Fußball - 2. Liga

VfL Bochum lässt gegen St. Pauli 5000 Fans ins Ruhrstadion

So eng werden die Fans des VfL Bochum gegen St. Pauli nicht stehen. Aber 5000 Fans dürfen ins Ruhrstadion.

So eng werden die Fans des VfL Bochum gegen St. Pauli nicht stehen. Aber 5000 Fans dürfen ins Ruhrstadion.

Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool

Bochum.  Auch der VfL Bochum wird sein erstes Saisonspiel vor mehr als 300 Zuschauern bestreiten. Der Verein will 5000 Fans ins Ruhrstadion lassen.

Die Zeit ist knapp, aber der VfL Bochum will sie nutzen. Seit Dienstag ist klar, dass wieder deutlich mehr als die bislang erlaubten 300 Zuschauer ins Stadion dürften. In Absprache mit dem Gesundheitsamt will der VfL das erste Saisonspiel gegen den FC St. Pauli vor 5000 Zuschauern austragen.

Auf Beschluss der Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Bundesländer sei ab sofort bei Vorlage eines schlüssigen und genehmigten Sicherheits- und Hygienekonzepts eine Teilzulassung von Zuschauern bei Profisportveranstaltungen von bundesweiter Bedeutung erlaubt, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung des Zweitligisten.

20 Prozent der Gesamtkapazität

20 Prozent der Gesamtkapazität an Zuschauern ist erlaubt. Für das Ruhrstadion bedeutet das 5000 Zuschauer. Der Beschluss gelte, teilt es der Verein mit, zunächst bis Ende Oktober 2020, dann werde eine neue Einschätzung der Lage vorgenommen.

Das vom VfL entwickelte Sicherheits- und Hygienekonzept zum Sonderspielbetrieb 2020/21 sei mit den lokalen Behörden abgesprochen und genehmigt worden und befinde sich im Einklang mit der neuen NRW-weit geltenden Coronaschutzverordnung, die vom 16. September an in Kraft tritt.

Das sind die Maßnahmen und Kennzahlen:
Kapazität: Die Auslastung von 20 Prozent der Gesamtkapazität im Ruhrstadion beträgt theoretisch ca. 5400 Plätze. Für das erste Spiel hat sich der VfL mit dem Gesundheitsamt darauf verständigt, knapp unter 5000 Plätze zu nutzen.

