Fußball Bezirksliga

4:2 für Fortuna Bottrop: So macht die Goldene Ananas Spaß

Geht er rein oder geht er nicht rein? Fortuna-Spieler Dominik Wenderdel (28) zieht hier im Spiel gegen den VfB Homberg II ab – auch wenn die Gegner nur noch hinterhergucken können, geht der Ball knapp für Bottrop knapp am Tor vorbei.

Geht er rein oder geht er nicht rein? Fortuna-Spieler Dominik Wenderdel (28) zieht hier im Spiel gegen den VfB Homberg II ab – auch wenn die Gegner nur noch hinterhergucken können, geht der Ball knapp für Bottrop knapp am Tor vorbei.

Foto: Michael Korte

Bottrop.   Zwischen SV Fortuna Bottrop und dem VfB Homberg II ging es am Donnerstag um nicht mehr viel. Langweilig war es aber nicht – ganz und gar nicht.

Lupenrein war der Erfolg des SV Fortuna gegen die Reserve des VfB Homberg zwar nicht, dennoch ging das 4:2 (3:2) für die Bottroper völlig in Ordnung. Für beide Mannschaften geht es in der Liga um nichts Entscheidendes mehr – bis auf den Anspruch, alle noch kommenden Kontrahenten so gut wie möglich zu ärgern und die Saison auf dem bestmöglichen Tabellenplatz zu beenden.

Dieses Ziel verfolgten an diesem Abend beide Teams und lieferten so die Zutaten für einen unterhaltsamen Fußballabend bei besten Bedingungen. Wenn Spiele um die berühmt-berüchtigte Ananas so ablaufen – bitte mehr davon!

Aufregendes Tempo – und zwei Tore in sieben Minuten

Die Gäste aus Duisburg setzten schon bei ihrem ersten Angriff einen Nadelstich. Der Ball strich am Tor des jungen Tristan Trögemann, der einmal mehr Stammtorhüter Danny Große-Beck vertrat, nur knapp vorbei.

Die Fortunen präsentierten umgehend die passende Antwort. Norman Hassenrück brachte den Freistoß von Kevin Wenderdel per Kopf im gegnerischen Tor unter (3.). Das Tempo blieb aufregend hoch.

Gino Pöschl setzte Dominik Wenderdel in Szene, der diesen Hochkaräter allerdings liegen ließ (5.). Nach einer Pöschl-Ecke durfte Fortunas Anhang seinen Jubel nachholen: Mit einem Kopfball erhöhte Marcel Leidgebel auf 2:0 (7.).

Homberg gleicht aus, Wenderdels Antwort vom Punkt

Falls die Homberger beeindruckt waren, ließen sie es sich nicht anmerken. In der 14. Minute schnappte Fortunas Abseitsfalle nicht zu und George Michael Wiedemann erzielte den Anschlusstreffer. Das Spiel hatte nun den Charakter eines offenen Schlagabtausches. Das nächste zählbare Ereignis gelang erneut Wiedemann, der sich nach einem schnellen Gegenangriff von keinem Fortunenspieler mehr stoppen ließ; Trögemann blieb wie beim ersten Gegentreffer keine Chance zur Abwehr (30.).

Der Schockmoment war schnell verdaut. Nach Wiederanpfiff wurde Pöschl im gegnerischen Strafraum gefoult und Kevin Wenderdel verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum 3:2. Das 4:2 hatte Pöschl selbst auf dem Fuß, doch Fortunas Zehner scheiterte nach sehenswertem Zuspiel von Cem Sakiz am Torwart. Auch nach dem Seitenwechsel fehlte Pöschl bei seinem Abschluss das Feintuning.

Leipskis 4:2 ist die Vorentscheidung

Sein Freistoß in der 47. Minute landete am Pfosten. Mehr Fortune hatte Lennart Leipski: Sein beherzter Distanzschuss wurde unhaltbar für Michel abgefälscht (54.).

Homberg investierte weiterhin einiges, doch das Team von Sebastian Stempel konservierte seinen Vorsprung trotz einiger unnötiger Wackler in der Defensive bis zum Abpfiff. Fortunas Trainerduo lobte im Anschluss die Mentalität ihrer Spieler.

Das war gut, dass wir nach dem 0:6 gegen Dingden hier gewonnen haben“, sagte Stempel.

Lob der Trainer für Kracke und Trögemann

Sein Co-Trainer Sascha Bialas ergänzte: „Und es war auch wichtig, dass wir nachdem dem 2:2 wieder zurückgekommen sind. So was kann schnell zur Kopfsache werden.“ Besondere Anerkennung zollten sie Benedikt Kracke, der sich von der Kapitänsbinde in keiner Weise belasten ließ. „Er hat die Mannschaft sehr gut geführt.“

Ein Extralob gab es auch für Youngster Trögemann, der beim Stande von 3:2 mit einer sehenswerten Parade den Ausgleich verhinderte. „Tristan ist ins kalte Wasser geworfen worden und macht das sehr gut“, sagte Stempel. Am Ostermontag hat Fortunas Coach ein Training angesetzt, am Mittwoch steht das Kreispokalhalbfinale bei Glück-Auf Sterkrade auf dem Programm.

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