Handball Saisonvorschau

DJK Adler 07 Bottrop bastelt an der Zukunft

Ein Foto aus vergangen Tagen, als Sebastian Wycichowski noch selbst auf Torejagd für die Adler ging. Nun hat er das Traineramt beim Bezirksligisten übernommen.

Ein Foto aus vergangen Tagen, als Sebastian Wycichowski noch selbst auf Torejagd für die Adler ging. Nun hat er das Traineramt beim Bezirksligisten übernommen.

Foto: Winfried Labus

Der Bezirksligist hat sich umstrukturiert. Zudem zeigt sich mit Sebastian Wycichowski ein altbekanntes Gesicht als neuer Trainer verantwortlich.

Dass die Herrentruppe der DJK Adler 07 Bottrop mal so richtig erfolgreich war, liegt schon einige Jahre zurück. Vor gut und gerne acht Jahren hatten die 07er ihre letzte sportliche Hochphase, als die Adler es bis in die Verbandsliga schafften und dort fleißig punkteten. Erinnern kann sich daran heute wahrlich nicht mehr jeder, miterlebt haben es aus dem Kader des heutigen Bezirksligisten nur wenige.

Einer, der hautnah dabei war als die Bottroper höherklassig unterwegs waren, wird den Adlern allerdings künftig am Spielfeldrand zur Seite stehen: Sebastian Wycichowski ist der neue Fädenzieher an der Seitenlinie. Der ehemalige Adleraner hat im Sommer das vakante Traineramt übernommen, nachdem es Stephan Schmücker zum SV Schermbeck zog. „Ich freue mich auf die Aufgabe“, so Wycichowski.

Zwar ist es bereits etwas her, da er selbst im Adler-Trikot als Spieler auflief. Dennoch ist ihm die aktuelle Truppe der 07er durchaus geläufig. „Ich kenne die meisten Jungs aus der Vergangenheit sehr gut, dazu war der Kontakt zum Verein nie wirklich weg.“ So auch zuletzt, als Wycichowski noch für die Frauenmannschaft von Winfried Huttrop als Coach verantwortlich zeichnete. „Ich habe die Adler bereits 2013 für wenige Spiele interimsmäßig übernommen, als es in der Bezirksliga gegen den Abstieg ging. Der Klassenerhalt ist uns gelungen, allerdings hatte ich mir fest vorgenommen danach nicht weiterzumachen, da ich mich in diesem Moment noch nicht als Trainer gesehen habe.“ Vor einigen Wochen wurde der Kontakt aber wieder intensiver, schließlich konnte Wycichowski überzeugt werden.

Mit Spaß und Ehrgeiz zum Erfolg

„Wichtig ist für mich die Perspektive“, so der neue Adler-Coach. „Wenn alle gemeinsam Gas geben, können wir etwas bewegen. Aber auch nur so kann es gehen. Natürlich soll der Spaßfaktor nicht zu kurz geraten, aber wir müssen auch ehrgeizig sein.“ Eben dieser Faktor kam den 07ern zuletzt ein wenig abhanden – immer wieder wirkten die Adler zu unkonstant, um in der Bezirksliga ganz oben mitzumischen.

„Hier werden wir ansetzen: Wir wollen beständiger sein.“ Der Gesamtkader wurde kaum verändert: „Wir haben alle Jungs vom Verbleib überzeugen können.“ Jedoch wird der Kader für die Bezirksligamannschaft erst in Kürze konkret festgelegt; aktuell trainieren die erste und die zweite Mannschaft gemeinsam. Die dritte Mannschaft wird in Gänze vom Spielbetrieb abgemeldet. „Wir wollen die Kräfte intern mehr konzentrieren und so den Weg nach vorne suchen und finden“, äußert sich der neue Adler-Trainer.

Adler wollen langfristigen Erfolg

Insgesamt wurde die Handballabteilung der 07er in der jüngeren Vergangenheit grundlegend umstrukturiert. So wurde ein langfristiges Konzept erarbeitet, von dem nicht nur der Jugendbereich profitieren soll, wo in jeder Altersklasse wenigstens eine Mannschaft gemeldet ist. Es gab zudem auch Veränderungen auf Vorstandsebene. „Man merkt schon, dass sich im Verein etwas tut. Davon können und wollen wir als Team profitieren“, so Wycichowski.

So ruhen die sportlichen Hoffnungen unter anderem auf den Schultern des neuen Mannes an der Seitenlinie. Denn die Sehnsucht nach neuen sportlichen Erfolgen, aber auch der Wunsch für nachhaltigere Arbeit ist groß. Die Adler scheinen auf dem richtigen Kurs.

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