Regionalliga West

Wattenscheid feiert den Klassenerhalt - 3:0 gegen Straelen

Bleiben viertklassig: Wattenscheids Trainer Farat Toku und Sportdirektor Peter Neururer

Bleiben viertklassig: Wattenscheids Trainer Farat Toku und Sportdirektor Peter Neururer

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Wattenscheid.  Wattenscheid 09 spielt auch in der kommenden Saison in der Regionalliga. Die SGW setzte sich im Abstiegsfinale gegen Straelen mit 3:0 durch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Einen Paukenschlag zum Abstiegsfinale lieferte die SG Wattenscheid 09, die vor 1700 Zuschauern in der Lohrheide mit einem 3:0 gegen den SV Straelen den Klassenerhalt feiern konnte.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Auch wenn die Wattenscheider angekündigt hatten, nicht auf das minimalistische Unentschieden aus zu sein, das für den Klassenerhalt reichen würde, waren die Gastgeber anfangs doch vor allem darum bemüht, die Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Was auch überzeugend gelang. Nach 20 relativ ereignislosen Minuten setzte sich die reifer wirkende und aktivere Mannschaft von Trainer Farat Toku immer besser in Szene, vergaß allerdings sich für die Mühen zu belohnen.

Canbulut erzielte das Führungstor für Wattenscheid

Besonders Berkant Canbulut, in den letzten Wochen eigentlich ziemlich treffsicher, raufte sich zur Pause die Haare. Nach Emre Yesilovas Flügellauf plus gekonntem Zuspiel in die Mitte, semmelte Canbulut den Ball über das Straelener Gehäuse. Nur acht Minuten später schien das 1:0 aber wirklich fällig zu sein. Nach einer klasse Brustablage von Nico Buckmaier strebte Canbulut allein auf das Straelener Gehäuse zu - und schoss vorbei. Seinen Abschluss ins kurze Eck wenig später parierte SVS-Torhüter David Buchholz, der in jungen Jahren bei Vorwärts Kornharpen und der VfL-Reserve seine Karriere begonnen hatte.

Die letzte Szene vor dem Halbzeitpfiff aber hatten die Gäste, die bis dahin den Wattenscheider Strafraum praktisch nicht betreten hatten. Eine Unaufmerksamkeit in der SG-Defensive genügte und Shun Terada eröffnete sich die Möglichkeit, einen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Doch Terada ließ die Chance zum Glück für die Gastgeber ungenutzt verstreichen.

Der zweite Durchgang begann mit einer Schrecksekunde für die Wattenscheider. Die Gastgeber ließen den Gegner erstmals in Ruhe kombinieren, den harmlosen Abschluss ließ Schlussmann Edin Pepic durch die Beine gleiten, doch Freddi Lach klärte vor der Torlinie. Und dann platzte der Knoten doch noch. Nach der Balleroberung 35 Meter vor dem Tor der Gäste, lief Canbuut noch ein paar Meter und versenkte dann den Ball flach im Netz. Der ersehnte Führungstreffer war endlich gefallen.

Yesilova traf mit einem wunderbaren Schlenzer zum 2:0

Nun verstummten auch die Gäste-Fans, die bis dahin in der Lohrheide kurioserweise den Ton angegeben hatten. Und die Schleusentore öffneten sich. Straelen hatte kaum auf Offensive umgestellt, da fiel das 2:0 durch einen wunderbaren Yesilova-Schlenzer. Die Wattenscheider nutzten clever Zeit und Raum und legten nach: Cellou Diallo nutzte seine Freiheiten im zweiten Anlauf. Mit rechts war er an Buchholz gescheitert, mit links überwand er den Straelener Torhüter. Innerhalb von zehn Minuten hatte die SG Wattenscheid ein 3:0 herausgeschossen und damit das Abstiegsgespenst auf den letzten Drücker vertrieben.

Die kommende Regionalliga-Saison ist in Planung, alle Spieler, so Sportdirektor Peter Neururer, hätten Angebote bekommen bis auf diejenigen, die bereits angekündigt hatten zu gehen. Wer sich weiter an die SG 09 bindet, wird man in den nächsten Tagen und Wochen sehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben