Frauenfußball Landesliga

BW Fuhlenbrock überzeugt als Team

Auf dem Weg zur Führung: Nuria Malin Heinsen (l.) traf gegen den SV Haldern zur Führung, am Ende setzte sich BW Fuhlenbrock mit 3:1 durch und ließ den Abstiegskonkurrenten hinter sich.

Foto: Thomas Gödde

Auf dem Weg zur Führung: Nuria Malin Heinsen (l.) traf gegen den SV Haldern zur Führung, am Ende setzte sich BW Fuhlenbrock mit 3:1 durch und ließ den Abstiegskonkurrenten hinter sich. Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Elf von Mirsada Hoffmann-Kovac schlägt den SV Haldern mit 3:1 und verabschiedet sich wohl aus dem Abstiegskampf.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff schnappte sich Delia Ruckriegel ihre Sporttasche. Während ihre Teamkolleginnen das 3:1 gegen den SV Haldern bejubelten, rannte sie, so schnell sie konnte, von der Sportanlage Jacobi. Die „Ergänzungstorhüterin“ von BW Fuhlenbrock hatte sich bereit erklärt, auf der Bank Platz zu nehmen, obwohl sie im Anschluss an die Begegnung zur Arbeit musste. Für ihre Trainerin Mirsada Hoffmann-Kovac ist dieses vorbildliche Verhalten der Spielerin charakteristisch für die Mannschaft, die sich am Sonntag wohl aus dem Abstiegskampf verabschiedete.

„Pia Canibol hatte mir morgens wegen Krankheit absagen müssen. Also habe ich Delia gefragt, ob sie sich für den Fall der Fälle umziehen würde und sie hat mir ohne zu zögern zugesagt. Auch Sina Treske hatte volles Verständnis, dass ich sie nur für ein paar Minuten eingewechselt habe. Die Mädels haben eine tolle Moral“, erklärte Hoffmann-Kovac stolz.

Insgesamt acht Ausfälle hatten die Blau-Weißen zu verkraften. So spielte der Neuzugang vom RSV Glück-Auf Klosterhardt, der seine Mannschaft in der Niederrheinliga zurückgezogen hatte, von Beginn an. Hoffmann-Kovac attestierte Vanessa Szymiczek ebenso eine gute Premiere wie der später eingewechselten Victoria Dyck (ebenfalls von Klosterhardt) – und dem Team einen vor allem kämpferisch hervorragenden Auftritt. Gegen das stark aufspielende Haldern gingen alle an ihre Leistungsgrenzen.

Die Fuhlenbrockerinnen erwischten einen guten Start in die Partie. Bereits nach neun Minuten startete Sandra Bio Anders einen Angriff über links und passte in die Mitte zu Nuria Malin Heinsen, die bei ihrem Abschluss der Gästekeeperin keine Chance ließ. Mit diesem Stand ging es in die Halbzeit, in der Hoffmann-Kovac ihre Spielerinnen aufforderte, die Ruhe zu bewahren. „Uns war wichtig, in den ersten Minuten der zweiten Hälfte kein Tor zu fangen.“

Dies glückte sogar besser als erhofft: Fuhlenbrock stand hinten sicher und war vor dem gegnerischen Tor noch einmal erfolgreich (59.). Eine Halderner Spielerin hielt Bio Anders kurz vor der Strafraumgrenze fest, Schiedsrichter Sahap Mavruk zögerte nicht und zeigte für diese Notbremse die Rote Karte. Kathrin Szostak setzte den fälligen Freistoß unhaltbar in den „Knick“. In der Folge war Haldern allerdings die Unterzahl nicht anzumerken, der Gast zeigte Moral und erzielte den Anschluss (70.).

Für Fuhlenbrock ergaben sich Freiräume und sie erspielten sich sehr gute Chancen durch Konter. Aber selbst in den aussichtsreichsten Situationen ließen sie es an Durchschlagskraft vermissen, vor allem Bio Anders vergab. Vor dem 3:1 scheiterte die Offensive erst an der Torfrau, brachte dann den Ball zu Heinsen. Deren Schuss wurde durch eine Abwehrspielerin Halderns von der Linie gekratzt. Elena Görtz konnte dann aber noch zum Endstand abstauben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik