Tag der Amateure

Der SV Vonderort macht Fortschritte

Oberhausen.  Der SV Vonderort zeigt beim Tabellendritten TB Oberhausen eine gute Leistung und geht trotz 2:6-Niederlage erhobenen Hauptes vom Feld.

Die Kicker des SV Vonderort sind noch nicht so weit. Der C-Kreisligist kassierte am Sonntag seine siebte Niederlage im achten Saisonspiel, bewies beim Tabellendritten TB Oberhausen jedoch eine ansteigende Formkurve.

Trainer Peter Arndt wertete die 2:6-Niederlage als Beleg für die Fortschritte der letzten Wochen: „Für den schönsten Spielzug des Spiels war meine Mannschaft verantwortlich. Meine Jungs haben wieder alles gegeben. Und mit ein wenig Glück wäre heute für uns ein Punkt möglich gewesen.“ Damit lag Vonderorts Coach nicht ganz falsch, zumal seine Mannschaft fünf der sechs Gegentreffer im Anschluss an Standardsituationen kassiert hatte, zwei davon fielen gar vom Elfmeterpunkt. Obendrein wucherten die Bottroper mit ihren Torchancen, nach 90 Minuten hätte es auch 6:6 stehen können.

Kurt döste nach 45 Minuten hinter der Bande im Gras. Der erst zwölf Wochen alte Vierbeiner von Markus Ochmann konnte sich für das Spiel der beiden Mannschaften nicht so recht begeistern, zog dem Kick ein Nickerchen unter Oberhausens Spätsommersonne vor.

Spannend, aber nichts für schwache Nerven

Ochmann dagegen verfolgte das Spiel durchaus aufmerksam. Auch Vonderorts Vorsitzender sieht, das unter der Regie von Peter Arndt etwas heranwächst und der geplante Neuaufbau der ersten Mannschaft Fortschritte macht. Diese Entwicklung ist spannend, allerdings auch nichts für schwache Nerven: Noch schleichen sich Unmengen haarsträubender Fehler ins Spiel und machen den läuferischen und kämpferischen Aufwand viel zu schnell zunichte. Das war auch am Sonntag so.

Optisch zunächst kein Unterschied zwischen Favorit und Außenseiter

Auf dem Papier gab es einen Favoriten und einen Außenseiter, doch der Unterschied von zehn Tabellenplätzen ließ sich zunächst nicht ausmachen. Die Vonderorter kombinierten gefällig, hielten sich an die Vorgaben ihres Trainers, immer möglichst einfache Lösungen für Spielsituationen zu suchen und entwickelten früh den Mut, eigene Offensivakzente zu setzen. Den ersten Dämpfer erhielten die Vonderorter nach elf Minuten. Oberhausen erzielte im Anschluss an einen Einwurf das 1:0. Im direkten Gegenzug verpassten die Bottroper den Ausgleich. Der stramme Schuss von Dennis Sengün verfehlte das Ziel knapp.

Was Vonderorts Spiel noch fehlt, ist die Konsequenz und die Aufmerksamkeit bei Standards. Das wurde auch beim zweiten Oberhausener Treffer in der 25. Minute deutlich. Der Turnerbund kam durch einen falschen Einwurf in Ballbesitz und machte das Spiel dann ganz schnell. An der Seitenlinie biss sich Trainer Arndt auf die Lippen: „Da sind die Jungs noch zu grün hinter den Ohren.“ Nach 40 Minuten und dem 3:0 im Anschluss an einen Eckball schien Vonderorts Gegenwehr kurz einzubrechen, doch in der 44. Minute gelang der verdiente Anschlusstreffer zum 1:3. Bezeichnend: Torschütze Dominik Jackes konnte seinen Treffer nicht einmal gebührend feiern. Jackes krümmte sich vor Schmerz am Boden, der Torhüter war ihm auf den Arm gestiegen.

In einer emotionalen Halbzeitansprache peitschte Arndt seine Jungs noch einmal nach vorn. Eine Wende konnten die Vonderorter dem Spiel aber nicht mehr geben. Das lag unter anderem an zwei Gegentreffern vom Elfmeterpunkt. Ein unnötiges Foul und ein unglückliches Handspiel im Strafraum sorgten für die Vorentscheidung. Immerhin gelang noch ein zweiter Treffer. Dennis Sengün vollendete aus kurzer Distanz nach Vorlage von Dominik Jackes (74.). Vorangegangen war der vielleicht schönste Spielzug der kompletten 90 Minuten. Eine Bestätigung dafür, dass mit dem SV Vonderort in Zukunft wieder zu rechnen ist.

Tabelle: Kreisliga C1

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