Judo 1. Bundesliga

JC 66 Bottrop braucht den ersten Auswärtssieg

Kalala Ngoy (l.) und der JC 66 Bottrop sind heute beim TSV Bayer 04 Leverkusen gefordert. Mit einem Sieg beim Tabellenletzten wäre der Abstieg kein Thema mehr.

Kalala Ngoy (l.) und der JC 66 Bottrop sind heute beim TSV Bayer 04 Leverkusen gefordert. Mit einem Sieg beim Tabellenletzten wäre der Abstieg kein Thema mehr.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Wallerich und Co. sind beim Tabellenletzten TSV Bayer 04 Leverkusen gefordert. Eine Niederlage hätte unschöne Nebenwirkungen.

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Bottrop. Am Samstag steigt der fünfte Kampftag in der Judo-Bundesliga und für die Piraten des JC 66 Bottrop steht der Auswärtskampf gegen den Tabellenletzten TSV Bayer 04 Leverkusen an. Mit bisher drei Punkten aus vier Begegnungen stehen die Bottroper derzeit auf Platz fünf der Tabelle. „Vier Punkte hätten wir bisher einsammeln müssen. Dann wäre die aktuelle Ausgangssituation vor dem Kampf gegen Leverkusen eindeutig entspannter“, sagt Trainer Markus Wallerich und deutet damit an, dass es bei einer Niederlage gegen den Werksclub im ungünstigsten Fall noch einmal eng werden könnte für die Bottroper.

Leicht wird die Aufgabe nicht. Denn Leverkusen konnte beim letzten Heimkampf völlig überraschend ein Unentschieden gegen die stark ersatzgeschwächten Potsdamer holen und wäre jetzt mit einem Sieg gegen die Piraten wieder voll im Rennen im Kampf gegen den letzten Tabellenplatz, der zum Abstieg in die zweite Bundesliga führen würde. Da auch Potsdam erst zwei Zähler holte und die Spremberger auf Platz sieben mit zwei Punkten lauern, ist es im Tabellenkeller enger als erwartet und weitere Überraschungen können beim diesjährigen Verlauf der Liga definitiv nicht ausgeschlossen werden.

Trainer Jan Tefett fordert den ersten Auswärtssieg

„Soweit wollen wir es aber gar nicht erst kommen lassen. Unser Ziel ist klar formuliert. Wir wollen Leverkusen schlagen und unser Konto auf fünf Punkte ausbauen“, gibt Teammanager und Kapitän Jan Tefett die Marschroute vor. Damit das auch gelingen kann, haben sich Wallerich und Tefett im Vorfeld wieder viele Gedanken um die eigene Aufstellung und mögliche Kämpfer des Gastgebers gemacht. Positiv zu vermelden ist hierbei, dass wohl alle deutschen Kämpfer der Bottroper voll einsatzbereit sind und auch wieder mit zwei bis drei ausländischen Assen zu rechnen ist, die in dieser Saison bisher eine starke Erfolgsquote aufweisen konnten. So ging bisher lediglich ein Kampf von Kevin Bakker verloren. Ansonsten brauchen sich die Piraten in keiner Gewichtsklasse vor den Leverkusenern zu verstecken, vom Papier her ist überall ein Sieg drin. Abzuwarten bleibt jedoch, wen die Leverkusener wirklich auf die Matte schicken werden, in der bisherigen Saison konnten sie noch bei keinem Kampf ihren vollen Kader präsentieren.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass der deutsche Block um die starken Gutsche-Brüder, die aktuelle deutsche Nummer 1 bis 73kg, Anthony Zingg, und Joris Kuger alle einsatzbereit sind, ist ein sehr enger Verlauf zu erwarten. Zudem wären theoretisch noch zwei starke belgische Ausländer möglich, allen voran die Bottieau-Brüder und Moubarak Boulaich, der in dieser Saison erst einen Kampf verloren hat.

JC 66 Bottrop mit Hamsat Isaev

Aber auch dieses Szenario macht den Bottropern keine Angst und so lässt der wieder genesene Deutsche Meister Hamsat Isaev, der gegen Witten noch zwei schmerzhafte Niederlagen einsteckte, wissen: „Ich habe Bock auf einen guten Fight und ich habe Bock auf den nächsten Sieg mit meiner Mannschaft!“

Begleitet werden die Piraten zum ersten Mal vom frisch gegründeten Fanclub, der schon am vergangenen Samstag beim Kampf der Frauen-Bundesliga für gute Stimmung auf der Tribüne sorgte. Das sind zum einen Anerkennung und zum anderen Freude an dem, was die Piraten in dieser Saison bereits an Siegeswillen, Motivation und starken Auftritten geboten haben. Los geht es in Leverkusen (Herbert-Gründewald-Halle) um 18 Uhr.

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