Fußball

Für Marc Wittstamm geht es zurück in die Zukunft

„Da geht’s lang.“ Marc Wittstamm möchte Rhenania zum Erfolg führen.

„Da geht’s lang.“ Marc Wittstamm möchte Rhenania zum Erfolg führen.

Foto: Oliver Mengedoht

Marc Wittstamm kehrt vom VfB Bottrop zurück zu seinem Heimatverein SV Rhenania. Er möchte mit dem Team den Aufstieg in die Kreisliga A schaffen.

Am Rande des Jürgen-Weber-Gedächtnisturniers staunten die Zuschauer nicht schlecht. Der Grund: Der langjährige VfB Bottrop-Akteur Marc Wittstamm lief im Trikot mit der Nummer 15 auf. Allerdings trug er dabei nicht das schwarz-weiße Dress des VfB, sondern das blau-weiße seines neuen Klubs: des SV Rhenania.

Auch bei den Hallenstadtmeisterschaften am vergangenen Wochenende lief Wittstamm für seinen neuen Verein, mit dem er es bis ins Endspiel gegen seine alte Liebe schaffte, auf. Hier knickte der zu den besten fünf Torschützen des Turniers zählende Akteur bereits nach wenigen Minuten unglücklich um und konnte seinen neuen Kollegen nicht mehr helfen, den Stadtmeistertitel zu erringen. Ohne die Erfahrung des Routiniers fehlte es den Rhenanen an der nötigen Ruhe, um in dem hitzigen Duell gegen den Serienmeister zu bestehen.

Wittstamm weiß, wie Aufstieg geht

Doch wenn es nach Wittstamm geht, ist das große Ziel für die noch laufende Saison ohnehin ein anderes. „Ich möchte nach zahlreichen Aufstiegen mit dem VfB und tollen Jahren im Jahnstadion im Sommer den Aufstieg in die Kreisliga A feiern – mit Rhenania“, so der Mittelfeldmann über sein großes Ziel für das Jahr 2018.

Mit Wittstamm schnappten sich Trainer Dirk Rovers und der Vereinsvorsitzende Sascha Carl einen Mann, der Aufstieg kann. Beim SV Rhenania, dem Wittstamm ursprünglich entstammt, gelang ihm bereits in seiner ersten Senioren-Saison der Aufstieg in die Bezirksliga. Danach erst wechselte der ehemalige Schwarz-Weiss Essen-Juniorenspieler zum VfB, mit dem er wiederum Aufstiege in die Bezirks- und in die Landesliga feierte.

Zu Beginn der laufenden Saison übernahm Wittstamm selbst das Traineramt bei der ersten Damenmannschaft des SV Rhenania. Der Umstand, dass die Trainingszeiten der Rhenania-Damen mit denen der zweiten Mannschaft des VfB, in der Wittstamm zuletzt aktiv war, zusammen fielen, verhinderte sein weiteres Engagement beim VfB.

An der Seitenlinie gefordert

Denn sein Traineramt genieße derzeit höchste Priorität, wie er selbst bekräftigt. Das Engagement scheint sich auszuzahlen, denn die von ihm angeführten Damen des SV Rhenania führen nach der Hinrunde die Tabelle der Kreisliga A vor Sterkrade 06/07 an.

„Länger als ein halbes Jahr konnte ich die Füße nicht still halten“, erklärt Wittstamm seinen Wechsel zurück an seine alte und neue Wirkungsstätte. „Immer wenn es meine Zeit zulässt und die Termine der Damen nicht mit der ersten Herrenmannschaft kollidieren, werde ich alles für mein neues Team geben“, so Wittstamm über die Herausforderungen, seine beiden neuen Aufgaben unter einen Hut zu bringen. Sollte ihm dies gelingen, darf sich sein neues Team um Trainer Dirk Rovers auf einen Neuzugang freuen, der den Verein ein großes Stück näher an die Kreisliga A bringen kann.

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