2. Bundesliga

VfL Bochum spielt wohl vor 4000 Fans gegen St. Pauli

Beim letzten Heimspiel gegen St. Pauli waren gar keine Fans zugelassen, Bochum gewann 2:0. Jetzt rechnet man mit 4000 Fans.

Beim letzten Heimspiel gegen St. Pauli waren gar keine Fans zugelassen, Bochum gewann 2:0. Jetzt rechnet man mit 4000 Fans.

Foto: Ralf Ibing /firo Sportphoto/POOL

Bochum.  Der große Ansturm der Anhänger blieb aus. Der VfL Bochum rechnet mit 4000 Anhängern beim Heimspiel gegen St. Pauli. 5000 wären möglich.

Mit rund 4000 Fans rechnet der VfL Bochum an diesem Montag, wenn er sein erstes Heimspiel gegen den FC St. Pauli bestreitet (20.30 Uhr/Ruhrstadion). Rund 5000 sind zugelassen – ein Ansturm der Anhänger blieb aus.

Die über 7000 Dauerkarteninhaber der Vorsaison durften via Online-Ticketshop des Vereins zuerst zugreifen seit Freitag, 18 Uhr. Da sich die Nachfrage in Grenzen hielt, öffnete der VfL Bochum bereits am Samstag den Vorverkauf für alle der etwa 12000 Mitglieder. Am Sonntagmittag waren 3300 Tickets abgesetzt, davon gingen rund 1000 an VIP-Gäste und Sponsoren. Man rechne letztlich mit 4000 verkauften Karten, so der VfL auf Anfrage. Der personalisierte Vorverkauf endet am Sonntag um 23.59 Uhr.

Neuerkrankungsrate in Bochum: Wert liegt am Sonntag bei 24,2

Die Teilzulassung der Zuschauer steht zudem noch unter dem Vorbehalt der Entwicklung der Coronazahlen vor Ort, das Gesundheitsamt Bochum hat am Montag das letzte Wort. Entscheidend ist die 7-Tage-Inzidenz, also die Neuerkrankungsrate binnen sieben Tagen. Der Wert lag für Bochum am Sonntag bei 24,2. Es ist unwahrscheinlich, dass er noch auf 35 oder höher steigt. Dann wären keine Fans zugelassen.

Einigen dürfte das Gesundheitsrisiko zu hoch sein, etliche Anhänger können sich offenbar mit dem Fußball im Stadion unter den strengen Hygieneregeln nicht anfreunden – mit Abständen, Maskenpflicht und vielen weiteren Einschränkungen. Unter anderem gibt es klar geregelte Einlasszeiten für die einzelnen Blöcke, beginnend bereits um 18.45 Uhr. Zudem konnte jeder Kaufberechtigte maximal zwei – personalisierte – Tickets ordern. Viele Anhänger aber ziehen normalerweise in größeren Gruppen ins Stadion. Die aktive Fanszene lehnt einen Stadionbesuch dieser Art, unter anderem auch ohne Gästefans, ab.

4000 Zuschauer wären der Zweitliga-Spitzenwert am 1. Spieltag

Aber: Auch mit 4000 Anhängern würde der VfL die meisten Zuschauer des ersten Spieltages in der 2. Liga begrüßen. Mannschaft und Trainer jedenfalls freuen sich über jeden einzelnen Anhänger, der sie unterstützt. Trainer Thomas Reis sagt: „Wir werden Montag alles versuchen, damit die Fans, die da sind, mit einem positiven Gefühl nach Hause gehen. Wir hoffen, dass das ein Schritt in Richtung Normalität ist.“

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