DFB-Pokal

VfL-Trainer Robin Dutt will das Leuchten in den Augen sehen

Auf Tore von Silvere Ganvoula (r.) hoffen sie beim VfL auch beim Spiel in Baunatal.

Auf Tore von Silvere Ganvoula (r.) hoffen sie beim VfL auch beim Spiel in Baunatal.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  Der Pokal ist für VfL-Trainer Dutt ein Super-Wettbewerb. Gegen den KSV Baunatal setzt er in der ersten Runde auf eine topmotivierte Mannschaft.

Robin Dutt bleibt auch vor dem Spiel der ersten Runde im DFB-Pokal beim KSV Baunatal bei den kleinen Schritten. Nicht, dass der Trainer des VfL Bochum nicht auch gerne schnelle Entwicklungen in seinen Team sehen würde. Und sehr gerne würde er das Finale in Berlin erreichen. „Und wenn es mal wieder ein Zweitligist sein sollte, der Pokalsieger wird, sollten wir es sein. Aber vielleicht schlagen wir erst einmal Baunatal.“

Die Favoritenrolle will Dutt dabei gar nicht ablehnen. Die Frage nach dem Favoriten stellt sich auch nicht, wenn ein Zweitligist bei einem Fünftligisten antritt. Dutt will aber nichts von Pflichtaufgabe hören. Eindringlich warnt er vor dem KSV. „Natürlich haben wir sie beobachtet. Sie haben zwei Meisterschaftsspiele bestritten, haben eins gewonnen, eins verloren. Sie spielen im 4-4-2 mit einer Mittelfeldraute. Aber das wird keine Pflichtaufgabe für uns. Es gibt keine Pflichtaufgaben mehr.“

Nicht locker in den Pokal

Daher werde auch keiner seiner Spieler den Gegner unterschätzen. „Alle wissen, dass es nicht im Schongang geht.“ Zumal der Gegner das deutlich leichtere Spiel habe. „Wenn von denen gegen uns den Ball auf die Tribüne haut, wird er gefeiert. Wenn er das eine Woche später in der Meisterschaft macht, wird er ausgepfiffen.“ Weder Bochum nach Bayern würden oder dürften noch „locker“ in den DFB-Pokal gehen. „Alle haben schlechte Erlebnisse gemacht.“

Beim VfL sind sie noch gar nicht so lange her. In der ersten Runde in der vergangenen Saison gab es ein 0:1 gegen den Regionalligisten Flensburg. Dutt wurde hernach vorgeworfen, er habe nicht die vielleicht beste Mannschaft aufgeboten.

Zwei Veränderungen auf jeden Fall

Gegen Baunatal müsse jede Formation des VfL gewinnen, hatte Dutt bereits gesagt. Es ist aber davon auszugehen, dass er diesmal nicht viele Veränderungen im Vergleich zum 3:3 gegen Bielefeld vornehmen wird. Wobei es in jedem Fall zwei Veränderungen geben muss. Angreifer Danny Blum und Abwehrchef Saulo Decarli fallen mit Verletzungen aus. Sie bleiben in Bochum.

Für sie könnten Innenverteidiger Armel Bella-Kotchap und Stürmer Simon Zoller oder Tom Weilandt ins Team rücken. Wobei grundsätzlich auch eine Rückkehr zum 4-1-3-2 möglich wäre mit nur einem Sechser. Wahrscheinlich ist zudem, dass Dominik Baumgartner nach überstandener Verletzung eine Chance auf der rechten Abwehrseite bekommt. Der sei auf jeden Fall fit, sagte Dutt und lobte dann noch dessen herausragende Flankentechnik.

Wechsel im Tor möglich

Sehr wahrscheinlich ist auch, dass Patrick Drewes für Manuel Riemann ins Tor rückt. Dutt wäre nicht der erste Trainer, der dem zweiten Torwart im Team im Pokal eine Chance und Spielpraxis gibt.

Gerne auch in weiteren Runden. „Der DFB-Pokal ist ein Super-Wettbewerb“, sagte Dutt. „Wenn Du die ersten Runde im Pokal überstehst, dann haben doch alle im Verein und im Umfeld bei der Auslosung das Leuchten in den Augen. Natürlich wollen auch wir gerne den DFB-Pokal gewinnen. Das wollen doch alle Mannschaften die dort antreten. Wir aber wollen zunächst einmal im Herbst noch das Leuchten in den Augen haben.“

Dankbar für die Fans

In Baunatal kann der VfL dabei auf zahlreiche Fans setzen. 1800 Karten sind nach Bochum gegangen. 8500 passen ins Baunataler Parkstadion. „Wir gehen davon aus“, sagte Pressesprecher Jens Fricke, „dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.“ Dutt freut das. „Wir sind dankbar für diesen unglaublichen Zuspruch. Unsere Fans haben nach den beiden Spielen auch eine besondere Feinfühligkeit gezeigt und die Ergebnisse richtig eingeordnet. 2000 Fans bei einem Auswärtsspiel in der ersten Runde des Pokals zeigen, welche Wucht ein Zweitligist haben kann. Ich ziehe den Hut vor unseren Fans. Wir müssen ihnen aber auch etwas zurückgeben und ihnen gerecht werden.“

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