Fußball Kreisliga A

Dostlukspor Bottrop schlägt Spitzenreiter Sterkrade

Spielertrainer Can Uçar (r.), hier im Luftkampf mit Sterkrades Gelb-Rot-Sünder Mehriz Fezzani, zeigte ebenso wie der Rest der Mannschaft eine kämpferisch starke Leistung, Dostlukspor siegte deshalb verdient mit 3:1.

Spielertrainer Can Uçar (r.), hier im Luftkampf mit Sterkrades Gelb-Rot-Sünder Mehriz Fezzani, zeigte ebenso wie der Rest der Mannschaft eine kämpferisch starke Leistung, Dostlukspor siegte deshalb verdient mit 3:1.

Foto: Udo Gottschalk

Bottrop.   Nach dem 3:1-Erfolg im zweiten Spitzenspiel innerhalb einer Woche beim FC Sterkrade 72 können Can Uçar und Co. wieder träumen.

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Da waren es nur noch zwei Punkte Rückstand: Trotz letztem Aufgebot zwang Dostlukspor Bottrop am Sonntag Spitzenreiter FC Sterkrade 72 mit 3:1 in die Knie, die beste Abwehr der Liga lässt die Mannschaft von Spielertrainer Can Uçar wieder träumen.

Die Winterpause bleibt der Freund von Dostlukspor. Stellten die Verantwortlichen schon vergangene Saison die richtigen Weichen und spielten eine bärenstarke Rückrunde, nimmt Rot-Schwarz jetzt erneut Anlauf. Nach dem Spitzenspiel-Doppelpack direkt in Richtung Aufstieg? Davon möchte bei Dostlukspor niemand etwas wissen, trotzdem schlägt die Karte Teamgeist – mit dem Programm Schwimmbad statt Soccerhalle – bereits voll durch und setzt neue Kräfte frei. Denn die letzten Aufrechten, mehr war Bottrops Zwölf-Mann-Kader beim FC Sterkrade 72 nicht, ließen in Oberhausen erstaunlich wenig anbrennen.

„Ich garantiere, ich kämpfe und laufe wie noch nie zuvor.“ Das improvisierte Vertragswerk in hellgrün auf weiß, vor Anpfiff von der kompletten Mannschaft unterschrieben, gab den letzten Push für einen erfolgreichen Nachmittag. Dass die Sätze von Teamgeist und Zusammenhalt mehr sind als Floskeln, zeigten die Gäste dann auch auf dem Kartoffelacker namens Volksparkstadion. Kein Gemecker bei einem missglückten Abstoß, keine negative Körpersprache bei einer vergebenen Chance – stattdessen ein 50-Meter-Sprint zur Jubeltraube, nachdem Kapitän Tolga Korkmaz Can Uçars scharf getretene Ecke nach 27 Minuten ins eigene Tor geköpft hatte.

Fußball sahen die gut 100 Zuschauer bis dahin nicht. Der Platz verhinderte gepflegte Kombinationen, obwohl beide Teams die Anlagen dafür immer wieder andeuteten. Doch während Dostlukspor über wenige Stationen einige gefährliche Situation vor dem Tor des Gegners kreierte, kam die bis Sonntag beste Offensive der Liga überhaupt nicht in Tritt. „Wir standen bombensicher“, bilanzierte Uçar nach der Partie ohne Stimme, dafür mit stolzgeschwellter Brust. Lediglich zwei Möglichkeiten gestattete Dostlukspor den Blau-Weißen vor der Pause, wovon eine über den Kasten segelte (44.) und eine zum Ausgleich hinter Keeper Masoud Mohamad einschlug. Das 1:1 verunsicherte Bottrop kurz, aus der Kabine kamen die Rot-Schwarzen aber wieder mit der alten Selbstsicherheit.

Die führte zu einer bärenstarken zweiten Hälfte ohne einen einzigen Sterkrader Abschluss. Ganz anders Dostlukspor: Schon Ramazan Akyüz hätte nach 51 Minuten auf 2:1 stellen müssen, als er alleine auf den Keeper zustürmte und den Lupfer in den Sand setzte. Den Job übernahm dann der beste Bottroper Torschütze Ramadan Ibrahim – wenn auch mit Glück. Ein abgefälschter Schuss von Akyüz fiel der Nummer sieben vor die Füße, die eiskalt links einschob (68.).

Die Gastgeber antworteten nicht mehr, demontierten sich stattdessen selbst. Krasse Abwehrschnitzer und die Gelb-Rote Karte gegen Fezzani (80.) ebneten Dostlukspor den Weg, die nach weiteren Chancen in der Nachspielzeit ihre Leistung krönten – Ibrahim bediente Akyüz zum 3:1-Endstand.

„Es sind Kleinigkeiten, woran ich erkenne: Wir wachsen zusammen. Mit diesen zwei, drei Prozent mehr gewinnst du halt gegen eine Spitzenmannschaft wie Sterkrade“, zog der Spielertrainer ein positives Fazit. Obwohl es zum Feiern noch etwas zu früh ist: Bottrop befindet sich auf einem guten Weg, hin zu einer erfolgreichen Rückrunde und mehr.

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