Vorkaufsberechtigte: Beim ersten Heimspiel werden die VfL-Dauerkarteninhaber der vergangenen Saison zunächst ein Vorkaufsrecht genießen. Die Regelung für das zweite Heimspiel wird zu gegebener Zeit kommuniziert.
Sitzanordnung:
Das aktuelle Hygienekonzept sieht vor, dass zwischen jeweils vier zur Verfügung stehenden Sitzplätzen zwei Plätze gesperrt werden. Des Weiteren wird jeweils jede zweite Reihe komplett gesperrt.
Zur Verfügung stehende Blöcke: Im Public-Bereich wird es drei Sektoren geben, in denen Karten angeboten werden: Im Südosten die Blöcke A und B, im Südwesten die Blöcke C, D und E2 sowie im Nordwesten die Blöcke F, G, H1 und H2, I, M und N1. Während des Sonderspielbetriebs wird es keinen separaten Gästebereich und keinen Familienblock geben. Zudem dürfen sich insgesamt rund 750 VIP-Gäste in den Bereichen der Stadtwerke Bochum Lounge und des VIP-Treffs Nordtribüne aufhalten, die auf der Nordtribüne Platz nehmen. Dieses Kontingent wird durch die bestehenden Kooperations- und Werbeverträge abgedeckt. Daher ist ein Kauf von zusätzlichen VIP-Dauer- oder Tageskarten nicht möglich.
Preise:
Die Preise für die Sitzplatzkarten im Public-Bereich bewegen sich zwischen 18 und 35 Euro.
Verkaufsbeginn: Donnerstag, 17. September, um 18 Uhr.
Buchungs- und Personalisierungsvorgang:
Die Sitzplatzkarten können nur personalisiert im VfL-Ticketonlineshop erworben und dann im print@home-Verfahren ausgedruckt werden. Zutritt zum Spiel erhält nur die Person, die auf dem Ticket als zutrittsberechtigter Ticketinhaber vermerkt ist. Die VIP-Kunden werden gesondert informiert. Die Angabe der einzelnen Personalisierungsdaten pro Ticketinhaber sind nötig, um gegebenenfalls Infektionsketten nachzuvollziehen.
Catering:
Da ein normaler Kioskbetrieb im Ruhrstadion während des Sonderspielbetriebs aktuell nicht zugelassen ist, bietet der VfL Bochum 1848 in Absprache mit seinem Catering-Partner Aramark den Fans im Public-Bereich die Möglichkeit, ein Lunchpaket zum Preis von 10,48 EUR zu erwerben. Für das erste Spiel beinhalten die Pakete je ein stilles Wasser (0,5l), eine Cola (0,5l) sowie ein Laugengebäck, Weingummi und Popcorn. Die ebenfalls personalisiert gebuchten Lunchpakete können, unter Vorlage des Vouchers, am Spieltag an den ausgewiesenen Abholständen im Ruhrstadion abgeholt werden. Der Voucher wird den Kunden mit den Tickets zusammen per E-Mail zugesandt. Alkoholausschank im Stadion ist untersagt. Selbstmitgebrachte Speisen oder Getränke sind ebenfalls nicht erlaubt.
Hygieneprotokoll: Mit dem Kauf der Karte/n erkennen die Käufer die Allgemeinen Ticketgeschäftsbedingungen (ATGB) und die Stadionordnung an. Zu beachten sind ferner die besonderen Verhaltensregeln für den Sonderspielbetrieb bei Teilzulassung von Zuschauern. Das umfasst die inzwischen gesellschaftlich etablierten A-H-A-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske), die ab dem Betreten des Stadiongeländes einzuhalten sind. Der Mund-Nasen-Schutz ist auf dem gesamten Stadiongelände permanent zu tragen und darf nur auf dem Sitzplatz abgenommen werden. Das Rauchen ist ausschließlich auf dem persönlichen Sitzplatz erlaubt.
Zugang: Mit dem Kauf des/der Tickets wird auch über die Einlasszeit informiert, sie steht auf jedem gebuchten print@home-Ticket. Es gibt unterschiedliche zeitliche Slots für die jeweiligen Blöcke, jeweils im Halbstundentakt, beginnend von 18.45 Uhr bis 19.15 Uhr. So werden große Ansammlungen vermieden. Deshalb ist es umso wichtiger, nur in der vorgegebenen Zeit am jeweiligen Sektor zu erscheinen, um dort eingelassen zu werden. Für diejenigen, die Lunchpakete bestellt haben, stehen diese an den jeweils zuvor kommunizierten Abholpunkten bereit.
Anreise: Der VfL Bochum empfiehlt dringend eine individuelle Anreise, nach Möglichkeit zu Fuß. Sollte ein PKW benutzt werden, stehen am Spieltag sowohl das Starlight-Parkhaus am Stadionring sowie der Parkplatz an der Castroper Straße (Krümmede) zur Verfügung.
Verlassen des Stadiongeländes:
Funktioniert analog zur Einlasssituation pro Sektor in zeitlicher Staffelung, allerdings in umgekehrter Reihenfolge.
300 bereits zugelassene Zuschauer:
Schon in der vergangenen Woche hat der VfL darüber informiert, dass zum Heimspiel gegen St. Pauli die vormals zulässige Höchstgrenze von 300 Zuschauern zu Testzwecken ausgereizt werden soll. Die Einladung an die bereits kontaktierten Personenkreise – „Alles-Fahrer“, langjährige Mitglieder, Menschen mit Behinderungen sowie Mitarbeiter – hält der Verein trotz der veränderten Sachlage selbstverständlich aufrecht. Die Tickets werden bis Freitag per E-Mail versendet.

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