Jugendfussball

Bottrops Beste kämpfen gegen RW Oberhausen

Hängen noch eine Extra-Runde dran: Maximilian Löcker (l.) und die D-Jugend des VfB Kirchhellen fordern nach einer erfolgreichen Bezirksliga-Saison am Montag RW Oberhausen heraus.

Hängen noch eine Extra-Runde dran: Maximilian Löcker (l.) und die D-Jugend des VfB Kirchhellen fordern nach einer erfolgreichen Bezirksliga-Saison am Montag RW Oberhausen heraus.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Bottrop/Oberhausen.  Beim WAZ-Cup der Stadtmeister aus Bottrop und Oberhausen heißt der Bottroper Gegner dreifach RWO. C-Jugend-Finale fällt aus.

Am Pfingstmontag treffen sich die besten Bottroper und Oberhausener Jugendfußballer zum letzten Stelldichein der Saison im Blankenfeld. Gastgeber Rhenania Bottrop beschließt den Tag gegen die DJK Arminia Klosterhardt, die restlichen Oberhausener Teams tragen allesamt das Kleeblatt auf der Brust.

A-Jugend: Rhenania Bottrop – DJK Arminia Klosterhardt

Abschied und Neuanfang zugleich stehen am Montag ab 14.45 Uhr für die A-Junioren von Rhenania Bottrop auf dem Programm. Die Elf von Norbert Schäfer verabschiedet sich aus dem Jugendbereich, bleibt aber zusammen und startet ab Sommer das Abenteuer U23. Zuvor geht es gegen einen Niederrheinligisten.

Norbert Schäfer klingt am Telefon wehmütig, wenn er über seine A-Jugend spricht. Der Co-Trainer betreute in dieser Spielzeit die Nachwuchs-Rhenanen zusammen mit Pascal Ochmann und kommt zu dem Schluss: „Das ist ein klasse Haufen.“

Ein Team auf und neben dem Platz

Das Team sei zusammengewachsen und passe menschlich sehr gut zueinander, erklärt Schäfer weiter – und begleitet die U19 am Pfingstmontag in ihre letzten 90 Minuten im Juniorenbereich. Als Abschied möchte der Rhenane die Partie gegen Arminia Klosterhardt aber nicht verstanden wissen, denn als U23 geht es ab Sommer nahtlos bei den Senioren weiter – zusammen mit Schäfer auf der Bank und einem Großteil des aktuellen Teams auf dem Kunstrasen.

„Wir haben dieses Endspiel geschenkt bekommen und wollen den Tag nochmal genießen“, freut sich Norbert Schäfer. Ein Geschenk deshalb, weil als Finalteilnehmer eigentlich die A-Jugend des VfB Kirchhellen vorgesehen war. Doch die Jungs aus dem Bottroper Norden nehmen ab dem 16. Juni die Aufstiegs-Relegation zur Bezirksliga in Angriff und schonen ihre Kräfte.

Kräfte mobilisieren muss Rhenania am Montag nochmal ordentlich, sonst setzt es gegen Klosterhardt eine Klatsche. Die Oberhausener beendeten die Saison in der Niederrheinliga am Sonntag auf Platz drei und kamen auf 50 Zähler. Bottrop lief dagegen eine Klasse tiefer auf Rang fünf ein – und hat seit dem 18. Mai keine Partie mehr absolviert geschweige denn groß trainiert.

Neuer Lebensabschnitt für die U19 von Rhenania Bottrop

Alles nicht so wichtig, auf eigener Anlage vor heimischem Publikum möchten Schäfer und Co. einen gelungenen Abschluss feiern – von der Sommerpause auf den Kunstrasen und zurück. Oder wie es der Coach ausdrückt: „Das wird ein letztes Highlight. Für die Jungs beginnt danach ein neuer Lebensabschnitt.“ Vielleicht endet der alte mit einer großen Überraschung.

B-Jugend: RW Oberhausen – Fortuna Bottrop

Bei Fortuna Bottrop befand sich in der Rückrunde vieles im Fluss – so auch in der U17. Trotz Trainerwechseln spielte Rot-Weiß eine respektable Rückrunde in der Kreisliga A und setzte sich die Stadtmeister-Krone auf. In den letzten 80 Minuten wartet am Montag ab 13 Uhr RW Oberhausen.

Julian Banko und Fabian Pella führten die Rheinbaben-Kicker in den letzten Monaten, ihre Mission bei der U17 ist inzwischen erfüllt. An Pfingsten übernehmen der neue Trainer Max Allermann und Fortunas 2. Geschäftsführer Rafael Brenci das Team. Wem das Duo dann auf der anderen Seite gegenüber steht, kann Brenci noch nicht sagen. Oberhausens U17 beendete die Niederrheinliga-Saison auf Platz vier, die U16 kickte dagegen zusammen mit Bottrop in der Kreisliga A.

Durchwachsene Erfahrungen mit der U16 von RW Oberhausen

„Die U16 ist mir lieber. Da brauchen wir zwar auch einen sehr guten Tag, können aber länger auf Augenhöhe spielen und das Ganze unterhaltsam gestalten“, erklärt Rafael Brenci. Gute Erfahrung machte Fortuna mit den Kleeblättern 2019 nur bedingt: Im Hinspiel erkämpfte sich Fortuna immerhin ein 1:1 im Jugendleistungszentrum, während das Rückspiel mit 0:9 deutlich an den Favoriten ging.

