Golf

Die jungen Wilden erobern den GC Schwarze Heide

Felix Jokiel gehört zu den Youngstern, die den Sprung aus der Jugend- in die Clubmannschaft geschafft haben.

Felix Jokiel gehört zu den Youngstern, die den Sprung aus der Jugend- in die Clubmannschaft geschafft haben.

Foto: Felix Hoffmann

Kirchhellen.   Der Durchschnittsgolfer ist 50 Jahre und älter. Der GC Schwarze Heide Kirchhellen entdeckt die Youngster für sich und ist damit erfolgreich.

Zwei Drittel aller Golfer in Deutschland sind älter als 50, nur jeder Zehnte 22 und jünger. Beim GC Schwarze Heide bündeln sich jetzt immer mehr Kräfte, um die clubinterne Alterspyramide umzustoßen. Zahlreiche Aktionstage, Turniere und Trainingsangebote locken Kinder und Jugendliche auf die Golfanlage, die jüngsten unter ihnen sind noch im Grundschulalter.

Wolfgang Jokiel wirkt ein wenig abgehetzt, als er am Abend im Clubhaus auftaucht. Der 50-Jährige hat den Tag über gearbeitet und im Anschluss einen Termin am Heinrich Heine-Gymnasium wahrgenommen. Dort hat er den Sportlehrern 500 Flyer für das “Sommer Special 2019” in die Hände gedrückt und sie für das anstehende Event gebrieft. Jetzt am Abend stehen noch Gespräche mit Vorstandskollegen an. Die Aktion soll ein Erfolg werden. Der Jugendwart des GC Schwarze Heide ist überzeugt, dass die Kooperation mit der Schule Früchte tragen wird.

Während der Sommerferien wird der Club jeden Donnerstag Anlaufstelle für die zehn- bis 15-jährigen Schüler des Gymnasiums sein. Dank eines Sponsoren werden Gelegenheit erhalten, den Golfsport kennen zu lernen. Dabei wird ihnen nicht nur durch den Vereins-Professional Frank Jansen das kleine Einmaleins des Golfsports vermittelt. “Das wird kein liebloser Schnupperkurs“, sagt Jokiel „die Jungen und Mädchen lernen die komplette Golfanlage kennen, sie werden im Clubhaus essen und trinken, sie machen Bekanntschaft mit dem Vorstand, den Mitgliedern, den Greenkeepern und unserem Vereinsleben. Sie sind hier willkommen und das sollen sie auch vom ersten Moment an spüren.”

Die Talente lernen schnell und zahlen mit Leistung zurück

Der GC Schwarze Heide hat Jokiel mit dem Auftrag ausgestattet, die Nachwuchsarbeit im Verein aktiv anzukurbeln. Und an Ideen mangelt es dem Projekt-Manager nicht. Die Aktionen rund um die Vereinsjugend sind vielfältig und nehmen weiter zu. Im Verein spielen zwei Jugendmannschaften, die “Erste” hat bereits 2017 den Aufstieg in die Landesliga geschafft, blickt jetzt sogar Richtung Regionalliga. Die Talente lernen schnell und entwickeln enormes Potenzial. Viele verstärken mittlerweile die Herren- und Damen-Clubmannschaft des GC Schwarze Heide. Zu ihnen zählt auch Jokiel-Junior: Felix ist einer von sechs spielstarken Youngstern der aktuellen Clubmannschaften.

„Die Nachwuchs- und Jugendarbeit ist eine Herzensangelegenheit und eine Investition mit Zukunft”, sagt Kirchhellens Clubpräsident Hartwig Keidel. Die Arbeit konzentriert sich im Verein aber schon längst nicht mehr nur auf die Jugendmannschaften. Erst vor wenigen Wochen wurde die Premiere des Oster-Trainingscamps gefeiert, schon traditionell ist dagegen das große Sommercamp.

Vor wenigen Tagen wurde in der Schwarzen Heide das Turnier „Von der Jugend, für die Jugend” ausgetragen. Erwachsene und Jugendliche trafen sich zum gemeinsamen Spiel, eine halbe Runde vorgabewirksam, die andere mit kreativen und launigen Spielformen. „Das war ein riesiger Erfolg”, sagt Jokiel. Die schon seit Jahren bestehenden Kooperationen mit umliegenden Grundschulen, der Egon Bremer-Cup und der Einsatz von Golfpaten, die den Jugendlichen den Einstieg ins Golfspiel erleichtern, komplettieren das Jugendkonzept. “Viele weitere Vorhaben sind in Planung”, verrät Wolfgang Jokiel.

Der Golfclub als familiärer Treffpunkt

Bei der Umsetzung aller Aktionen geht es den Verantwortlichen nicht allein um den Golfsport. Neben dem qualifizierten und intensiven Training sind Spiel und Spaß immer ganz wesentliche Programmpunkte. Die Jugendlichen kommen zusammen, bilden eine Gemeinschaft und begreifen den Golfclub zunehmend als einen familiären Treffpunkt. Jokiel erklärt: „Ziel unserer Arbeit ist es, die Jugend im Verein sichtbarer zu machen. Sie ist ein ganz wichtiger Teil unserer tollen Gemeinschaft.”

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