Judo

Bastian Sauerwald verblüfft die Konkurrenz

Bastian Sauerwald räumte beim Sichtungsturnier ab. Neben dem Sieg holte  sich der Bottroper auch den Technikerpreis.

Foto: JCB

Bastian Sauerwald räumte beim Sichtungsturnier ab. Neben dem Sieg holte sich der Bottroper auch den Technikerpreis. Foto: JCB

Bottrop.   U16-Talent des JC 66 Bottrop gewinnt das Bundessichtungsturnier in Duisburg und setzt sich gegen 350 Konkurrenten auch im Technikerpreis durch.

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Für die Jungpiraten des JC 66 Bottrop standen am Samstag international besetzte Bundesssichtungsturniere auf dem Programm. Während die U16-Mädchen in der Dieter-Renz-Halle Heimvorteil genossen, mussten die U16-Jungs in Duisburg antreten. Alle deutschen Landesverbände hatten ihre besten Vertreter geschickt. Für den JC 66 gab es viele positive Überraschungen, insbesondere den zweiten Platz von Lilly Büssemeyer. Doch hervor stach Bastian Sauerwald, der nicht nur den Titel holte, sondern auch den Technikerpreis unter 350 Jungen gewann.

Seit dem letzten Jahr ist beim JC 66 Bottrop eine ganze Menge passiert. Und die Intensivierung der Jugendarbeit trägt Früchte: Im letzten Jahr blieben die Bottroper bei den Bundessichtungsturnieren noch ohne Platzierungen, diesmal sah es ganz anders aus.

Nationalteams aus England und Slowenien am Start

Zum Teilnehmerfeld gehörten unter anderem die Nationalmannschaften aus England und Slowenien. Nehle Wakup (44kg) startete mit einem Sieg, aber schon im ersten Kampf wurde deutlich, dass etwas nicht stimmte. In ihrem zweiten Kampf bekam die krankheitsgeschwächte Bottroperin mit der Engländerin Jenman ein zu großes Kaliber vorgesetzt und unterlag. In der Trostrunde gelangen ihr drei überzeugende Siege. Doch gegen Jetter aus Baden-Württemberg machte sich die fehlende Energie bemerkbar. In der Verlängerung musste Nehle eine Niederlage einstecken und belegte damit den siebten Platz.

Sophie Vrchoticky kämpfte nach vielen Erfolgen in der unteren Gewichtsklasse erstmals in der Klasse bis 48 kg. Ihr Einsatz war an diesem Tag sehr kurz. „Sophie fehlt noch ein wenig Muskelmasse, um sich in dieser neuen Gewichtsklasse zu behaupten, aber das ist nur eine Frage der Zeit“, kommentierte Trainerin Hannah Karrasch das Abschneiden.

Lilly Büssemeyer (-52kg) erwischte nicht den besten Start ins Turnier. Doch die junge Bottroperin steigerte sich von Kampf zu Kampf und demonstrierte dabei viel Klasse. Im Halbfinale und im Finale kamen ihre Gegnerinnen aus England. Im Finale ging sie zunächst in Führung und ihr Wurf hätte durchaus mit Ippon bewertet werden können. Doch dann ließ sie etwas nach und gab der Engländerin zu häufig das Kommando. Letztendlich musste Lilly eine Niederlage hinnehmen, die immerhin mit dem zweiten Platz unter 42 Teilnehmerinnen versüßt wurde. Trainer Wolfgang Amoussou war hochzufrieden: „Lilly hat heute alle verblüfft. Sie hätte das Turnier sogar gewinnen können. Was heute passiert ist, ist aber keine wirkliche Überraschung: Lilly ist so stark. In der U15 hat sie sich bundesweit bei der Konkurrenz Respekt verschafft. Lilly hat noch sehr viel mehr Entwicklungspotenzial.“ Trainerin Hannah Karrasch fügte hinzu: „Außerdem gehört sie noch zum Jungjahrgang der U16.“

Erfolge konnten die Bottroper auch mit ihren Jungs in Duisburg feiern. Florian Böcker startete gut ins Turnier und musste sich erst im Viertelfinale geschlagen geben. In der Trostrunde gelang ihm ein vorzeitiger Sieg gegen den amtierenden deutschen U18-Vizemeister Tyron Dassow. Den Kampf um Platz drei verlor er knapp und verpasste somit knapp die Medaille. Trainer Sven König war dennoch zufrieden: „Florian hat sich stark präsentiert und mit seinem Sieg Dassow gezeigt, was in ihm steckt.“

Bastian Sauerwald (66kg) gilt schon lange als großes Talent und konnte in der Vergangenheit schon einige Erfolge feiern. Sein Trainingsfleiß zahlte sich auch diesmal aus. Er holte sich in Duisburg verdient den Turniersieg. Überraschend war jedoch, in welcher Art und Weise er der starken Konkurrenz seinen Stempel aufsetzte. Sauerwald beendete sämtliche Kämpfe vorzeitig, für das Halbfinale benötigte er gerade einmal neun Sekunden. Außerdem setzte er sich auch in der Sonderwertung gegen alle 350 männlichen Teilnehmern durch und erhielt den Technikerpreis. Trainer Sven König war begeistert: „Auf diesem hohen Niveau war seine Leistung außergewöhnlich gut. Er konnte richtig aus der Masse herausstechen.“

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