Revierderby

Bottroper Fußballer sind verärgert über Revierderby-Termin

So allein gelassen wie Borussia Dortmunds Gonzalo Castro nach dem Schalker Ausgleich zum 4:4 fühlen sich auch die Amateurfußballer, Bottrops Funktionäre setzen sich jetzt zur Wehr.

Foto: Mario Hommes

So allein gelassen wie Borussia Dortmunds Gonzalo Castro nach dem Schalker Ausgleich zum 4:4 fühlen sich auch die Amateurfußballer, Bottrops Funktionäre setzen sich jetzt zur Wehr. Foto: Mario Hommes

Bottrop.   Die Sparte Fußball des Sportbundes Bottrop veröffentlicht ein Positionspapier zur Ansetzung des Revierderbys Schalke 04 gegen Borussia Dortmund.

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Quer durchs Ruhrgebiet sorgt die Ansetzung des Bundesligaderbys zwischen Schalke und Dortmund am Sonntagnachmittag, 15. April, für Unverständnis. Die Sparte Fußball des Sportbundes Bottrop reagierte auf ihrer Sitzung am vergangenen Freitag ebenfalls, die Funktionäre um Uwe Dahl und Kirchhellens Vorsitzenden Georg Garz veröffentlichten im Anschluss ein Positionspapier. Der Tenor von „Unsere Amateure, echte Verlierer“: die Forderung nach einem sensibleren Umgang der Profis mit ihrer Basis.

Das Positionspapier der Sparte Fußball im Wortlaut:

„Die Anstoßzeiten im deutschen Profi-Fußball geraten in die öffentliche Kritik. Von Freitag bis Montag gibt es inzwischen neun verschiedene Spieltermine. Dem Amateurfußball gehen vor allem durch das Sonntagsspiel der Bundesliga um 15:30 Uhr Zuschauer, Einnahmen und das Vereinsleben verloren.

Die Sparte Fußball im Bottroper Sportbund empfindet die jüngste Spielansetzung des Revierderbys FC Schalke 04 gegen Borussia Dortmund am Sonntag, 15. April, 15:30 Uhr, als Schlag ins Gesicht für den Amateurfußball. Viele Bottroper Spieler, Funktionäre und Zuschauer sind Dauerkartenbesitzer oder möchten das Spiel im Fernsehen verfolgen.

Am Ende zählen nur TV-Gelder und Werbeeinnahmen

Mögliche Spielverlegungen kosten Zeit und Trainingszeiten der Jugendmannschaften werden beschnitten oder fallen sogar aus. Das Vereinsleben im Bottroper Sport wird von vielen ehrenamtlich Tätigen getragen. Fallen diese für die Vereine lebenswichtigen Funktionsträger aus, verlieren die Vereine an Kultur und Charakter.

Der Bottroper Sport möchte deutlich machen, dass es nicht geht, dass die Spitze von DFB und DFL die gesellschaftspolitische Funktion des Sports hervorhebt, jedoch am Ende nur TV-Gelder und Werbeeinnahmen zählt. Wir fordern DFB, DFL und die Profivereine auf, zukünftig sensibler mit den Spielansetzungen umzugehen.“

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