Fußball Kreisliga A

Ruhe bewahren! – VfB Kirchhellen hat alles in eigener Hand

Die Konkurrenz soll nicht interessieren: Bartosz Maslon hofft, dass das 2:2 in Gladbeck ein Weckruf war und dass der VfB Kirchhellen den Klassenerhalt aus eigener Kraft schafft – ganz egal, wie Erle 19 spielt.

Die Konkurrenz soll nicht interessieren: Bartosz Maslon hofft, dass das 2:2 in Gladbeck ein Weckruf war und dass der VfB Kirchhellen den Klassenerhalt aus eigener Kraft schafft – ganz egal, wie Erle 19 spielt.

Foto: Thomas Gödde

Der zweite Punktverlust ist für Bartosz Maslon abgehakt. Auf Schützenhilfe von Preußen Gladbeck braucht der VfB im Endspurt nicht zählen.

Nach dem Schlusspfiff mussten alle Kirchhellener einmal durchatmen, sowohl für den Kopf, als auch für den Köper. Es war ein aufreibendes Spiel, das 2:2 endete, und es war hitzig, manchmal nickelig, wenn auch nicht unfair.

Besonders die Bänke um Bartosz Maslon auf der einen Seite und Daniel Thiele und Dennis Wroblewski auf der anderen hatten sich in den Haaren. Davon wollte Maslon nachher aber nichts mehr wissen.

Auseinandersetzungen sind schon vergessen

„Ein Wort gab das andere. Ich bin auch ein Typ, der gerne mal einen Spruch sagt. Das sah aber von außen wahrscheinlich wilder aus, als es war. Preußen hat sich immer gut verhalten und die Partie war auch sehr fair“, so Maslon, nachdem er eine Nacht drüber geschlafen hatte.

Für die Gladbecker geht es schon zwar seit dem Winter weder um Auf- noch Abstieg, die Mannschaft spielt aber immerhin um ihre Zuschauer – und die 150, die Sonntag da waren, wurden auch gut unterhalten.

Schwarz-Gelb Preußen als Zünglein an der Waage

Schwarz-Gelb Preußen greift in diesen Tagen allerdings in den Meisterschaftskampf ein.

Nicht nur, dass die Gladbecker dem VfB am Sonntag als zweite Mannschaft überhaupt in dieser Saison ein Unentschieden abnahmen. Am Donnerstag treten sie auch noch beim Tabellenzweiten Erle 19 – oder eben auch nicht.

Auf Schützenhilfe der Gladbecker im Nachholspiel braucht der VfB jedenfalls wohl nicht hoffen. Schon Sonntag vor dem Spiel wurde den VfB-Verantwortlichen gesagt, dass Preußen am Donnerstag wohl gar nicht antreten wird.

„Viele Spieler haben Schicht oder sind auf Montage“. sagt Preußen-Trainer Daniel Thiele. „Für Kirchhellen würde es uns leid tun, wir drehen jeden Stein um, um noch Spieler zu finden.“ Zu neunt wolle man aber nicht antreten. Preußen ärgert sich auch über den Termin.

Preußen sucht händeringend Spieler für Donnerstag

Das Spiel Erle gegen Gladbeck war ursprünglich für Ostermontag angesetzt – da wären zwei gesperrte Spieler, unter anderem Torjäger Kevin Klein, wieder spielberechtigt gewesen. Donnerstag gilt aber die Sperre noch, was es für Preußen schwerer macht. Ärgerlich für den VfB, der am Sonntag gemerkt hat, dass Preußen auch den Spitzenteams wehtun kann. Für Bartosz Maslon ist das aber überhaupt kein Thema.

„Das ist natürlich ärgerlich“, meint der VfB-Trainer, „aber wir haben doch alles selbst in der Hand. Auch wenn Erle die Punkte bekommt, sind wir sechs Punkte vor“, so der VfB-Trainer, der die negative Stimmung am Sonntag nicht verstehen konnte.

„Als ob wir die Meisterschaft verspielt hätten“

„Einige tun so, als ob wir am Sonntag die Meisterschaft verspielt hätten. Es ist doch genau das Gegenteil. Erle muss hoffen, dass wir Fehler machen und wir können locker zocken. Wir haben 21 von 23 Spielen gewonnen, das reden wir doch jetzt nicht schlecht“, sagt der VfB-Trainer.

Dass sich nach Sonntag aber etwas ändern muss, weiß auch er, und das verspricht er auch: „Wir müssen wach bleiben und das war auf jetzt der Weckruf. Wir wollen alles wegknallen, was uns vor die Flinte kommt.“

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