Judo

Die Neulinge meistern ihre erste Hürde

Freude nach der Gürtelprüfung: Sven Helbing (l.) gratuliert den neuen Trägern des 8. Kyu.

Freude nach der Gürtelprüfung: Sven Helbing (l.) gratuliert den neuen Trägern des 8. Kyu.

Foto: JCB / Fremdbild

Bottrop.  Das Projektformat „Starke Kinder“ der Stadt Bottrop und des JC 66 wird fortgesetzt. Talente legen schon die ersten Prüfungen ab.

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Das von der Stadt Bottrop und der Emscher Lippe Energie unterstützte Projekt „Starke Kinder“, in dem sich besonders körperlich schwerere Grundschüler aus Bottrop in der Sportart Judo ausprobieren dürfen, findet momentan bereits in der zweiten Runde statt. Und die Erfolge können sich sehen lassen.

Noch bis zu den Herbstferien 2019 werden hier neben den obligatorischen Judowerten das Fallen, das Werfen und das Halten am Boden erlernt. Einige der Projektkinder konnten ihre Leistungsfortschritte nun bereits bei ihrer ersten Gürtelprüfung nachweisen. Yaren Istek, Selena Kök, Charlotte Oelerich, Mahsuri Russ und Louis Parusel erfüllten die Anforderungen mit Bravur und dürfen sich ab sofort Träger des 8. Kyu, des weiß-gelben Gürtels, nennen.

„Man ist immer sehr stolz auf die kleinen Kämpfer. Sie trauen sich schon vieles zu, passen aufeinander auf und haben schon viel gelernt. Schön, dass wir dieses Projekt ins Leben gerufen haben. Gerade die schwereren Kinder sind im Judo sehr gut aufgehoben und haben dort ein hohes Ansehen. Das ist einerseits traditionell bedingt, da in Japan oft Körperfülle mit Kraft und Ansehen verbunden ist und andererseits liegt es auf der Hand, dass diese Kinder meist am schwersten zu besiegen sind, da sie einen festen Stand und viel Kraft besitzen“, erläutert Projekttrainer Sven Helbing die Hintergründe des speziellen Judounterrichtes.

Schwarz und Tretbar tragen bereits den Gelbgurt

Dass dieser sich nicht ausschließlich auf das halbe Jahr Projekttraining beschränken muss, bewiesen bei der Gürtelprüfung auch Nico Schwarz und Neo Tretbar. Die jungen Nachwuchssportler nahmen am ersten Projektunterricht 2018/2019 teil und legten nun bereits ihre zweite Prüfung zum gelben Gürtel ab. Philip Kolonko, der ebenfalls aus dem ersten Durchgang dabeigeblieben ist, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

„Schön, dass so viele Kinder mit dem Judo weitermachen. Es scheint ihnen Spaß zu bereiten und wir haben einiges richtig gemacht. Immerhin sind sieben von elf Kämpfern dabeigeblieben. Ich hoffe, dass wir diese Quote im zweiten Durchgang mindestens beibehalten können. Wenn wir es schaffen, das Projekt in den Schulen noch bekannter zu machen und es in die Öffentlichkeit zu tragen, dann kann die Judomatte auch noch richtig voll werden. Die Testphase ist nun bald vorüber und der Sport- und Bäderbetrieb Bottrop wird zusammen mit uns vom JC 66 die Anstrengungen intensivieren“, sagt Helbing.

Nun stehen erst einmal die wohl verdienten Ferien auf dem Plan und danach werden fünf aktuelle Projektkinder mit ihrem neune weiß-gelben Gürtel auf der Tatami glänzen und die anderen motivieren können.

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