Handball Verbandsliga

SC Bottrop kämpft gegen den Kopf-Komplex

In dieser Saison ein Bild mit Seltenheitswert: Viel zu jubeln gab es für Heiko Seidel (vorne) und seinen SC Bottrop bisher nicht.Der Trainer macht eine Kopf-Blockade für die Sieglos-Serie verantwortlich.

Foto: Thomas Gödde

In dieser Saison ein Bild mit Seltenheitswert: Viel zu jubeln gab es für Heiko Seidel (vorne) und seinen SC Bottrop bisher nicht.Der Trainer macht eine Kopf-Blockade für die Sieglos-Serie verantwortlich. Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Die Seidel-Sieben kehrt an ihre alte Wirkungsstätte zurück und möchte gegen die DJK Adler Königshof II die Sieglos-Serie platzen lassen.

Am Sonntag (11.30 Uhr) empfängt der SC Bottrop die zweite Mannschaft der DJK Adler Königshof. Für den Verbandsligaaufsteiger ist es inzwischen der siebte Anlauf, um endlich für den ersehnten ersten Erfolg zu sorgen. Denn noch weist das Punktekonto des SCB eine Null vor. Eine ernüchternde Zwischenbilanz, wie auch SC-Trainer Heiko Seidel findet: „Es wird langsam Zeit, das zu ändern. Wir müssen uns endlich für unseren Aufwand belohnen.“

Bisweilen will dem von Seidel betreuten Liganeuling in der Verbandsliga rein gar nichts gelingen. Egal wie sehr sich die Bottroper auch bemühten -- noch sprang für den SC nichts Zählbares heraus, weshalb die Seidel-Truppe die Rote Laterne fest in der Hand hält. Zwar deutete der Aufsteiger in diversen Spielen immer wieder sein eigentliches spielerisches Potenzial an, doch mangelte es der im Durchschnitt noch recht jungen Mannschaft gleichermaßen sowohl an der nötigen Konstanz, aber auch an der in dieser Liga „notwendigen Abgezocktheit“, wie Seidel findet.

„Auch wenn wir das Auftaktspiel bei Geistenbeck verloren haben: Ich bin der festen Überzeugung, dass wir bereits einige Punkte geholt hätten, wenn wir an die Leistung aus der ersten Partie angeknüpft hätten.“

Doch dies ist dem SCB in den letzten Wochen nicht gelungen. Und so scheint die Euphorie, mit welcher die Bottroper nach dem starken vergangenen Landesligajahr in die neue Spielzeit gestartet waren, endgültig verflogen. Vielmehr drängt sich bedingt durch die horrende Zwischenbilanz die Frage auf, ob der SC-Kader überhaupt verbandsligatauglich ist. Etwaigen Gedankengängen schiebt Seidel aber sofort einen Riegel vor: „Die Jungs haben ja gezeigt, dass sie es können. Wir haben gerade kein spielerisches Problem, sondern ein psychisches. Die Ursache liegt im Kopf: Mit dem ersten Erfolg wird auch dieser Knoten platzen. Dazu muss ich betonen, dass jeder aus dem Team Woche für Woche mitzieht und sich sehr engagiert.“ So liege es laut Seidel nun daran, sich endlich für den Aufwand zu belohnen. Zwar ist der SC gegen die Gäste aus Krefeld, die erst eines ihrer bisherigen fünf Saisonspiele verloren haben, nur Außenseiter. Doch dass die Adler schlagbar sind, zeigte die vergangene Woche, als Königshof überraschend mit 23:31 gegen St. Tönis verlor - ein Ligakonkurrent, der bis dato ebenfalls noch keinen einzigen Punkt vorweisen konnte.

Und damit es am Sonntag endlich mit den ersten eigenen Punkten klappt, kehrt der SC-Tross nach einem kurzen Intermezzo in der Dieter-Renz-Halle wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück: Nachdem die ersten beiden Heimspiele beidesamt verloren gingen, treten die Bottroper gegen Königshof wieder in der Berufsschulhalle an der Gladbecker Straße an. Ein Umstand, der bei den Bottropern Erinnerungen an eine beeindruckende letzte Saison und an viele positive Momente wecken könnte. Vielleicht gelingt es den Bottropern ja so, den Knoten im Kopf endlich platzen zu lassen.

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