Handball Bezirksliga

SC Bottrop gewinnt das Kellerduell mit dem SV Heißen

Luise Wörmann (am Ball) gehörte zu den auffälligsten Bottroperinnen und erzielte gegen den SV Heißen sechs Treffer.

Foto: Felix Hoffmann

Luise Wörmann (am Ball) gehörte zu den auffälligsten Bottroperinnen und erzielte gegen den SV Heißen sechs Treffer. Foto: Felix Hoffmann

Bottrop.   Die Mannschaft von Trainer Dirk Gottemeier besiegt die Mülheimerinnen in einer spannenden Partie mit 19:16.

Der erste Saisonsieg zauberte ein Strahlen auf die meisten Gesichter. „Wir freuen uns jetzt richtig“ jubelte Luise Wörmann, die beste Torschützin des SC Bottrop beim 19:16 (10:6)-Sieg in der Frauen-Bezirksliga gegen den SV Heißen II. Trainer Dirk Gottemeier gefielen besonders „die mannschaftliche Leistung, die Geschlossenheit, dass wir in der Abwehr gut gekämpft und nie aufgegeben haben.“

Es war ein aufregendes Spiel in der Halle des Heine-Gymnasiums, viel spannender, als das Resultat vermuten lässt. „Abstiegskampf“ hatte Trainer Gottemeier vorher angekündigt – und genau der wurde es auch: nervös, fehlerhaft, aber stets sehr engagiert. Die Handballerinnen aus Mülheim erwischten den besseren Start, gingen zweimal in Führung, doch in 8. Minute lag dann der SC vorne: Sarah Evers erzielte das 3:2, die insgesamt sechsmal erfolgreiche Luise Wörmann gleich danach das 4:2.

SCB zieht vor der Pause davon

Bis kurz vor der Pause zogen die Bottroperinnen davon: Linda Preuss, mit Sarah Herrmann die Beste in einer überzeugenden Abwehr, warf nach einem Tempogegenstoß in der 28. Minute das 10:5. Aber der komfortable Vorsprung beruhigte den SC nicht – im Gegenteil. Gerade die Deckungsarbeit hatte viel Kraft gekostet, außerdem registrierte Coach Gottemeier in dieser Phase „viel zu viele technische Fehler. Da war der Ball wie eine heiße Kartoffel.“ Es mangelte an Konzept und Druck in der Offensive, in 13 Minuten ohne SC-Treffer glich der Tabellenletzte Heißen aus – 10:10 nach 38 Minuten.

Doch dann gab Bottrops großes Plus den Ausschlag, die Entschlossenheit. „Wir wollten das unbedingt“, sagte Luise Wörmann und meinte damit den Sieg in dieser nervenaufreibenden Begegnung. Dank der Willensstärke fand der SC viel häufiger den Weg durch die gegnerische Deckung als umgekehrt, beim Siebenmeter zum 11:10 kam Glück hinzu: Sarah Herrmann traf den rechten Innenpfosten und von dort kullerte der Ball wie in Zeitlupe über die Linie.

Die Führung gaben die Gasteberinnen nicht mehr aus der Hand; bis zum 16:14 durch das sechste Tor von Heißens Stefanie Ruthemeyer fünf Minuten vor Schluss mussten sie noch zittern, dann setzten sich ihre technischen Vorteile durch. Sophie Tschamler, die im Kombinationsspiel noch Defizite hatte, glänzte wie schon in der ersten Hälfte mit einem Tempogegenstoß zum 19:15 (59. Minute): beide Male luchste Tschamler einer Heißenerin den Ball ab, zog los, unbeeindruckt von mehreren Gegnerinnen auf ihrem Weg Richtung Gästetor, und schloss konzentriert und präzise gegen die gute Torfrau Cornelsen ab.

Erstmals in dieser Saison gewann der SC Bottrop, entsprechend groß war der Jubel. „Uns sind auch Fehler unterlaufen, aber wir haben bis zum Ende nicht aufgegeben“, fand die torfreudige Luise Wörmann. Lohn für den SC: die Verbesserung in der Tabelle von Rang zwölf auf neun. „Das gibt erst mal wieder Selbstvertrauen“, freute sich Trainer Gottemeier. Auf die Feier des Sieges verzichtete er allerdings: Gottemeier wollte noch auf die Karnevalssitzung der KG 13.

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