Judo 1. Bundesliga

JC 66 Bottrop startet mit Sieg in die Saison

Bottrops Kalala Ngoy beteiligte sich mit einem Erfolg gegen Lucas Gerlach am 8:6-Auftaktsieg des JC 66 Bottrop beim KSC Spremberg.

Bottrops Kalala Ngoy beteiligte sich mit einem Erfolg gegen Lucas Gerlach am 8:6-Auftaktsieg des JC 66 Bottrop beim KSC Spremberg.

Foto: Thorsten Lindekamp

Spremberg.   Die Piraten setzen sich mit 8:6 beim KSC Asahi Spremberg durch und sind damit schon jetzt erfolgreicher als in der vergangenen Saison.

Die Piraten befinden sich auf Kurs. Mit Erfolg haben die Judoka des JC 66 Bottrop am Samstag ihren ersten Kampftag der neuen Saison absolviert und im fernen Brandenburg, nahe der polnischen Grenze, beim KSC Asahi Spremberg sogleich den ersten Saisonsieg eingefahren. Kurios: Durch das 8:6 (77:60) ist die Truppe von Trainer Sven Helbing schon jetzt erfolgreicher als in der gesamten vergangenen Kampfsaison, die ohne einen einzigen Bottroper Sieg endete.

„So etwas sollte sich keinesfalls wiederholen“, erklärte Piraten-Teammanager Volker Tapper vor dem Auftaktkampf. Der veränderte Kampfmodus erfordert das auch, denn während der JC im vergangenen Jahr noch davon profitierte, dass es keinen Abstiegsplatz gab, wird es in dieser Kampfzeit definitiv wieder ein Team treffen. „Unsere Jungs haben sich die Aufgabe zu Herzen genommen und sind konzentriert angetreten“, freute sich Sven Helbing über den durchweg gelungenen Auftakt. „Dazu ist uns die Revanche durchweg gelungen.“ Denn noch im Vorjahr hatten die Bottroper gegen den KSC deutlich das Nachsehen, als sie vor eigenem Publikum am letzten regulären Kampftag mit 4:10 unterlagen.

JC 66 kann in Brandenburg aus dem Vollen schöpfen

Am Samstagabend jedoch machten die Piraten schnell klar, dass es diesmal anders laufen sollte. Helbing konnte in Brandenburg personell aus dem Vollen schöpfen und nutzte diesen Luxus in Gänze aus. „Wir konnten gut aufstellen und auch in der Pause noch entsprechend reagieren“, so Helbing. Den Anfang machten der erst 20-jährige Italiener Angelo Pantano und JC-Routinier Kalala Ngoy, die eine rasche 2:0-Führung für Bottrop erkämpften. Während Pantano davon profitierte, dass sich sein Gegenüber Vincent Giller unerlaubterweise drei Strafen („Shido“) einfing, beendete Ngoy seinen Kampf vorzeitig durch eine große Wertung („Ippon“). Zwar schwächelten die Piraten anschließend zunächst in den oberen Gewichtsklassen – Spremberg erkämpfte sich durch drei schnelle Einzelsiege eine 3:2-Führung – doch die Eigengewächse Hamsat Isaev und Yassin Grothaus sicherten ihrem Team den so wichtigen 4:3-Pausenstand.

Taktische Anpassungen

„In der Halbzeit haben wir unsere Taktik noch ein wenig angepasst und uns für die Rückkämpfe entsprechend aufgestellt“, beschrieb Helbing seine Maßnahmen. Florian Hoffmann, Egzon Lekaj und der international erfahrene Vincenzo D’Arco rückten ins Team und wussten zu überzeugen. „Die Jungs haben ihre Sache allesamt gut gemacht“, fand Helbing lobende Worte für seine Kämpfer. Zwar unterlag Hoffmann gegen Sprembergs Emil Kosjanik zum zwischenzeitlichen 5:5, doch D’Arco und Hanns David Claren, der in seinem zweiten Kampf des Tages in der Klasse bis 100 Kilogramm endlich den ersten Sieg einfuhr, bescherten den Piraten eine neuerlich 7:5-Führung. Schließlich stellte Egzon Lekaj den Sieg für die Bottroper mit dem letzten Duell auf der Wettkampfmatte sicher. „Wir können absolut zufrieden sein. Auch deshalb haben wir uns im Anschluss mit dem gesamten Team noch einen schönen Abend gemacht“, verriet Helbing.

So können die Bottroper insgesamt auf einen durchweg gelungenen Saisonstart aufbauen. Dieser lässt darauf hoffen, dass der JC in diesem Jahr um einiges erfolgreicher unterwegs sein könnte. Zumindest ein Platz im Mittelfeld sei wünschenswert. „Mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben und dieser Sieg war ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“ Am kommenden Kampftag wartet allerdings beim ersten Heimauftritt des JC 66 ein absolutes Schwergewicht auf die Bottroper: Am 5. Mai gastiert das Judoteam aus Hamburg bei den Piraten. Die Hansestädter haben zwei Siege auf dem Konto und gaben insgesamt erst ein einziges Einzelduell ab. „Hamburg ist der Favorit, aber wir werden uns bis zum Kampf etwas einfallen lassen und auch dann wieder alles geben.“

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