Fußball Bezirksliga

SV Fortuna: Nico Andreadakis ist zurück in Bottrop

So kennt man ihn in Bottrop: Hier jubelt Nico Andreadakis noch im Trikot des VfB mit Kevin Wagener, bald will er sich im Rot-Weiß des SV Fortuna genauso freuen.

So kennt man ihn in Bottrop: Hier jubelt Nico Andreadakis noch im Trikot des VfB mit Kevin Wagener, bald will er sich im Rot-Weiß des SV Fortuna genauso freuen.

Foto: Michael Korte

Der Routinier soll bei Fortuna Bottrop nicht nur Tore schießen. Beim Bezirksligisten tritt er auch die Nachfolge von Sascha Bialas an.

Er habe es sich gut überlegt, sagt Nico Andreadakis, aber am Ende war die Entscheidung nicht schwer: Der 34-jährige Angreifer macht noch einmal den Sprung in den überkreislichen Fußball und kehrt vor allem zurück nach Hause, nach Bottrop. In der kommenden Saison wird Andreadakis für den SV Fortuna tragen. Seine Aufgabe ist aber nicht nur, Tore zu schießen und vorzubereiten.

Bereits im vergangenen Sommer stand ein Wechsel zum SVF zur Debatte. Mit einer Saison Verzögerung bekommt Trainer Sebastian Stempel die erwünschte Verstärkung. Andreadakis wird spielender Co-Trainer, folgt auf Sascha Bialas, der die dritte Mannschaft übernimmt.

„Das Vertrauen ist da, er ist meine Wunschlösung“

„Sascha wollte wieder in der ersten Reihe stehen, Cheftrainer sein. Das kann ich verstehen, ist aber andererseits auch schade, weil wir uns sehr gut verstanden haben“, erklärt Fortuna-Trainer Sebastian Stempel. „Nachdem Nico als Spieler zugesagt hatte, war es naheliegend, ihn auch danach zu fragen“, so Stempel. „Wir verstehen uns, das Vertrauen ist da. Wir haben eine ähnliche Vergangenheit, waren beide lange in Bocholt. Er ist meine Wunschlösung.“

Andreadakis lernte das Fußballspielen bei Blau-Weiß Fuhlenbrock, trat in seiner Karriere in fast allen Spielklassen gegen den Ball: Mit dem 1. FC Bocholt in der Oberliga (damals Niederrheinliga), mit Adler Osterfeld und Bocholt in der Landesliga. Auch mit dem VfB Bottrop 2012/13 in der Landesliga. Von 2016 bis 2018 hatte Andreadakis dann nochmal zwei Bezirksliga-Jahre beim VfB, schoss dabei mehr als 20 Tore.

Für die Kreisliga ist Andreadakis zu ehrgeizig

Zwischendurch war er Spielertrainer bei Glückauf Klosterhardt, vergangene Saison bei Concordia Oberhausen. Jetzt sagt er: „Ich wollte wieder höher etwas machen, für die Kreisliga bin ich zu ehrgeizig.“ Da passte das Angebot von Fortuna.

Was auch einen Ausschlag gab: Bottrop. „Ich kann nichts Böses über Oberhausen sagen“, meint Andreadakis, „aber in Bottrop fühle ich mich noch ein bisschen wohler.“

Er habe auch an eine Pause gedacht, letztendlich sei er aber „zu fußballverrückt“ dafür. Und der Posten des spielenden Co-Trainers sei perfekt, da hinter seiner Zukunft als Spieler ein kleines Fragezeichen steht.

Andreadakis ist nach seiner Rückenverletzung wieder fit

„Ich hatte im Winter eine Rückenverletzung, muss jetzt sehr gut trainieren, mich immer gut aufwärmen“, sagt Andreadakis, „aber ich bin beschwerdefrei und habe auch die letzten Spiele gemacht. Ich kenne viele Jungs, die sind super in Ordnung und ich freue mich auf Fortuna.“

Am letzten Spieltag der A-Liga traf er für Concordia noch dreifach gegen Königshardt II. Dass Andreadakis es mit 34 noch drauf hat, ist für Sebastian Stempel keine Frage: „Das Alter spielt keine Rolle. Es gibt gute und schlechte Fußballer – und Nico kann uns mit seiner Qualität sicher helfen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben