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Topwetter und strahlende Sieger beim Halbmarathon in Bochum

Christian Jonen gewinnt den Stadtwerke-Halbmarathon in Bochum vor Matthias Büchel.

Foto: Ingo Otto

Christian Jonen gewinnt den Stadtwerke-Halbmarathon in Bochum vor Matthias Büchel. Foto: Ingo Otto

Er hatte Krämpfe, aber er rettete den Sieg ins Ziel. Christian Jonen gewann den spannenden Halbmarathon in Bochum. 2800 Läufer waren dabei.

Bestes Wetter, Melderekord und jede Menge angestrengte, aber doch glückliche Gesichter: Beim 7. Stadtwerke-Halbmarathon wurde die City wieder zur ultimativen Laufstrecke, diesmal mit einem besonders spannenden Finale. Bis zum Schluss lieferten sich zwei Läufer ein packendes Duell, den Sieg holte sich am Ende Christian Jonen, der auf der finalen Geraden in 1:14:33 Stunden fast zeitgleich mit Matthias Büchel ins Ziel spurtete. Die Rekordzeit aus dem vergangenen Jahr (1:07) purzelte zwar nicht, trotzdem waren die Zuschauer, die Veranstalter vom TV Wattenscheid 01 und die Läufer selber nachher zufrieden.

Krämpfe kosten fast den Erfolg

„Ich bin das Rennen etwas zu schnell angegangen, hatte zwischendurch Krämpfe und musste über meine Grenzen hinaus gehen. Aber die Bedingungen waren optimal, ich habe einfach immer weitergemacht und bin froh, dass es geklappt hat“, sagte Jonen, der lange einsam an der Spitze lief. Zu Beginn der 21,0975 Kilometer – rund 2800 Läufer waren an den Start gegangen – hatte der Doktor der Mathematik vom MCM Running Team Büchel noch im Rücken. Doch schnell zog er das Tempo dermaßen an, dass ihm keiner mehr folgen konnte.

Die Königsallee rauf, einmal quer durchs Ehrenfeld, die Königsallee wieder runter, rund ums Schauspielhaus und über den Südring zurück in die City – das ist der Weg, den die Läufer dreimal an diesem Tag absolvieren mussten. Ab der zweiten Runde sah alles nach einem klaren Sieg für Jonen aus, sogar die Rekordzeit schien zu wackeln. Bis den Rheinländer ein Krampf packte.

Der Zweitplatzierte holt fast noch auf

„Ich hatte eigentlich super Beine, dann kam der Krampf“, sagte Jonen, der cool blieb und sich zu helfen wusste: „Ich habe Wasser getrunken, das Tempo etwas verlangsamt, bin fester aufgetreten und einfach weitergelaufen. In der dritten Runde war es okay, da hatte ich wieder mehr Saft.“ Doch in der Zwischenzeit hatte Büchel aufgeschlossen.

„Ich habe versucht, noch einmal Druck zu machen, aber es war richtig anstrengend und ich war leicht angeschlagen. Schade, dass es nicht ganz gereicht hat“, meinte Büchel, der zuletzt beim Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg siegte und beim Revier-Cup führt. In der letzten Kurve lag der Läufer von Tusem Essen direkt hinter Jonen, im Schlussspurt kam er aber nicht an ihm vorbei. Die anderen Sportler hatten längst abreißen lassen müssen. Dritter wurde Till Schaefer in 1:17:19 h (PV Triathlon Witten), die erste Finisherin war Angela Mösch in 1:24:41 vor Ina Radix von der LGO Bochum.

Veranstalter vom TV Wattenscheid zufrieden

„Im letzten Jahr war ich Zweite, diesmal habe ich mir den Sieg vorgenommen. Die Strecke war sehr anspruchsvoll“, sagte Mösch. Auch die Veranstalter vom TV Wattenscheid waren positiv gestimmt. „Wir sind sehr glücklich, dass alles reibungslos gelaufen ist. Das Wetter hat gepasst, das Finale war sehr spannend und die Organisation verlief gut“, sagte Manager Michael Huke.

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