Fussball Kreisliga A

Barisspor Bottrop steigt in die Bezirksliga auf

Mit der Sonne im Gesicht: Nach einem zwischenzeitlichen Gewitterschauer war rechtzeitig zum Abpfiff alles angerichtet – mit einem 3:0 über Dostlukspor Bottrop machte Barisspor Bottrop am Sonntag den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt.

Mit der Sonne im Gesicht: Nach einem zwischenzeitlichen Gewitterschauer war rechtzeitig zum Abpfiff alles angerichtet – mit einem 3:0 über Dostlukspor Bottrop machte Barisspor Bottrop am Sonntag den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt.

Foto: Andreas Hofmann

Bottrop.   Die Elf von Mustafa Botge schlägt Dostlukspor Bottrop mit 3:0 und spielt kommende Saison in der Bezirksliga. Samet Kanoglu ebnet den Weg.

Barisspor Bottrop spielt kommende Saison in der Bezirksliga. Die Mannschaft von Mustafa Botge verwandelte am Sonntag ohne Glanz ihren ersten Matchball zum Aufstieg und wies Dostlukspor Bottrop im Derby mit 3:0 in die Schranken. Gefeiert wurde danach auf Sparflamme.

Das lag zum einen an den letzten Szenen des Lokalduells, das 90 Minuten lang sportlich fair über die Bühne gegangen war – bis bei Enes Kodaman und Oktay Cin nochmal die Emotionen hochkochten. Es blieb bei einer verbalen Auseinandersetzung, die kurz darauf unter vier Augen beigelegt wurde.

Ramadan beeinträchtigt beide Mannschaften

Auch der Ramadan trug am Sonntag dazu bei, dass Barisspor nach Abpfiff nicht wie wild über den regengetränkten Rasen raste. „Die Jungs haben nichts gegessen und getrunken, da kannst du kein Vollgas erwarten. Wir haben heute gemacht, was wir machen mussten“, bilanzierte Tacettin Senyüz.

Der Spielplan meinte es gut mit dem Tabellenführer, denn auch Dostlukspor Bottrop hatte mit den Nebenwirkungen der Fastenzeit zu kämpfen. Dazu fehlte dem Team von Spielertrainer Can Uçar die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Kasten – und ein Torjäger mit dem Format eines Samet Kanoglu.

Saisontore 25 und 26 für Samet Kanoglu

Der 24-Jährige, der kommende Spielzeit bei Landesligist FSV Duisburg kickt, erwies sich im ersten Durchgang erneut als Mann mit dem richtigen Riecher. Seine Saisontreffer 25 und 26 entstanden allerdings mit freundlicher Mithilfe von Rot-Schwarz, beide Male sah Keeper Masoud Mohammad nicht gut aus.

In Minute 17 eilte der Torhüter für einen langen Ball aus seinem Kasten, was Kanoglu geschickt zur Umkurvung ausnutzte – die Führung gegen eine der besten Defensiven der Liga. Quasi mit dem Pausenpfiff stellte sich Mohammad erneut unglücklich an: Bei einem weiten Schlag ging der Bottroper schon an der Sechzehnmeter-Grenze in den Zweikampf, verlor eben jenen und musste Barisspors Torkanone zusehen, wie dieser nach kurzem Sprint einschob.

Weitere Chancen für Barisspor Bottrop

Ob mit oder ohne Hilfe: Das beruhigende 2:0 für Barisspor zur Pause ging allemal in Ordnung, denn der Favorit ließ weitere gute Möglichkeiten liegen. Der auffällige Hakan Dönmez scheiterte per Kopf an der Latte (11.) und schoß über das Tor, nachdem Marvin Höner einen scharfen Distanzschuss abgegeben hatte (30.). Dazu bekam Harun Al die Kugel nach einer Ecke nicht entscheidend genug gedrückt.

Dostlukspor tauchte auf der anderen Seite zweifach gefährlich vor Mustafa Botge im Tor des Spitzenreiters auf. Amanuel Haile traf den Seitfallzieher nicht voll (28.), bei Samet Güldüs Versuch (39.) dagegen rettete der Spielertrainer mit einem starken Fußreflex. Es blieb bei den Annäherungen für den Rest der Spielzeit, denn für die rot-schwarze Spielzeit gilt: So gut die Defensive steht, so schwach ist Dostlukspors Abteilung Attacke (45 Tore sind der drittschlechteste Wert) unterwegs.

Harun Al setzt den 3:0-Schlusspunkt

Anders Barisspor: Dönmez verzweifelte auch noch ein zweites Mal am Aluminium (64.), während Kanoglu rechts vorbei köpfte und Merdan Senyüz in Masoud Mohammad seinen Meister fand. Erst in der Nachspielzeit zementierte der Aufsteiger seine Vormachtstellung mit dem 3:0 durch Harun Al.

Von einem sehr schönen Gefühl sprach Teamchef Tacettin Senyüz im Anschluss, das auch kommende Saison anhalten soll. Dafür braucht Barisspor einen neuen Torjäger und Verstärkung in der Defensive – es wartet also Arbeit.

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