Fußball Kreisliga B

Eiskalte Welheimer Löwen zerlegen Batenbrocker RK

Julian Jaensch springt höher als Gegenspieler Sergiu Gore. Ein Abbild der Partie an der Beckstraße, in der die Welheimer Löwen nach 90 Minuten die Nase deutlich vorne hatten.

Foto: Thomas Gödde

Julian Jaensch springt höher als Gegenspieler Sergiu Gore. Ein Abbild der Partie an der Beckstraße, in der die Welheimer Löwen nach 90 Minuten die Nase deutlich vorne hatten. Foto: Thomas Gödde

Bottrop.  Die Welheimer Löwen gewinnen dank einer taktischen Meisterleistung mit 4:0 im Batenbrock und melden sich im Aufstiegsrennen zurück

„Auswärtssiege sind schön“, sangen die aus Welheim mitgereisten Schlachtenbummler, die Spieler der Löwen hüpften auf dem Platz an der Beckstraße auf und ab, skandierten „Derbysieger, Derbysieger“. Der 4:0 (1:0)-Sieg der Welheimer Löwen bei den Batenbrocker Ruhrpott-Kickern war aber viel mehr als nur ein Auswärtssieg. Die Elf von Sascha Bialas meldet sich im Kampf um den Aufstieg zurück, die Batenbrocker RK rutschen vom zweiten auf den dritten Rang an.

Es war nicht verwunderlich das Löwen-Coach Bialas nach dem Spiel von „goldenen Punkten“ sprach. Nach zwei Siegen zum Rückrundenauftakt legten die Löwen im Lokalderby nach und zeigten dabei vor allem taktisch eine starke Leistung. „Eigentlich waren wir schon abgeschrieben, jetzt sind wir zurück und wer weiß, wie wichtig diese Punkte noch werden können“, so Bialas. BRK-Trainer Marko Schmidt dagegen stellte fest: „Das war nicht das, was wir uns vorgenommen haben.“

Löwen-Taktik geht voll auf

Dabei fanden die Gastgeber besser ins Spiel, kontrollierten die Partie in der ersten Halbzeit. Ein erster Warnschuss von Adrian Reiß ging über das Tor, auf der anderen Seite prüfte Julian Jaensch BRK-Schlussmann Robin Göbler. Batenbrock optisch überlegen, ohne aber zwingende Chancen zu kreieren. „Wir wussten, dass sich die Ruhpott-Kicker schwer tun Tempo aufzunehmen, wenn sie das Spiel selbst machen müssen“, verriet Sascha Bialas die Taktik seines Teams. Er sollte Recht behalten.

Immer wieder schickte Marvin Schmidt seinen Teamkollegen Daniel Dierkes über die linke Seite – gefährlich wurde es kaum. Im Gegenteil. Nach einem Freistoß für die Hausherren, den Löwen-Keeper Marvin Burow parierte, konterten die Gäste blitzschnell. Daniel Galonska scheiterte allerdings an Robin Göbler, den Nachschuss von Sascha Schymik kratzte Halil Memisoglu von der Linie. Als alles auf eine torlose erste Halbzeit hindeutete, tanzte Galonska durch die Batenbrocker Abwehr, seinen Schuss konnte Göbler noch mit den Füßen parieren – beim Nachschuss von Senol Houssein war er aber machtlos.

BRK-Keeper Göbler patzt beim zweiten Gegentor

Die erste Chance im zweiten Durchgang gehörte den Gastgebern, Marvin Polak setzte die Kugel aber aus spitzem Winkel neben das Gehäuse. Im Gegenzug konnte Robin Göbler eine Bogenlampe von Houssein nur zur Ecke klären. Die trat Sascha Schymik in den Strafraum, Göbler sprang unter dem Ball durch und Justin Engemann schob am zweiten Pfosten ein. „Das zweite Gegentor hat uns das Genick gebrochen“, befand BRK-Coach Schmidt.

Seine Elf tat sich in der Folge schwer, konnte sich kaum Chancen erspielen. Welheim dagegen zeigte sich höchst effektiv. Julian Jaensch mit dem Pass in die Schnittstelle, die Batenbrocker Abwehr im kollektiven Tiefschlaf und Daniel Galonska eiskalt. Das 3:0 – die Vorentscheidung.

Cakir trifft nur Aluminium

Gleichzeitig schien das aber auch der Wachmacher für die Gastgeber gewesen zu sein, die plötzlich wieder am Spielgeschehen teilnahmen. Mehmet Cakir nagelte das Spielgerät an die Unterkante der Latte, den folgenden Kopfball von Mirco Selle konnte Marvin Burow parieren. In der Folge hatten Pierre Freier und erneut Cakir die Möglichkeit, Batenbrock zurück ins Spiel zu bringen — mit einem mustergültig vorgetragenen Konter über Kevin Fest, der den mitgelaufenen Patrick Dilaver bediente, beendeten die Löwen aber alle Hoffnungen der Gastgeber.

„Mit dem 4:0 waren auch meine Zweifel beseitigt“, sagte Sascha Bialas. Marko Schmidt dagegen bescheinigte seinem Team einen „blutleeren Auftritt“. Und so verließen seine Mannen den Platz mit hängenden Köpfen, während die Welheimer die Derbysiegerparty starteten.

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