Fußball Bezirksliga

Bezirksliga: Hammergruppe für Fortuna, VfB und FC 19 Bottrop

Als er die Gegner gesehen hat, musste er erstmal schlucken: VfB-Bottrop-Trainer Patrick Wojwod hält die neue Bezirksliga-Gruppe für fast landesligatauglich.

Als er die Gegner gesehen hat, musste er erstmal schlucken: VfB-Bottrop-Trainer Patrick Wojwod hält die neue Bezirksliga-Gruppe für fast landesligatauglich.

Foto: Michael Korte

Seit Dienstag ist die Staffeleinteilung der Niederrhein-Bezirksliga da – die drei Klubs aus Bottrop hätten sich andere Gegner gewünscht.

„Puh“, sagt Patrick Wojwod erstmal, und „eieiei.“ Das müsse er erstmal für sich persönlich verarbeiten. Die Staffeleinteilung der Bezirksligen im Fußballverein Niederrhein wurde am Dienstagmorgen veröffentlicht – und der VfB und Fortuna Bottrop sowie Aufsteiger FC 19 treffen auf ganz andere Gegner als im Vorjahr. Wenn es nach Wojwod geht, wird es nicht leichter. Und Mevlüt Ata, der sportliche Leiter von Bezirksliga-Aufsteiger FC 19 Bottrop (ehemals Barisspor) meint kurz: „Das ist eine Hammergruppe.“

Statt wie bislang gegen Gegner aus Duisburg und vom westlichen Niederrhein, geht es in der kommenden Saison zwar immer noch nach Oberhausen, vor allem aber immer wieder nach Essen.

Wojwod: „Gruppe hat fast Landesliga-Qualität“

„Da können wir uns nicht drüber freuen“, sagt VfB-Trainer Wojwod. „Nicht nur, dass wir Auswärtsspiele um 11 Uhr bestreiten müssen. Die Gruppe ist deutlich stärker besetzt. Ich kenne ja einige Trainer in der Gruppe und wir wissen, was die anderen ungefähr für finanzielle Möglichkeiten haben.“ Sein Fazit: „Diese Gruppe hat auf jeden Fall fast Landesliga-Qualität und ist deutlich stärker als die Duisburger, da brauchen wir gar nicht drüber sprechen.“

Umso neugieriger ist Wojwod jetzt auf den Spielplan. „Ich hoffe, das Startprogramm wird so, dass sich die Mannschaft in den ersten Spielen finden kann – die ist ja noch sehr jung und neu zusammengestellt. Es wird auf jeden Fall spannend und wir freuen uns auf guten Fußball.“

Stempel wäre lieber Richtung Bocholt gefahren

Fortuna-Trainer Sebastian Stempel ist aus anderen Gründen nicht begeistert: „Ich fahre lieber Richtung Bocholt, da sind die Anlagen deutlich schöner. Und in Essen wartet auch mindestens ein Aschenplatz auf uns.“ Abgesehen davon tut er sich schwer, die Gruppe einzuschätzen.

„Allgemein heißt es, die Essener Gruppe sei stärker. Wenn man auf die Platzierungen der vergangenen Saison schaut, dann haben die alle nicht oben mitgespielt. Aber warten wir erstmal ab, wie sich die anderen verstärkt haben – da muss man ja nur bei uns im Kreis zum VfB Bottrop und SC 20 Oberhausen gucken.“ Stempel hat Recht: Aus der Gruppe 6 des vergangenen Jahres sind Mintard und Steele aufgestiegen, der MSV 07 und MFC 97 aus Mülheim als Dritter und Fünfter sind jetzt in der Duisburger Gruppe.

Drei Absteiger treffen auf drei Aufsteiger

Überhaupt ist die Mischung interessant: Sechs Mannschaften aus Essen spielten vergangene Saison schon gegeneinander, sechs aus Oberhausen und Bottrop wechseln aus Gruppe 4 in die Gruppe 6. Dazu kommen mit Königshardt, Klosterhardt und Blau-Gelb Überruhr gleich drei Absteiger aus der Landesliga. Und drei Aufsteiger: Die Sportfreunde Katernberg, den SC Werden-Heidhausen – und den FC 19 Bottrop.

Für Letzteren hat sich nicht viel geändert: „Unser Wunsch wäre die Bocholter Gruppe gewesen, diese hier ist stärker“, meint der sportliche Leiter Mevlüt Ata, „aber wir müssen es nehmen, wie es kommt. Wir spielen sowieso gegen den Abstieg, egal in welcher Gruppe.“

Das ist die Staffel 6 in der Saison 2019/20

Blau-Gelb Überruhr, DJK SF Katernberg, SC Werden-Heidhausen, Vogelheimer SV, SC Frintrop, SC Phoenix Essen, DJK Adler Frintrop, TuS Essen-West, TuSEM Essen, BW Oberhausen, VfB Bottrop, SC 1920 Oberhausen, SpVgg Sterkrade 06/07, SV Adler Osterfeld, SV Fortuna Bottrop, SF Königshardt, Barisspor Bottrop, Arminia Klosterhardt.

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