Westfalenpokal/Westfalenliga

Wiemelhausen geht im Verbandspokal gegen Wanne-Eickel unter

Der Eindruck täuscht: Concordia Wiemelhausen (weiße Trikots) war gegen DSC Wanne-Eickel im Pokal am Ende chancenlos.

Der Eindruck täuscht: Concordia Wiemelhausen (weiße Trikots) war gegen DSC Wanne-Eickel im Pokal am Ende chancenlos.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Bochum.  Selten, dass zwei Teams innerhalb einer Woche zweimal gegeneinander spielen. Wiemelhausen trifft nach dem Verbandspokal erneut auf Wanne-Eickel.

Am vergangenen Sonntag fertigte Wanne-Eickel den FC Lennestadt in der Westfalenliga mit 8:0 ab. Vier Tage später zeigten sich die Herner im Westfalenpokal ebenfalls in glänzender Form, diesmal war Concordia Wiemelhausen der Leidtragende und wurde vor allem in der zweiten Halbzeit überrollt. Am ende stand ein 6:1 (1:1) für Wanne-Eickel.

„An diesem Tag ist viel gegen uns gelaufen, wir müssen das so akzeptieren und dem Gegner Anerkennung zollen. Wir waren fußballerisch und physisch unterlegen“, sagte Trainer Jürgen Heipertz. „Ich muss die Jungs ein wenig in Schutz nehmen. Die erste Hälfte war in Ordnung, und im zweiten Durchgang ist uns die komplette Mittelachse in der Verteidigung weg gebrochen. Danach war es einfach schwer.“

Concordia setzt Nadelstiche

Die Wiemelhauser standen in der ersten Halbzeit tief und verteidigten emsig gegen die beweglichen Herner. Zudem konnte die Concordia nach vorne immer wieder Nadelstiche setzen. Das Spiel war ausgeglichen, das schlug sich auch im Ergebnis nieder. Der Ex-Hordeler Dawid Ginczek sprang nach einer Flanke am höchsten und köpfte zum 1:0 für Wanne-Eickel ein, Tom Franke glich nach einem Pass in die Tiefe von Markus Scherff aus.

In der ersten Hälfte musste Innenverteidiger Christopher Schmidt verletzt raus, nach dem Seitenwechsel traf es auch seinen Partner Aurel Nkam und den Sechser Henning Wartala. Abwehrchef Kai Strohmann war ohnehin gesperrt, und so musste Heipertz seine Defensive plötzlich komplett neu aufstellen. Im Zentrum verteidigten erstmals Fabrizio Leone und Luca Sundermann gemeinsam. Die aufkommende Unruhe nutzten die Gastgeber eiskalt aus.

In der Defensive brechen alle Dämme

Innerhalb von sieben Minuten stellte Wanne-Eickel den Spielstand auf 4:1, Ginczek traf zwei weitere Male. „Wir wurden überrannt und sind völlig untergegangen. In der Defensive sind alle Dämme gebrochen, und nach vorne haben wir uns auch nicht mehr aufbäumen können“, sagte Heipertz. Die Herner waren nun voll im Spiel, während die Wiemelhauser immer noch nach der richtigen Ordnung suchten.

Bereits am Sonntag (15 Uhr) gibt es die Chance zur Revanche, dann empfängt die Concordia den DSC Wanne-Eickel in der Liga zu Hause an der Glücksburger Straße. „Das Spiel wollen wir ganz anders angehen. Ich erwarte, dass wir deutlich mutiger auftreten, den Kopf oben halten und eine Jetzt-erst-recht-Mentalität an den Start bringen“, sagt Heipertz. Allerdings stehen hinter einigen Defensivakteuren Fragezeichen – erst beim Abschlusstraining wird sich zeigen, wer am Sonntag auflaufen kann.
Wiemelhausen: T. Schmidt – Danabas, C. Schmidt (19. Leone), Nkam (62. Friedberg), Kern – Sundermann, Wartala (60. Simsek), Scherff – Gumpert, Bousouf (68. Costanzino), Franke
Tore: 1:0 (30.), 1:1 Franke (36.), 2:1 (60.), 3:1 (Elfmeter, 64.), 4:1 (66.), 5:1 (75.), 6:1 (89.)

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