Fußball

Wiemelhausens Serie reißt beim Spitzenreiter

Gianluca Silberbach.

Gianluca Silberbach.

Foto: Joachim Hänisch

Auch Hordel kehrt ohne Punkte nach Bochum zurück

TuS Sinsen -
Concordia Wiemelhausen 3:1 (3:1)

Wiemelhausen: Carpentier - Yerli (77. Pflanz), C. Schmidt, Strohmann, Leone - Gumpert, Wartala, Silberbach, Simsek (60. Franke) - Adinda (73. Costanzino), Kadiu

Tore: 1:0 (6.), 2:0 (12.), 3:0 (14.), 3:1 Silberbach (31.)

Nach sieben Spielen ohne Niederlage ist Wiemelhausens Serie bei Tabellenführer TuS Sinsen gerissen. „Es ist schade, denn es wäre möglich gewesen, zu punkten. Aber es hat nicht sein sollen, Sinsen ist eine Top-Mannschaft und völlig zu Recht Herbstmeister“, sagte Trainer Jürgen Heipertz, dessen Team Platz fünf an Erkenschwick abgeben muss.

Für die Wiemelhauser war die Partie eigentlich schon nach einer Viertelstunde gelaufen. Ein direkter Freistoß brachte die offensiv agierenden Gastgeber bereits in der sechsten Minute in Führung, kurz darauf folgten für die Concordia nach Unachtsamkeiten in der Abwehr die Gegentreffer zwei und drei.

Heipertz-Elf gibt sich nicht auf

„Bei den Gegentoren waren wir zu unsortiert und haben schlecht gestanden. Da haben sie uns mit ihren schnellen Stürmern regelrecht überlaufen“, haderte Heipertz. Die Wiemelhauser brauchten danach zwar eine Weile, um sich zu schütteln, schlugen aber noch vor der Halbzeit durch einen fulminanten Schuss von Gianluca Silberbach zurück.

Nach dem Seitenwechsel gaben die Concordia-Kicker nochmal alles, um die Partie zu drehen. Tatsächlich gelang es den Gästen, den Tabellenführer auf dem eigenen Platz gehörig unter Druck zu setzen. Ein Treffer fiel jedoch trotz bester Möglichkeiten nicht mehr. In der Schlussphase hatten Xhino Kadiu und Henning Wartala die besten Chancen, scheiterten aber knapp am gut aufgelegten Sinsener Torhüter Sven Jürgens.

„Wir haben uns trotz der Niederlage gut verkauft“, befand Heipertz, der mit der Schiedsrichterleistung hingegen weniger zufrieden war: „Der Freistoß vor dem 0:1 war geschenkt, und auch ansonsten war es ein katastrophaler Auftritt des Schiedsrichters. Er war dem Spiel nicht gewachsen.“

Lüner SV -
DJK TuS Hordel 2:1 (2:0)

Hordel: Becker - Schürmann (55. Stöhr), Büscher (69. Griffiths), Koymali, Michen - Dragicevic, Erdelt, van der Heusen, Ufer (55. Elbers) - Berlinski, Charles

Tore: 1:0 (3.), 2:0 (Eigentor Koymali, 6.), 2:1 van der Heusen (90. +2)

Hordel kann seine Talfahrt auch in Lünen nicht stoppen: Bereits nach sechs Minuten lag die DJK 0:2 hinten und konnte den frühen Rückstand nicht mehr drehen. „Wir sind der Musik hinterhergelaufen. Das Spiel haben wir in der Anfangsphase verloren“, sagte Trainer David Zajas.

Die Hordeler hatten sich beim Tabellennachbarn in Lünen einiges vorgenommen und stürmten zu Beginn dementsprechend los. Die Gastgeber zeigten sich clever, konterten die DJK zweimal aus und nutzten die Chancen eiskalt.

„Da haben wir zu viele Fehler gemacht. Positiv ist, dass sich danach keiner hat hängen lassen. Alle waren gewillt, die Partie zu drehen“, so Zajas. Hordel spielte weiter bedingungslos nach vorne, schnürte den Gegner ein und kam dabei zu einigen Chancen. Doch der Ball wollte nicht über die Linie. Selbst Top-Torjäger Ron Berlinski hatte bei seinen beiden Möglichkeiten an diesem Tag kein Glück auf dem Fuß.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel wieder etwas offener. Hordel behielt die Oberhand, aber ebenso das Pech im Abschluss. Erst in der Nachspielzeit traf Christoph van der Heusen zum Anschluss – zu spät, um die Partie noch zu Hordels Gunsten zu drehen.

„Wir haben jetzt sechs Mal hintereinander nicht gewonnen, das macht sich in den Köpfen der Spieler auch bemerkbar. Aber wir müssen nach vorne blicken“, sagte Zajas, dessen Team auf Platz zehn bleibt: „Immerhin haben heute Kampf- und Laufbereitschaft gestimmt. Das ist die Basis, auf der wir aufbauen können.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben