Fußball - 2. Bundesliga

VfL Bochum: Der abgestrafte Zulj kann sich im Test anbieten

Gegen Aue wurde Robert Zulj (r.) beim VfL Bochum eingewechselt, traf zum 1:0. Danach spielte er zweimal nicht.

Gegen Aue wurde Robert Zulj (r.) beim VfL Bochum eingewechselt, traf zum 1:0. Danach spielte er zweimal nicht.

Foto: Udo Kreikenbohm / FFS

Bochum.  In der Länderspielpause plant der VfL Bochum ein Testspiel. VfL-Trainer Reis lässt Spieler ran, die zuletzt nicht spielten – so wie Robert Zulj.

Die Auslosung im DFB-Pokal hat sich Thomas Reis, der Trainer des VfL Bochum, am Sonntag daheim angesehen. Nach dem 0:2 am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth gab es auch für die zweite Runde nicht ganz das erhoffte Ergebnis.

„Wir hätten gerne ein Heimspiel gehabt“, sagte er. „Nun spielen wir in Mainz. Das Team ist schwierig einzuordnen, hat am vergangenen Wochenende den ersten Punkt geholt. Bis zum Zeitpunkt des Pokalspiels ist es aber noch etwas hin. Da muss man sehen, wie sich die Mainzer bis dahin entwickeln.“ Das Spiel findet am 22. oder 23. Dezember in der Opel Arena in Mainz statt. Der DFB will die genaue Terminierungen möglichst schnell bekanntgeben.

Wiedersehen mit Rouven Schröder

Für die Mainzer kommt es so zum Wiedersehen mit Gerrit Holtmann, der nach seiner einjährigen Leihe zum SC Paderborn in der vergangenen Saison im Sommer fest zum VfL Bochum gewechselt war. „Erst einmal ist es schön, dass wir ein Heimspiel haben“, sagte Rouven Schröder, der Mainzer Sportvorstand, über das Spiel gegen seinen ehemaligen Verein, für den er von 1999 bis 2002 und von 2007 bis 2010 als Spieler aktiv war. „Zu dem Spiel Ende Dezember können wir hoffentlich auch wieder Fans im Stadion begrüßen. Und das Los ist auch stark – ein ambitionierter, gut geführter Zweitligist und dazu ein Traditionsverein, den ich persönlich gut kenne und sehr schätze.“

Er habe noch viele Kontakte nach Bochum. „Mein ehemaliger Mannschaftskollege Sebastian Schindzielorz ist dort erfolgreich Geschäftsführer. Auch für unseren Kapitän Danny Latza wird dies sicher ein besonderes Spiel werden als Kind des Ruhrgebiets und ebenfalls ehemaliger Bochumer. Wir freuen uns auf einen starken, herausfordernden Gegner, aber unser Anspruch ist natürlich ganz klar – wir wollen in die dritte Runde einziehen.“

Reis führt Einzelgespräche

Den Plan haben die Bochumer auch. Aktuell aber ist Länderspielpause. In der planen die Bochumer ein weiteres Testspiel. Trainer Thomas Reis gibt in diesen Spielen den Spielern Gelegenheit sich zu zeigen, die zuletzt wenig oder gar nicht gespielt haben. Somit wird Robert Zulj wohl in jedem Fall in diesem Test auflaufen und wohl auch die kompletten 90 Minuten spielen. Reis hatte ihn zuletzt nicht berücksichtigt, im Spiel gegen Fürth sogar „aus sportlichen Gründen“ komplett aus dem Kader gelassen.

Eine Dauerlösung wird das voraussichtlich kaum sein. Bei Reis kann sich jeder Spieler über das Training anbieten. In Einzelgesprächen zeigt er zudem den Spielern auf, was er von ihnen erwartet. „Mit Robert Zulj habe ich nach dem Aue-Spiel und nach dem Würzburg-Spiel gesprochen“, sagte Reis. „Wir sprechen über alles. Wenn man, so wie wir jetzt gegen Fürth, verloren hat, muss man überlegen, wie man den Erfolg zurück bekommt. Wir wollen es gemeinsam hinbekommen.“ Er habe zudem nicht den Eindruck, dass ein Spieler lustlos sei. „Wir müssen versuchen, jeden Tag unsere bestmögliche Arbeit zu machen.“

Leistungstest an der Ruhr-Universität

Am Montag gehörte dazu ein neuerlicher Leistungstest an der Ruhr-Universität. Den ersten hatte es vor dem Start der Vorbereitung gegeben. „Wir wollen sehen, wie da die Entwicklung ist“, sagte Reis. „Wir wollen möglichst alle Spieler gut entwickeln. Bei den fünf Spielern, die bei Nationalmannschaften sind, müssen wir sehen, wann wir die Tests nachholen können.“

Der VfL Bochum muss seiner Pflicht nachkommen, sie trotz der Corona-Risiken für ihre Verbände abzustellen. Anders als in Bielefeld oder Bremen gilt in Bochum für die Berufssportler keine automatische Fünf-Tage-Quarantäne nach der Rückkehr von Reisen in Risikogebiete. Unterwegs sein werden demnach die A-Nationalspieler Vasileios Lampropoulos (Griechenland), Cristian Gamboa (Costa Rica), Silvere Ganvoula (Republik Kongo) sowie die U21-Nationalspieler Maxim Leitsch (Deutschland) und Baris Ekincier (Aserbaidschan).

Leitsch ist für die U21 nominiert

Stürmer Ganvoula wird in Brazzaville/Kongo gegen Eswatini (12. November) und in Eswatini zwei Qualifikationsspiele zum Afrika-Cup bestreiten. Innenverteidiger Lampropoulos hat drei Partien vor der Brust: Am 11. November gegen Zypern in Griechenland. In Moldau geht es für die Griechen in der Nations-League weiter (15.), ehe am 18. November ein Heimspiel gegen Slowenien ansteht – vier Tage vor dem Spiel des VfL beim Hamburger SV.

Nominiert ist auch Cristian Gamboa. Der Rechtsverteidiger spielt mit Costa Rica in Österreich gegen Katar (13.) und in Spanien gegen eine baskische Auswahl. Baris Ekincier spielt mit der U21 von Aserbaidschan in der Schweiz (12.).

Zudem nominierte Trainer Stefan Kuntz Verteidiger Maxim Leitsch, der in der letzten Länderspiel-Periode krankheitsbedingt absagen musste, für zwei U21-Länderspiele, die beide in Braunschweig stattfinden. Zunächst geht es gegen Slowenien (12.), danach in der EM-Qualifikation gegen Wales (17.).

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