmal für sich nutzen: Charleen Sophie Woitun erzielte das 1:8 in der 49. Minute. Nach einer Stunde markierte Birgit Jusik das 9:1, während der ersten 45 Minuten hatten Kathrin Dreyer (6., 22.), Tanja Holz (10., 18., 35., 39.), Meryem Omeirat (13., 27.) getroffen.

VfB Bottrop - SW Alstaden 4:0
Die Frauenmannschaft des VfB Bottrop hat durch einen 4:0 (1:0)-Erfolg gegen Schwarz-Weiß Alstaden ihren Mittelfeldplatz stabilisiert und die Batenbrocker RK von Platz sechs verdrängt. Hannah Lankes brachte ihre Farben nach 26 Minuten in Führung, das war auch der Zwischenstand zur Halbzeit im Jahnstadion. Virginia Tacke erhöhte nach knapp einer Stunde auf 2:0, Evangelina Gkogkani (70.) und Lankes (73.) beseitigten die letzten Zweifel an dem Erfolg für die Mannschaft von Oliver Stuchlik.

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