Handball Verbandsliga

SC Bottrop bleibt weiter ohne Punktgewinn

Mit einem kaputten Trikot aber mit Siegpunkten verließ die Turnerschaft Grefrath die Bottroper Berufsschulhalle.

Foto: Heinrich Jung

Mit einem kaputten Trikot aber mit Siegpunkten verließ die Turnerschaft Grefrath die Bottroper Berufsschulhalle.

Bottrop.   Beckers-Sieben zeigt gegen die Turnerschaft Grefrath eine kämpferisch überzeugende Leistung, unterliegt dennoch mit 20:26.

Der SC Bottrop bleibt auch in seinem 20. Saisonspiel ohne Erfolg. Der Aufsteiger musste sich am Sonntag der Turnerschaft Grefrath mit 20:26 (8:13) geschlagen geben. Für eine couragierte Leistung erntete die Mannschaft von Trainer Christian Beckers aber dennoch Applaus von knapp 100 Zuschauern. Die hatten in der Berufsschulhalle eine Bottroper Mannschaft gesehen, die bis zum Schluss alles in die Waagschale legte.

Christian Beckers hatte die Erwartungshaltung vor dem Heimspiel gegen Grefrath bewusst gedämpft. „Im heutigen Spiel zählt nur, dass wir uns dem mit vollem Einsatz entgegenstellen und zu versuchen, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten“, erklärte er im Vorwort der „Torfabrik“, dem Spieltags-Heft, dass die Zuschauer zusammen mit der Eintrittskarte in die Hand bekamen. So war es auch nicht verwunderlich, dass der Gastgeber unbeschwert ins Spiel startete. Erstaunlich war jedoch das Ergebnis nach fünf Spielminuten: Der SC führte mit 4:0, wenig später mit 5:1. Doch der gute Start verpuffte. Der Tabellenneunte aus Grefrath zog das Spiel zunehmend an sich, kam vor allem über die Außenpositionen zu leichten Treffern und glich bereits nach zehn Minuten zum 5:5 aus. Die Bottroper hatten Probleme, sich aus dieser schwachen Phase zu befreien. Nach dem 5:1 (6.) gelangen dem SC bis zum Seitenwechsel nur noch drei Tore. Trainer Christian Beckers nahm sich selbst in die Verantwortung: „Da muss ich die Schuld auch ein wenig bei mir suchen. Ich habe in dieser Phase zu häufig gewechselt, die Mannschaft ist damit nicht klar gekommen.“ Grefrath zog bis zur Pausensirene auf 13:8 davon und startete mit der Vorgabe in die zweite Halbzeit, das Spiel so schnell wie möglich zu entscheiden. Die Gäste verzichteten im Vorwärtsgang zunächst auf einen Torhüter und setzten die Bottroper Defensive durch die Überzahlsituation unter Druck. Aber die Vorentscheidung fiel so nicht, im Gegenteil: Die Bottroper verkürzten den Rückstand Dank sicherer Defensivarbeit und konsequenten Torabschlüssen. In der 41. Minute verkürzte Henrik Stollwerk auf 15:16. Eine Wende schien möglich.

Der SC blieb bis fünf Minuten vor Spielende in Reichweite, verlor dann aber in einer vogelwilden Schlussphase die nötige Ruhe. Das Schiedsrichter-Gespann, dass nach einer Reihe fragwürdiger Entscheidungen auf beiden Seiten einen schweren Stand hatte, verteilte in den letzten sechs Spielminuten sechs Zwei-Minuten-Strafen. Bottrop meisterte seine Unterzahl-Situationen, musste die Hoffnung auf den ersten Punktgewinn in dieser Saison aber begraben.

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