2. Bundesliga

VfL Bochum: Ganvoulas Einsatz beim HSV ist noch offen

Bochums bester Torschütze Simon Zoller, hier gegen Aues Cacutalua, wirda uch in Hamburg angreifen. Fraglich ist nur, ob als Rechtsaußen oder als Stoßstürmer.

Bochums bester Torschütze Simon Zoller, hier gegen Aues Cacutalua, wirda uch in Hamburg angreifen. Fraglich ist nur, ob als Rechtsaußen oder als Stoßstürmer.

Foto: Bernd Thissen / dpa

Bochum.  Lampropoulos ist wieder im Training beim VfL Bochum, Silvere Ganvoula noch nicht. Der Zweitligist will in Hamburg am Sonntag Akzente setzen.

Als einen Lieblingsgegner in der jüngeren Vergangenheit kann der VfL Bochum den Hamburger SV sicherlich nicht bezeichnen. Vor am Sonntag exakt elf Jahren, am 22. November 2009, gab es in und gegen Hamburg den bis dato letzten Pflichtspielsieg. Dennis Grote erzielte nach Pass von Stanislav Sestak den 1:0-Siegtreffer des damals von Heiko Herrlich trainierten VfL. Es folgte ein 1:2 im Rückspiel – und am Ende der Abstieg aus der Bundesliga.

Zweitliga-Bilanz: zweimal 0:0 und zwei Niederlagen für den VfL Bochum gegen den HSV

In der 2. Liga gab es seitdem vier Partien: 2018/19 spielte der VfL jeweils 0:0, in der Vorsaison gab es zwei Niederlagen (0:1/1:3). Im bisher einzigen Spiel unter Trainer Thomas Reis, dem 1:3 im Februar, gelang Bochum immerhin ein Tor. Simon Zoller traf nach 65 Minuten zur verdienten Führung, ehe der HSV die Partie dank eines Sonntagsschusses von Tim Leibold sowie der Treffer von Joel Pohjanpalo und Sonny Kittel drehte .

Drei Gegentore will sich der VfL in Hamburg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) nicht einfangen – und selbst offensiv mehr Akzente setzen als zuletzt. Die Fehler des HSV zu nutzen, „wird ein Schlüssel sein“, meint Kapitän Anthony Losilla gegenüber Reviersport. „Wir haben auch unsere Stärken. Am Ende wird die Mentalität entscheidend sein.“

Auch Trainer Thomas Reis setzt wie berichtet auf einen mutigen Auftritt. „Es ist unser Ziel, Hamburg zu beschäftigen, unter Druck zu setzen und ihn damit nicht so ins Spiel kommen lassen“, so der Coach.

Erstmals reist der VfL Bochum als Außenseiter zu einer Zweitliga-Partie in dieser Saison

Dass der HSV im Vergleich zu den bisherigen Auswärtsgegnern zweifelsfrei ein spielstärkeres Team hat und Bochum nach den Partien in Karlsruhe (1:0), Braunschweig (1:2) und Würzburg (3:2) erstmals sicherlich auch der klare Außenseiter ist, könnte ein Vorteil für Bochum sein. Reis sieht das pragmatisch: „Zum Fußball gehört Kämpfen immer dazu. Der HSV hat eine hohe Qualität und ist im Moment das Nonplus-Ultra der 2. Liga. Aber es gibt ja nichts Schöneres, als als VfL Bochum dorthin zu fahren und zu versuchen, dem HSV die erste Saisonniederlage beizufügen.“ Nach fünf Siegen hat der HSV zuletzt zweimal remis gespielt und führt die Tabelle souverän an.

Tarsis Bonga fällt noch eine längere Zeit aus beim VfL Bochum

Dabei kann Reis ebenso wie HSV-Trainer Daniel Thioune, der lediglich auf den Langzeitverletzten Rick van Drongelen verzichten muss, fast aus dem Vollen schöpfen. Neben Saulo Decarli und Tom Weilandt fällt nur Tarsis Bonga sicher aus. Seine Probleme an der Patellasehne allerdings seien gravierender als erhofft, so dass der Offensivspieler „länger ausfallen“ wird, so Reis. Bisher spielte Bonga aber in der 2. Liga keine größere Rolle, gegen Fürth stand er „aus sportlichen Gründen“, so Reis vor zwei Wochen, ebenso nicht im Kader wie Robert Zulj.

Offen ist auch noch, wie fit Silvere Ganvoula zurückkehrt. Der Nationalspieler der Republik Kongo landete nach seinem Einsatz im südlichen Afrika, in Eswatini, am Montag erst am Freitagmorgen in Paris. Ganvoula stößt erst am Samstag wieder zum Mannschaftstraining. „Wir müssen schauen, in welchem körperlichen Zustand er ist“, ließ Reis noch alle Optionen offen. Vasileios Lampropoulos indes hat am Freitag bereits wieder mittrainiert. Der Innenverteidiger kam am Mittwoch beim Spiel Griechenlands gegen Slowenien (0:0) nicht zum Einsatz.

Mit drei bis vier Änderungen ist in der Startelf zu rechnen

Beide, Lampropoulos und Ganvoula, werden vermutlich nicht von Beginn an spielen in Hamburg. Zu rechnen ist mit drei bis vier Änderungen im Vergleich zum 0:2 gegen Fürth: mit Armel Bella-Kotchap in der Innenverteidigung, mit Gerrit Holtmann links offensiv und Robert Zulj als Zehner. Offen ist, ob Simon Zoller rechts angreift oder dort Danny Blum in die Startelf rückt. Dann würde Zoller als Stoßstürmer beginnen und Soma Novothny auf der Bank Platz nehmen. Im Mittelfeldzentrum ist Anthony Losilla gesetzt. Reis muss sich entscheiden zwischen Robert Tesche, auf den „immer zu 100 Prozent Verlass ist“, so Reis, und Raman Chibsah an Losillas Seite. In den Kader aufrücken wird Herbert Bockhorn.

Teams und Fakten: So könnten sie spielen

HSV: Ulreich - Gyamerah, Leistner, Heyer, Leibold - Hunt, Onana - Dudziak - Narey, Terodde, Wintzheimer

Bochum: Riemann - Gamboa, Bella-Kotchap, Leitsch, Soares - Losilla, Chibsah (Tesche) - Blum, Zulj, Holtmann - Zoller

Reserve VfL: Drewes - Lampropoulos, Masovic, Bockhorn, Maier, Tesche (Chibsah), Novothny, Pantovic, Ganvoula

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