D-Jugend: RW Oberhausen gegen VfB Kirchhellen

Zusammen mit der C-Jugend des VfB Bottrop stellte der VfB Kirchhellen in dieser Saison das klassenhöchste heimische Jugendteam – die U13 schaffte in der Bezirksliga souverän den Klassenerhalt. Jetzt wartet gegen RW Oberhausen das I-Tüpfelchen, die Blau-Weißen wollen ihrem scheidenden Trainer das passende Abschiedsgeschenk bereiten.

Im Gegensatz zu den restlichen Bottroper Mannschaften ist Kirchhellens D-Jugend noch auf Temperatur, wenn es am Montag ins abschließende Highlight der Spielzeit geht. Vergangenes Wochenende kickte Blau-Weiß letztmalig um Punkte und beendete die Premiere in der Bezirksliga mit einem 1:2 gegen die DJK TuS Hordel. „Die Motivation war nicht mehr ganz so hoch, der letzte Pep hat gefehlt“, sagt Trainer Peter Knipping im Rückblick – macht seinen Jungs aber keinen großen Vorwurf.

Gegen den Trend des Fahrstuhl-Teams

Denn am Ende stehen 23 Punkte und der sichere Klassenerhalt – das ausgegebene Ziel für den Aufsteiger. „Endlich gehen wir mal nicht sofort wieder runter“, kommentiert Knipping mit einem Lachen. Vor allem in der ersten Saisonhälfte überzeugte Blau-Weiß und zeigte sich auf Anhieb konkurrenzfähig. Von zwölf Zählern Vorsprung auf die Keller-Konkurrenz zehrte Kirchhellen 2019 und schaffte es so über die Ziellinie.

Dazu schnappte sich das Team um Leistungsträger Maxi Löcker den Stadtmeister-Titel (1:0 gegen den VfB Bottrop), was den VfB am Montag ins Blankenfeld führt – und zu RW Oberhausen. Die Vorfreude ist groß. „Die Jungs haben richtig Bock. Für sie ist RWO eine große Nummer“, fasst Peter Knipping die Stimmung zusammen, die in seiner Mannschaft aktuell herrscht.

Leistungstechnisch dürften die beiden Kontrahenten nicht allzu weit auseinander liegen. Zwar spielen die Kleeblätter im Nachwuchs-Cup sonst gegen die versammelte Bundesliga-Prominenz von NRW, kassierten dort in 21 Partien aber schon satte 15 Niederlagen. Der Coach des Underdog: „Ich bin richtig gespannt.“

Neues Projekt für Peter Knipping

Für Peter Knipping selbst sind es derweil die letzten 60 Minuten mit seiner U13. Kommende Saison übernimmt er zusammen mit Jens Stolte das Projekt U15-Spielgemeinschaft, das Kirchhellen zusammen mit Grafenwald auf denn Weg brachte. Danach soll Schluss sein. „Ich habe jetzt zehn Jahre die D-Jugend trainiert. Ein Jahr noch, dann mache ich Pause“, erklärt der Trainer.

Es bleibt Zeit für ein Fazit. „Wir haben das Saisonziel erreicht und die Erwartungen erfüllt“, bilanziert Peter Knipping – und hofft auf eine Zugabe am Pfingstmontag.

E-Jugend: VfB Kirchhellen – RW Oberhausen

„Wir als Dorfverein verfügen längst nicht über die Möglichkeiten, aber wir wollen und werden nicht untergehen,“ schickt Dennis Prien eine Kampfansage in Richtung Oberhausen. Der Kirchhellener Trainer eröffnet mit seiner E-Jugend am Pfingstmontag um 10 Uhr den WAZ-Cup – und fordert als erstes Team das Nachwuchs-Leistungszentrum von RWO heraus.

Während das Kirchhellener Einzugsgebiet für Jugendfußballer kaum über die Bottroper Grenzen hinaus reicht, scoutet der Traditionsverein aus dem Niederrhein-Stadion NRW-weit nach den Stars von morgen. Eine andere Kragenweite sind auch die Gegner der Rot-Weißen, bei RWO heißt es Schalke und Leverkusen statt Rotthausen und Rentfort.

Über kurze Spielzeit in Reichweite

Was aber nicht heißt, dass der VfB chancenlos in das Duell der Stadtmeister geht. „Bei Turnieren mit zehn Minuten Spielzeit sind wir immer für eine Überraschung gut und haben Teams wie Oberhausen auch schon geschlagen“, weiß Dennis Prien, der dennoch von seinen Kirchhellener Jungs als krasser Außenseiter spricht.

In der abgelaufenen Rückrunde überzeugten die Kirchhellener mit fast makelloser Bilanz, in acht Partien standen sieben Erfolge und ein Remis in der Bilanz. Den Oberhausenern steht also viel Arbeit bevor, wenn der Titel als bestes Team des Kreises gen Gasometer wandern soll – ebenso wie den Blau-Weißen, die sich schon für die kommende Bezirksliga-Saison unter Coach Prien als U13 einspielen.

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