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Fortuna Bottrop riskiert gegen Duisburg eine dicke Lippe

Norman Hassenrück (r.) und Fortuna Bottrop bekamen gegen Hilal Ali Khan und den FSV Duisburg mächtig etwas zu tun, am Ende konnte der Bezirksligist mit der 1:2-Niederlage sehr gut leben.

Norman Hassenrück (r.) und Fortuna Bottrop bekamen gegen Hilal Ali Khan und den FSV Duisburg mächtig etwas zu tun, am Ende konnte der Bezirksligist mit der 1:2-Niederlage sehr gut leben.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Bezirksligist Fortuna Bottrop fordert den hochkarätig besetzten FSV Duisburg heraus und verkauft sich bei der 1:2-Niederlage ordentlich.

Das dritte Testspiel, die dritte Niederlage – aber auch die dritte Steigerung. Fortuna Bottrop machte am Sonntag dem ambitionierten Landesligisten FSV Duisburg das Leben schwer und schaffte beim 1:2 fast Einmaliges: Jeden Torschuss zu versenken.

Bundesliga-Erfahrung im Kader des FSV Duisburg

Der FSV Duisburg machte als Oberliga-Absteiger in der Sommerpause keine halben Sachen und öffnete den Geldbeutel, um die Grundlage für die Rückkehr in die Beletage des Amateurfußballs zu legen. Und so lief am Sonntag auf Rheinbaben ein Muhammet Karpuz auf, der bereits im Zweitliga-Kader von Fortuna Düsseldorf stand. Oder der Nigerianer Jeff Gyasi – Stammspieler in der dritten Liga unter anderem für RW Oberhausen, Wehen Wiesbaden und den SV Elversberg.

Die Fortunen setzten dagegen auf bewährtes Personal zusammen mit Neuzugang Ramazan Akyüz (letzte Spielzeit in der Kreisliga A unterwegs für Dostlukspor) – und zeigten sich entsprechend beeindruckt von der Klasse des Gegners. 20 Minuten sah Bottrop kaum Land, rannte dem Gegner hinterher und bekam kaum Luft zum Atmen, wenn der Ball dann mal in den eigenen Reihen landete. „Das war eine gute Laufeinheit“, sagte Trainer Sebastian Stempel deshalb nach Abpfiff mit einem Lachen.

Für Cedric Lohe endet der Arbeitstag nach fünf Minuten

Überhaupt nicht zum Lachen zumute war Cedric Lohe. Der neue Torhüter, gekommen von Ligakonkurrent Spvgg. Sterkrade 06/07, bekam schon nach fünf Minuten die Wucht und das Knie von Mitspieler Kevin Wenderdel zu spüren. Die Zähne blieben heil, doch die Lippe blutete und der Kopf brummte – das Aus für den 21-Jährigen.

Es ging unglücklich weiter für Rot-Weiß, denn nach einer knappen Viertelstunde übersah der Unparteiische ein Foul an Norman Hassenrück im eigenen Strafraum. Stattdessen ging es weiter, über Umwege fälschte der Bottroper Routinier die Kugel ab und der FSV vollstreckte sehenswert in den Giebel.

Nach stürmischen 20 Minuten beruhigte sich das Geschehen etwas und Fortuna bekam Struktur sowohl in die Abwehrarbeit als auch in die Spielzüge nach vorne. Torchancen sprangen dabei aber nicht heraus. Das blieb nach dem Seitenwechsel so – zumindest auf einer Seite. Denn Keeper Niklas Schumacher, aus dem Rheinbaben-Sandbecken in die Partie geworfen, geriet erneut 20 Minuten nach Wiederanpfiff unter Dauerfeuer. Doch Mitspieler und das Aluminium bewahrten den Schlussmann vor dem zweiten Einschlag.

Dominik Wenderdel macht es historisch

Stattdessen feierte der Bezirksligist eine kuriose Premiere: Der einzige Torschuss in der gesamten Partie zappelte plötzlich im Duisburger Netz. Dominik Wenderdel kürte sich nach einem Angriff über Akyüz und Marcel Siwek zum „Mister 100 Prozent“, als er eine Fackel in den rechten Winkel jagte (69.). Mit Nachwuchs-Kickern brachte Bottrop das Remis nicht über die Zeit, das 1:2 fiel elf Minuten vor Abpfiff.

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