Tennis Regionalliga

Erste Saisonniederlage für den TC Waldhof

Waldhofs Belgier Jeroen Masson unterlag dem Italiener Stefano Galvani mit 3:6 und 3:6.

Waldhofs Belgier Jeroen Masson unterlag dem Italiener Stefano Galvani mit 3:6 und 3:6.

Foto: Felix Hoffmann

Dorsten.   Der TC Waldhof verliert das Spitzenspiel beim Dorstener TC deutlich, nicht aber die Hoffnung auf den Aufstieg in die Bundesliga.

Der TC Waldhof ließ am Samstag die Punkte und die Tabellenführung in Dorsten. Die Bottroper unterlagen im Spitzenspiel der Regionalliga West beim Dorstener TC deutlich mit 1:8. Der Zug Richtung Bundesliga ist damit aber noch nicht abgefahren. Die Bottroper haben Hoffnung, dass am Ende auch der zweite Tabellenplatz zum Aufstieg ins Oberhaus reicht.

„Dass es sehr schwer werden würde, war uns allen schon vorher bewusst. Wir kennen die Dorstener schon seit Jahren“, erklärte Jan-Rudolf Möller nach der Partie. Bottrops Kapitän hatte im Spitzenspiel beim topbesetzten Dorstener TC auf Spitzenspieler Xavier Malisse verzichten müssen: „Wir wussten schon zum Saisonstart, dass er uns an diesem Tag nicht helfen kann.“ Der Belgier gehört als ehemalige Nur 19 der Welt und Wimbledon-Halbfinalist immer noch zum globalen Tenniszirkus. Der 38-Jährige trat unter anderem mit Henri Leconte und John McEnroe bei einem Showkampf in Manchester an, während die Bottroper auf der Tennisanlage zwischen Lippe und Wesel-Datteln-Kanal mächtig ins Schwitzen gerieten. „Er war vertraglich gebunden. Da war nichts zu machen“, so Möller.

Ohne Satzgewinn in den Einzeln

Aber auch mit Xavier Malisse wäre es an diesem Tag wohl sehr schwer für die Waldhöfer geworden, denn die Dorstener dokumentierten in jedem einzelnen Match den Anspruch, mit aller Macht in die Bundesliga zurückkehren zu wollen. Das spiegelte sich vor allem in den Einzeln wider. Hier gelang den Bottropern nicht einmal ein Satzgewinn. Jeroen Masson unterlag im Duell der beiden Spitzenspieler dem Italiener Stefano Galvani mit 3:6 und 3:6. Spannender konnte Rick Louwerse das Spiel gegen seinen Landsmann Michel Meijer gestalten. Waldhofs Niederländer verlor zwar den ersten Satz mit 0:6, kämpfte sich aber zurück in die Partie und zog im zweiten Satz erst im Tiebreak den Kürzeren.

Julian Schulte unterlag Stephan Florian klar (3:6, 2:6). Auch Jan-Rudolf Möller lief der Musik in seinem Match gegen Ralf Wilmink hinterher (3:6, 0:6). Peter Vogel wirkte in seinem Spiel gegen Marc Wittemund glücklos. Der Waldhöfer kommentierte seine Leistung bei der 3:6, 0:6-Niederlage mit den Worten: „Das war höchstens 2. Verbandsliga. Herren 40!“ Verloren ging auch das Einzel an Position 5. Dabei hatte Christian Müller im ersten Satz lange eine Führung behauptet. Das Spiel gegen Stephan Weber ging aber dennoch mit 4:6 und 3:6 verloren. Das Spitzenspiel war damit bereits entschieden. „Schade, mit etwas mehr Spielglück wären zwei Einzelsiege durchaus drin gewesen“, kommentierte Möller.

Der TC Waldhof hatte in den Einzeln unter Beweis gestellt, dass er mit den Dorstenern sportlich auf Augenhöhe agiert. In den anschließenden Doppeln bewiesen die Bottroper dann auch Kampfgeist und Charakter. Denn trotz der bereits feststehenden Niederlage wurde den rund 200 Zuschauern noch starkes Tennis geboten. Allerdings fehlte dem TC Waldhof auch hier das nötige Quäntchen Glück. Rick Louwerse und Julian Schulte blieben im Duell mit Stefano Galvani und Ralf Wilmink zwar ohne Chance (0:6, 3:6), dafür aber setzten sich Bastian Muc und Christian Müller trotz eines Satzrückstandes gegen Bernhard Breloer und Christian Eusterfeldhaus durch (3:6, 6:3, 3:10). Großes Pech hatten Jeroen Masson und Jan-Rudolf Möller. Die beiden Bottroper zwangen Michel Meijer und Marcel Schröder in den Match-Tiebreak und hatten vier Matchbälle. „Das hätten wir gewinnen müssen“, kommentierte ein enttäuschter Möller nach dem 9:11.

TC Raadt zieht sein Erstligateam zurück

Unter dem Strich stand ein verdienter Dorstener Sieg, der dem TC Waldhof die Tabellenführung und damit wohl auch den direkten Weg in die Bundesliga kostete. „Wir gehen schwer davon aus, dass wir heute gegen den Aufsteiger verloren haben“, so Möller. Die eigenen Aufstiegshoffnungen müssen die Waldhöfer aber noch nicht begraben. Möller: „Die Erfahrung aus den letzten Jahren lehrt uns, dass vielleicht auch der zweite Platz reichen kann.“ Die Hoffnung wird genährt durch den Rückzug des TC Raadt. Der Bundesligist steht nicht nur als Absteiger fest, er wird sein Team auch nicht in der Regionalliga antreten lassen. „Wir müssen jetzt hellwach bleiben“, so Möller.

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