Fußball - 2. Liga

VfL Bochum: Bubble-Ball sorgt für gute Trainingsstimmung

Robert Tesche (l.) gehört zu den drei Spielern der 2. Bundesliga, die bislang die meisten Kilometer gelaufen sind.

Robert Tesche (l.) gehört zu den drei Spielern der 2. Bundesliga, die bislang die meisten Kilometer gelaufen sind.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing

Bochum.  Für Team bildende Maßnahmen war in der Vorbereitung des VfL Bochum kein Platz. Nun hat Trainer Thomas Reis das nachgeholt.

So ein Training haben die Profis des VfL Bochum bisher noch nicht absolviert. Trainer Thomas Reis hatte sich zusammen mit seinen Co-Trainern ein besonderes Event überlegt. Es war eins, dass es beim Zweitligisten wohl nur in der Länderspielpause geben kann.

„Es war eine Team bildende Maßnahme“, sagte Reis. „Wir haben Bubble-Ball gespielt.“ Dabei ziehen die Spieler über ihre Oberkörper aufblasbare, transparente, Kugeln, die so genannten Bubblebälle und spielen damit Fußball. Oberkörper und Kopf der Spieler sind durch die aufblasbaren Bälle geschützt.

Gute Stimmung beim Training

Die Bubblebälle sind beim Bubble-Fußballspielen eine Art Airbag, da sie die Spieler bei Zusammenstößen schützen. Dadurch entsteht ein sich vom klassischen Fußball komplett unterscheidendes Spielprinzip. Ähnlich wie beim American Football stürmen die Spieler aufeinander zu und versuchen zunächst die Gegenspieler umzuwerfen und sich so einen Weg zum Tor zu bahnen.

Man kann sich vorstellen, dass das beim Training für eine durchaus ausgelassene Stimmung sorgte. „Wir wollten das in der Vorbereitung machen“, sagte Reis. „Aber die Vorbereitung konnte durch Corona nicht wie geplant stattfinden. Jetzt, in der Länderspielpause, war ein guter Zeitpunkt.“ Von nun geht es „normal“ mit dem Training weiter. Am Donnerstag ist eine Einheit, am Freitag findet das Testspiel statt. Reis: „Danach bereiten wir uns auf unseren nächsten Gegner Braunschweig vor.“

Tesche und Losilla laufen und laufen

Gute Laune hat Reis dieser Tage durchaus auch beim Blick auf die verschiedenen Statistiken nach drei absolvierten Spieltagen in der 2. Bundesliga. „Die Statistik mit zwei Spielen zu Null gefällt mir gut“, sagte er. Dass mit Robert Tesche und Anthony Losilla zwei Akteure zu den Spielern der 2. Bundesliga mit den meisten gelaufenen Kilometern gehören natürlich auch.

Losilla ist aktuell der Spieler mit den meisten gelaufenen Kilometern: 35,70. Auf Platz zwei liegt der Düsseldorfer Florian Hartherz mit 35,10 Kilometern, auf Platz drei folgt Robert Tesche mit 34,82 Kilometern.

Start in die Liga war „okay, aber nicht super“

„Die beiden werden aber nicht alle 34 Spiele in der Liga und dazu im Pokal machen“, sagte Reis. „Daher werden die neuen Spieler im Test gegen Arminia Bielefeld Spielpraxis bekommen. Ob sie dann in der Liga von Beginn an spielen oder eingewechselt werden, hängt auch davon ab, wie sie sich im Training präsentieren.“

Viele Gründe die Startformation beim nächsten Meisterschaftsspiel bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig zu verändern, hat Reis nicht. Das Team hat fünf Punkte geholt, ist ungeschlagen. „Unser Start in der 2. Bundesliga war okay, aber nicht super“, sagt Reis dennoch. „Wir ärgern uns, dass wir nicht die volle Punktzahl geholt haben. Wenn ich nicht gewinne, bin ich unzufrieden. Die Ergebnisse in der 2. Bundesliga zeigen auch, wie schwer es inzwischen ist, gegen uns zu gewinnen.“

Hoffnung auf eine „solide Saison“

Auch in diesem Jahr sieht Reis die zweite Liga komplett ausgeglichen. „Das zeigen die Ergebnisse jede Woche. Braunschweig hat es gegen Hannover zuletzt gut gemacht. Nach dem 0:1-Rückstand ist Hannover aufgewacht und hat dann mit vier Toren gezeigt, was möglich ist. Und gegen dieses Hannover hat Osnabrück, unser Gegner im letzten Heimspiel, gewonnen.“

Reis erwartet aber durchaus noch Veränderungen in der Tabelle, die derzeit von Holstein Kiel angeführt wird und in der die beiden Erstliga-Absteiger Paderborn und Fortuna Düsseldorf auf den Plätzen 14 und 15 liegen. „Sie sind nicht gut gestartet“, sagte Reis. „Sie werden aber noch punkten. Wichtig für uns ist, dass wir jetzt punkten. Wenn du immer punktest, bleibst du in bestimmten Regionen der Tabelle. Es wäre gut, wenn wir mal eine solide Saison spielen würden. Das hat in den vergangenen Jahren ja nicht immer geklappt.“

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