Leichtathletik

Marius Lewald schielt in Braunschweig auf einen Finalplatz

Auf und davon: Marius Lewald möchte bei den Deutschen Meisterschaften eine gute Rolle spielen.

Auf und davon: Marius Lewald möchte bei den Deutschen Meisterschaften eine gute Rolle spielen.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Vorbereitung war nicht optimal, dennoch hat Lewald Vertrauen in seinen Körper. Bei der Deutschen Meisterschaft hofft er auf „eine tiefe 14“

Die Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft am kommenden Wochenende in Braunschweig hätte für Marius Lewald besser laufen können. In Regensburg erlebte er ein Final-Wirrwarr, in Weinheim verzichtete er auf einen Start, nachdem der Hüftbeuger wie schon in der Vorwoche nach einer langen Pause zumachte. Denn das lange Warmhalten war eine Belastung, für den Körper, aber auch für den Kopf.

„Der Kopf hat da viel mit reingespielt. Am Ende habe ich dann entschieden, dass ich es nicht mache“, sagt Lewald, der für den TV Wattenscheid startet, über seine Entscheidungsfindung am vergangenen Wochenende.

Physiotherapeut reist mit nach Braunschweig

Allerdings fiel für den Bottroper so auch die Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften aus. Die fehlende Praxis macht ihm selbst aber keine Sorgen. „Besser, dass es in den vergangenen zwei Wochen nicht geklappt hat und es dafür bei den Deutschen läuft, als andersherum“, so Lewald, der sich im Training „sicher“ fühlt. „Das läuft mega gut, auch das Aufwärmen am Samstag lief gut“, sagt er.

Das Risiko, dass sich der Hüftbeuger auch am Wochenende wieder meldet, hält sich also in Grenzen. „Wir haben auch extra einen Physiotherapeuten mit dabei, der kurz vorher nochmal draufgucken kann. Und da es eh Richtung Saisonende geht, kann man auch etwas riskieren“, sagt Lewald.

Marius Lewald hofft auf einen Finalplatz

Bevor es am Samstag um 16.15 Uhr in das Halbfinale über 110 Meter und im Optimalfall um 19:10 Uhr ins Finale geht, wird der Bottroper am Freitagmorgen noch einmal „ein wenig Krafttraining machen, um die Beine und die Muskeln auf Spannung zu bringen. Dann geht es nach Braunschweig, wir werden erst entspannt essen gehen und dann ins Stadion. Wir werden versuchen, möglichst lange im Hotel zu bleiben, damit der Körper bei der aktuellen Hitze nicht noch mehr belastet wird“, blickt Lewald voraus.

Laut Meldeliste geht er als Neunter ins Rennen. Was aber noch nichts bedeutet. „Ich liebäugle mit einem Finalplatz und wieder Rang sechs wie in der Halle, als ich überraschend ins Finale gehüpft bin. Die Konkurrenz ist stark aber wenn es gut läuft, ist das Finale drin. Im Training bin ich schon eine tiefe 14 gelaufen, bei den Wettkämpfen kamen bisher aber nur 14.4 Sekunden heraus. Mit einer 14.2 oder 14.3 wäre ich daher schon zufrieden.“

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