Fußball Kreisliga C

Fortuna rauscht mit 21 Treffern über die Ziellinie

Die dritte Mannschaft des SV Fortuna Bottrop feiert den Aufstieg in die Kreisliga B. Dem Team gelang am vergangenen Spieltag ein 21:1-Erfolg gegen den SV Vonderort.

Foto: Heinrich Jung

Die dritte Mannschaft des SV Fortuna Bottrop feiert den Aufstieg in die Kreisliga B. Dem Team gelang am vergangenen Spieltag ein 21:1-Erfolg gegen den SV Vonderort. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Die Dritte des SV Fortuna macht den Aufstieg perfekt. Im entscheidenden Spiel geizten die Rot-Weißen nicht mit Treffern. 21:1 gegen Vonderort.

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Feste feiern, wie sie fallen - am Sonntag bewies die dritte Mannschaft des SV Fortuna Bottrop, dass sie diese Disziplin perfekt beherrscht. Sie machte am drittletzten Spieltag den Aufstieg in die Kreisliga B klar, danach hieß es nur noch: Party, Party, Party!

Die Pressekonferenz, in der die Trainer Marcel Milbrandt und Dennis Leidgebel ihren Rückblick auf die vergangenen Monate geben sollten, wurde lautstark gestürmt, was Moderator und Fortuna-Geschäftsführer Markus Placzek trocken kommentierte: „Ich glaube, ich rieche nicht nur Wasser hier.“ Schon während der Begegnung gegen den SV Vonderort wurde fleißigst abgefeiert: Mit einem 21:1 (13:0)-Festival schossen sich die Fortunen über ihre ganz persönliche Ziellinie, die da hieß: „Raus aus der Kreisliga C, Kreisliga B - wir kommen.“

SV Vonderort verdient sich Respekt

Eine Überraschung war der Sieg nicht, allen Beteiligten war klar, dass Fortuna gegen das Schlusslicht vom Wienberg gewinnen würde. „Wir wussten es, die Vonderorter wussten es auch. Ein dickes Dankeschön an sie - sie haben cool mitgemacht, auch den einen oder anderen Spaß“, lobte Milbrandt die Gäste und ihr mehr als sportliches Verhalten. Mit diesem Dreier bauten die Rheinbabenkicker ihren Vorsprung auf den PSV Oberhausen, der am vorletzten Spieltag zum Zusehen verdammt ist, auf fünf Punkte aus. Die Fortunenbilanz ist nahezu blitzsauber. 24 Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage, dazu eine Tordifferenz von 142:22 sagen deutlich: Fortuna III war in dieser Spielzeit das Maß aller Dinge.

„Heute war es ein freundschaftlicher Kick, ein bisschen Schaulaufen. Entscheidend waren die Spiele gegen den PSV und gegen SG Osterfeld, diese Siege waren grandios“, sprach Milbrandt den Spielern seine Anerkennung aus. „Aber es war auch ein Jahr ganz harte Arbeit. Dennis und ich freuen uns so sehr für dieses Team.“

Eher Tedesco als Jupp Heynckes

Das gab die Komplimente sofort zurück. „Der Trainer ist der beste, der hat uns vor jedem Spiel heiß gemacht. Und er hat es geschafft, aus den vielen unterschiedlichen Typen eine Mannschaft zu formen.“ Eine Art Jupp Heynckes der Kreisliga? „Nein, der ist ja ein bisschen älter als ich. Vielleicht eher der Tedesco“, so Milbrandt. In jedem Fall hat das Trainerduo ein starkes Gefühl für Teamgeist: Gegen Vonderort streifte der Älteste der Mannschaft, Steve Paran, zunächst das Trikot, dann das T-Shirt zum Aufstieg über. „Ein Einsatz mit 57 Jahren, und dann mache ich sogar ein Kopfballtor.“

Aber auch mit kleinen Seitenhieben wurde im Siegestaumel nicht gespart. So „verbrauchte“ Fortunas Dritte vier Torleute in der Saison, nur in vier Spielen blieben die Keeper ohne Gegentreffer. Da ist Luft nach oben, das gaben die Torhüter bestens gelaunt und bereitwillig zu. Einiges zu hören bekam auch Philipp Mohr, der sich das Toreschießen für die höhere Liga aufsparte. Kevin Rößler hingegen, mit 59 Treffern der Topscorer der Fortunen und der Liga, kündigte bereits 40 Treffer für die kommende Saison an.

Mit Zukunftsmusik hielten sich die Aufsteiger allerdings nicht lange auf, die Party ging weiter. Wie es der Trainer in der Pressekonferenz verordnet hatte: „Das haben sich die Jungs verdient. Die sollen feiern, bis der Arzt kommt.“

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