Frauenfußball - Regionalliga

VfL-Frauen kommen in Unterzahl zu einem 1:1 gegen Gladbach

Janine Angrick (v.) traf für den VfL Bochum gegen Mönchengladbach.

Janine Angrick (v.) traf für den VfL Bochum gegen Mönchengladbach.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Bochum.  In der Vorwoche trafen die Fußballerinnen des VfL Bochum gegen Menden alles und siegten klar. Gegen Mönchengladbach gelang in Unterzahl ein 1:1.

Vieles hat Paul Müller, Trainer der Regionalliga-Fußballerinnen des VfL Bochum, schon im Fußball gesehen. Doch um zu beschreiben, was beim 1:1 (0:0) seiner Mannschaft gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach am Sonntagmittag vor sich gegangen war, dafür musste er erst einmal nach den richtigen Worten suchen.

„Wir hatten 30:2 Torschüsse, aber der Ball wollte heute einfach nicht ins Tor“, berichtete Müller von dem verheerenden statistischen Wert. Wo am vergangenen Spieltag gegen Menden noch jede Chance in ein Tor umgemünzt wurde, war in Gladbach bei den Bochumerinnen der Chancentod angesagt. „Gegen Menden hat alles geklappt, gegen Gladbach gar nichts“, so Müller.

Zu viele Abspielfehler

Gar nichts war allerdings auch nicht ganz richtig, denn wie der VfL-Coach im Vorfeld gefordert hatte, hatte seine Mannschaft die Partie voll und ganz im Griff sowie den Hauptanteil an Ballbesitz. „Trotzdem waren da viel zu viele Abspielfehler“, bemängelte Müller. Zu bemängeln, und da waren sich die Trainer beider Mannschaften einig, war aber ebenso die Leistung des Unparteiischen. „Er hatte die Partie von Beginn an nicht im Griff“, berichtete Müller davon, dass in dem einen Moment Pfiffe ausblieben, wo sie in anderen Situationen nötig gewesen wären. Daher blieben nach Müllers Meinung seiner Mannschaft auch zwei Strafstöße verwehrt.

In der 75. Minute sah VfL-Innenverteidigerin Vanessa Beyer dann allerdings die Gelb-Rote Karte und beinahe im selben Atemzug ging Gladbach in Führung. Doch die VfL-Frauen bewiesen in Unterzahl Moral und glichen nur fünf Minuten später durch einen Treffer von Janine Angrick aus.

Hitzige letzte zehn Minuten

„Die letzten zehn Minuten war es dann besonders hitzig“, schilderte Müller. Das 2:1 wäre für die Bochumerinnen aber sogar noch drin gewesen: Mara Wilhelm lief frei auf das gegnerische Tor zu, wurde allerdings rüde gefoult, so dass die Chance dahin war und eine angemessene Strafe seitens des Schiedsrichters ebenfalls ausblieb.

„Am Ende ist der Punkt sicher wichtig für die Moral, aber eigentlich fühlt es sich wie eine Niederlage an“, resümierte Müller.
VfL: Matuszek – Frank, Beyer, Schmidt (46. Meißner), Brinkert – Angrick, Maiwald – Homann (63. Bader), Yatsugi (46. Demirönal), Wilhelm – Kilic (65. Pawlica)
Tore: 1:0 (75.), 1:1 Angrik (80.)

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