Judo Bundesliga

Piraten des JC 66 Bottrop wollen weitere Beute einfahren

Beim letzten Erfolg gegen Potsdam vor 14 Jahren stand JC 66 Bottrop-Trainer Markus Wallerich (in weiß) noch selbst auf der Matte. Am Samstag möchte der Coach die Piraten von der Seitenlinie zum Sieg führen.

Beim letzten Erfolg gegen Potsdam vor 14 Jahren stand JC 66 Bottrop-Trainer Markus Wallerich (in weiß) noch selbst auf der Matte. Am Samstag möchte der Coach die Piraten von der Seitenlinie zum Sieg führen.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Gegen Potsdam wartet der JC 66 Bottrop seit 14 Jahren auf einen Sieg – was sich Samstag ändern soll. Wie es geht, weiß Markus Wallerich.

Ein letztes Mal für dieses Jahr wird am Samstag der Soundtrack zu „Fluch der Karibik“ durch die Boxen der Dieter-Renz-Halle dröhnen. Ein letztes Mal treten die Judoka des JC 66 Bottrop dann vor eigenem Publikum zum Bundesligakampf an. „Drei Monate haben wir gewartet“, äußert sich Markus Wallerich – der Trainer und die Piraten erwarten ab 17 Uhr den UJKC Potsdam.

Meisterschaftsfavorit hinkt den Erwartungen hinterher

„Potsdam tritt hier als eigentlicher Meisterschaftsfavorit unserer Staffel an“, sagt Jan Tefett, Teammanager beim JC 66. Und dennoch trennt die beiden Teams, die mit so unterschiedlichen Ambitionen in die Kampfzeit gestartet waren, derzeit lediglich ein Platz und ein Punkt voneinander. Bei zwei Kampftagen ist also noch vieles möglich, auch wenn sich die Brandenburger als Drittplatzierter mit sechs Zählern auf der Habenseite knapp in der besseren Ausgangslage befinden.

„Es geht insgesamt aber sehr, sehr eng zur Sache, die Teams im Mittelfeld liegen alle in unmittelbarer Schlagdistanz“, so Wallerich, der dadurch auf ein spannendes Saisonfinale tippt. „In der Theorie könnten wir sogar noch Zweiter werden, unser Ziel wird es aber nach Möglichkeit sein, den dritten oder vierten Rang zu verteidigen.“ Selbst eine solche Platzierung wäre im Lager des JC bereits als Erfolg zu werten, immerhin hatten die Piraten ursprünglich den Klassenerhalt als primäres Ziel auserkoren.

Teamaufstellung bleibt vorerst Wallerichs Geheimnis

Zumindest dieser ist bereits in trockenen Tüchern: Die Konkurrenten aus Spremberg und Leverkusen bilden mit je zwei Punkten abgeschlagen das Tabellenende. „Natürlich hoffen wir in unserem letzten Heimkampf noch einmal auf Punkte, auch wenn der Gegner in der Favoritenrolle ist“, weiß Wallerich. Wer für die Bottroper Judoka letztlich auf die Matte treten und um Punkte kämpfen wird, darüber legt der JC-Trainer im Vorfeld traditionell den Mantel des Schweigens. „Das wird sich am Tag des Einwiegens entscheiden. Uns stehen nach aktuellem Stand aber einige personelle Alternativen zur Verfügung.“

So könnten die 66er neben ihren deutschen Kämpfern auch auf ihre niederländische Fraktion, die in dieser Kampfzeit immer wieder einen Punktegaranten darstellte, sowie auf kämpferische Qualitäten aus Italien setzen. Personell stehen die Brandenburger diesem aber in nichts nach: Potsdam verfügt über einen hochkarätig besetzten Kader. „Wenn der UJKC mit voller Stärke antritt, wird es schwer“, schätzt Teammanager Tefett die Situation ein. „Sie haben viele erfahrene Topleute. Ihr Luxusproblem ist es, dass ihre Judoka immer wieder in internationalen Einzelwettbewerben mitmischen und demnach nicht für Bundesligakämpfe zur Verfügung stehen.“

Letzter Sieg gegen Potsdam aus dem Jahr 2005 – mit Wallerich auf der Matte

Doch trotz der noch herrschenden Ungewissheit, wem sie in der Dieter-Renz-Halle gegenüberstehen, träumt der JC 66 von einem Punktgewinn. „Ein Unentschieden gegen den UJKC und ein abschließender Sieg in Hannover würden ein tolles Saisonende bedeuten“, hofft Tefett. Hierfür wird es ohnehin dringend Zeit, wenn es nach den Bottropern geht: Der letzte Sieg der Piraten gegen Potsdam ist aus dem Jahr 2005 datiert. Dieser ist Wallerich noch ganz besonders im Kopf geblieben. „Da habe ich selbst noch als Kämpfer mitgewirkt und den letzten Einzelkampf des Tages bestritten.“ Nun will der Bottroper Trainer seine Schützlinge am Mattenrand zum nächsten Sieg führen.

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