Fußball Bezirksliga

Fortuna Bottrop erlebt einen gebrauchten Tag

Frust pur ob einer weiteren missglückten Aktion: Volkan Sahin unterliegt mit seiner Fortuna auf Rheinbaben gegen 08/29 Friedrichsfeld

Foto: Thomas Gödde

Frust pur ob einer weiteren missglückten Aktion: Volkan Sahin unterliegt mit seiner Fortuna auf Rheinbaben gegen 08/29 Friedrichsfeld Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Friedrichsfeld hat auf Rheinbaben das Spielglück. Die Bottroper können nach dem Sieg in Königshardt nicht nachlegen. Kevin Wenderdel verschießt Foulelfmeter.

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Die Gäste aus Voerde konnten ihr Glück kaum fassen. Bei dem 1:2 (1:1) zwischen Fortuna Bottrop und 08/29 Friedrichsfeld konnten sie in der Schlussphase der Begegnung nach einer Fehlerkette der Hausherren zum zweiten Mal in Führung gehen, in der letzten Minute der Nachspielzeit parierte ihr Keeper Marius Grune den Strafstoß gegen Kevin Wenderdel. Trainer Dirk Lotz gab anschließend seiner Zufriedenheit Ausdruck. „Es war ein typisches Unentschiedenspiel, die Mannschaft, die den ersten Fehler macht, verliert. Und das war dann Gottseidank die Fortuna.“

„Stets gefährlich“ - so hatte Fortunas Marco Hoffmann Friedrichsfeld im Vorfeld der Partie beschrieben. So gehörte Sicherheit im Spielaufbau zu seinem Matchplan. Das ging nicht ganz auf. Zwar ließen die Gastgeber dem Gegner in der ersten Halbzeit kaum etwas zu, aber bei zahlreichen, vielversprechenden Aktionen in Richtung Friedsrichsfelder Tor verloren sie an Schwung durch rasche Ballverluste. Und kamen die Fortunen wirklich einmal an den gegnerischen Strafraum, ließen sie den konsequenten Abschluss vermissen.

Gute Chance für Strickerschmidt

Zu den besseren Versuchen gehörten ein Drehschuss von Tim Strickerschmidt (3.), die Vorlage von Gino Pöschl auf Dominik Wenderdel, dessen Abschluss an einem Gegenspieler hängenblieb (11.) oder Pöschls abgefälschter Torschuss nach einer Viertelstunde. Und in Minute 25 schoben gleich drei Fortunen in Serie den Ball zu dem vermeintlich besser postierten Mitspieler.

Nach gut einer halben Stunde konnte Friedrichsfelds Coach die erste Offensivaktion seiner Mannschaft notieren, als die Fortuna zu zögerlich agierte. Besser noch machten es die Gäste bei einem Konter zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit. Blaz Vulkancic hatte nach der Flanke im Strafraum der Bottroper reichlich Platz und versenkte den Ball per Kopf. Die Fortunen fanden rasch die Antwort, dank eines Missverständnisses zwischen Friedrichsfeld Torwart und einem seiner Abwehrspieler. Dominic Licata bedankte sich mit dem Ausgleich (43.). Die letzte Chance konnte 08/29 für sich verbuchen, verpasste nur knapp das Ziel (45.).

„Mehr Gas geben“, so erklärte Fortunas Co-Trainer Sascha Wisniowski es nach Spielende, das sei in der Kabine die Aufforderung an die Mannschaft gewesen. Und nach drei Minuten fehlten der Fortuna nur Zentimeter, die Vorlage von Anel Mlinarevic auf Pöschl fiel zu ungenau aus. Die beste Möglichkeit hatte der eingewechselte Fabian Böhnke (61.), doch dem jungen Stürmer rutsche der Ball nach einer schönen Flanke von Pöschl über den Kopf. Nur zwei Minuten später verhinderte Große-Beck mit einer sehenswerten Parade den Rückstand der Gastgeber. In der 70. Minute wurde Böhnke im Strafraum umgerissen, der Elfmeterpfiff blieb aber aus.

Wenderdel vergibt einen Elfmeter

Insgesamt zeigten die Offensivreihen beider Teams zu wenig Biss. Es brauchte wieder einen eklatanten Fehler, damit ein Treffer fallen konnte. Den lieferten die Fortunen in der 85. Minute. Drei Mal hatten sie die Möglichkeit, den Ball nachhaltig aus der Gefahrenzone zu befördern, und Friedrichsfeld kam zum erfolgreichen Abschluss.

In der Nachspielzeit kam Böhnke erneut im Strafraum zu Fall, diesmal zeigte Schiedsrichter Emre Iyilik auf den Punkt. Kevin Wenderdel, der sich wenige Minuten zuvor eine überflüssige Gelbe Karte für einen verbalen Austausch mit dem Unparteiischen abgeholt hatte, fand in Grune seinen Meister. In der nächsten Sekunde pfiff Iyilik das Spiel ab.

„Wir konnten aus dem Vollen schöpfen und hatten uns einiges vorgenommen, müssen aber jetzt diese Niederlage akzeptieren“, sagte Wisniowski nicht ohne Enttäuschung. „Wir haben zwar einigen Ballbesitz gehabt, haben den Ball aber viel zu schnell wieder verloren. Dadurch konnten wir uns vorne nicht festsetzen, um Druck auf Friedrichsfeld auszuüben.“

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