Judo Schulprojekt

Löwe Leo weiß immer, wo es lang geht

In der Dieter-Renz-Halle zeigten die Kinder der Schillerschule, was sie beim Judoprojekt gelernt haben.

Foto: Oliver Mengedoht

In der Dieter-Renz-Halle zeigten die Kinder der Schillerschule, was sie beim Judoprojekt gelernt haben. Foto: Oliver Mengedoht

Bottrop.   Schillerschüler feiern das Abschlussfest des städtischen Judoprojektes und zeigen ihren Eltern und Trainern, was sie gelernt haben.

Leo, der kleine Löwe, ist bei Bottroper Grundschülern ein ganz großer Held. Der Protagonist des gleichnamigen Buches von Volker Tapper, Sportlicher Leiter beim JC 66 Bottrop, bildet nämlich die Basis des städtischen Schuljudo-Projekts, das von Sven Helbing, Nachwuchs- und Bundesligatrainer beim JC 66, federführend betreut wird.

Leo, der kleine Löwe, dient dabei als Leitfaden für das Projekt und Ratgeber für die Kinder, indem er ihnen als ständiger Begleiter in Buchform verschiedene Judo-Werte näherbringt. Das Projekt hat sich die Vermittlung wichtiger Werte wie Respekt, Höflichkeit, Selbstvertrauen und einiger anderer zum Ziel gesetzt. Erst im nächsten Schritt verhilft es auch dazu, die Kinder an die Sportart heranzuführen und den Spaß an der Bewegung zu fördern. „Judo ist viel mehr als nur Wurf- und Grifftechnik. Es kann auch entscheidend zur Charakterbildung junger Menschen beitragen“, so Sven Helbing über die Sportart, die ihn von Kindesalter an fasziniert. „Das städtische Judo-Förderprojekt ist ein Wertevermittlungsprojekt, an dem neben den Kindern und mir auch die Lehrer und Eltern maßgeblich beteiligt sind“, ergänzt Helbing.

Jetzt folgt die Grundschule Grafenwald

Gerade in der vergangenen Woche wurde das Projekt an der Schillerschule erfolgreich beendet. Als Abschlussfeier diente ein Schauturnier in der Dieter-Renz-Halle. Hierbei präsentierten die Schüler der zweiten, dritten und vierten Klassen der Schillerschule dem Publikum ihre kürzlich im Sportunterricht erlernten Judo-Fähigkeiten. Hierzu gehören diverse Fall- und Wurftechniken sowie Haltegriffe am Boden. Stolz zeigten die Kinder das neu Erlernte ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern. Einige der Kinder absolvierten im Rahmen des Schul-Projekts bereits ihre erste Gürtelprüfung und bekamen von Sven Helbing den achten Kyu und somit den ersten im Judo erreichbaren Gürtel überreicht. „Schön ist es, dass viele Kinder den Sport im Rahmen des Projekts für sich entdecken und Judo auch danach weiter in Vereinen betreiben“, ist Helbing glücklich über jedes weitere Judo begeisterte Kind.

Das Projekt erstreckt sich jeweils über zehn bis zwölf Wochen und wird im Rahmen des Schulsports durchgeführt. Finanziell unterstützt wird es von der Ele. Als nächste Schule darf sich die Grundschule Grafenwald auf Judo, Sven Helbing und Leo, den kleinen Löwen, freuen. Bereits am vergangenen Dienstag gab Sven Helbing den Startschuss für die Grafenwälder Grundschüler zu einem für die Kinder wohl noch unbekannten und neuen Abenteuer.

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