Handball Bezirksliga

DJK Adler 07 Bottrop unterliegt im Spitzenspiel

Julia Schmidt (r.) und Lara Lückenotte (l.) mühten sich vergeblich. Der TV Biefang war am Sonntag nicht zu bremsen.

Foto: Heinrich Jung

Julia Schmidt (r.) und Lara Lückenotte (l.) mühten sich vergeblich. Der TV Biefang war am Sonntag nicht zu bremsen.

Bottrop.   Bottroperinnen müssen nach der 12:25-Niederlage gegen den TV Biefang um den Verlust der Spitzenposition und den Aufstieg fürchten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Spitzenreiter, Spitzenreiter“, schallte es durch die Dieter-Renz-Halle. Nach einseitigen 60 Spielminuten stand der klare Sieger des Bezirksliga-Spitzenspiels fest. Doch es waren nicht die gastgebenden Handballerinnen der DJK Adler 07 Bottrop, die zum Jubeln ansetzen durften, sondern der TV Biefang. Mit 12:25 (8:16) blieben die 07er weit hinter den Erwartungen zurück. „Das hatte leider nichts von einem Spitzenspiel“, zeigte sich auch Trainer Frank Meese bedient. Zwar wirkten die Siegesgesänge der Oberhausenerinnen etwas überhastet, da die Adler weiterhin auf Rang eins stehen – allerdings muss die Meese-Truppe nun mehr denn je um den Aufstieg in die Landesliga bangen, da der TVB bis auf zwei Punkte heranrückte und noch zwei Partien mehr zu absolvieren hat.

Der Frust war den Adlern deutlich anzumerken, nichts wollte im Spiel gelingen. „Natürlich müssen wir derzeit den Ausfall von Alexandra Klanten verzichten und hatten es in den vergangenen Wochen vorrangig mit Teams aus den unteren Tabellenregionen zu tun“, so Meese, „dennoch kann ich nicht nachvollziehen, warum wir ausgerechnet gegen Biefang jedes Mal so alt aussehen.“ Eine Antwort auf diese Frage wollte sowohl dem Bottroper Trainer als auch seiner Co-Trainerin Anne Kruse nicht einfallen. „Wir haben alles versucht, aber leider haben wir von vorne bis hinten einen absolut gebrauchten Tag erwischt.“ Zwar gestaltete sich der Spielstart zunächst noch ausgeglichen, doch schon in den ersten Zügen offenbarten die Adler ungewohnte Schwächen und leisteten sich etliche Ballverluste. „Wir waren zu unkonzentriert“, haderte Meese.

TV Biefang spielt von Beginn an seine Routine aus

Insgesamt wirkten die Bottroperinnen geradezu gehemmt angesichts der sportlichen Bedeutung um diese Partie. Dagegen spielte Biefang seine ganze Routine aus; angeführt von Anke Drespa und Carina Hering, die beidesamt schon höherklassig gespielt haben und Zweitliga- sowie Regionalligaerfahrung mit sich bringen, zog Biefang bis zur Pause auf 16:8 davon. Meese pustete mit der Halbzeitsirene kräftig durch, pfeilte mit Anne Kruse dann an einem Plan für den zweiten Durchgang. „Der Rückstand war deutlich, somit wussten wir natürlich dass es schwer werden würde, die Partie noch mal zu drehen“, so der Bottroper Coach. Doch selbst nach dem Seitenwechsel konnten sich die 07er von ihrem Druck nicht loslösen, eine vermeintliche Aufholjagd blieb aus. Viel mehr trafen die Adler zehn Minuten lang das Tor nicht, in der Folge zog Biefang auf 19:8 davon. Meese: „Ich denke, dass unser Gegner durchaus schlagbar war. Leider waren wir zu schwach.“

Im Schlussdrittel nahmen die Gäste schließlich das Tempo aus der Partie, ehe sie sich mit der Schlusssirene freudestrahlend in die Arme fielen. Währenddessen begab sich Meese bereits auf Fehlersuche. „Klar ist, dass wir uns nun im weiteren Saisonverlauf keine Ausrutscher mehr erlauben sollten. Wir müssen den Fokus komplett auf das eigene Spiel legen, am Ende werden wir dann sehen wo wir stehen. Aber ich kann mich nur wiederholen, indem ich sage: Wer am Ende oben steht, der hat es auch verdient aufzusteigen. Und allem Anschein nach ist dies momentan eher Biefang.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik