Handball

Teutonia Riemke: Trainer Krüger kritisiert den Verband

Marvin Dworak kann mit dem SV Teutonia Riemke erst einmal nicht trainieren und daher auch kein Meisterschaftsspiel bestreiten.

Marvin Dworak kann mit dem SV Teutonia Riemke erst einmal nicht trainieren und daher auch kein Meisterschaftsspiel bestreiten.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Stadt Bochum hat alle Hallen gesperrt. Damit ruht auch für die Handballerinnen und Handballer des SV Teutonia Riemke die Saison.

Die Hallen der Stadt Bochum sind seit Montag gesperrt, was für die Oberliga-Handballerinnen und die Verbandsliga-Handballer des SV Teutonia Riemke bedeutet, dass der Trainingsbetrieb damit auf Eis gelegt ist. Diese Entscheidung der Stadt empfindet Daniel Krüger, Trainer der Riemker Männer, als Katastrophe, auch deshalb, weil die umliegenden und generell anderen Städte in NRW andere Regularien treffen.

„Jetzt müssen wir die Spieler bei Laune halten, während sie individuell trainieren und sich fit halten“, so Krüger. Ähnlich sieht es auch bei den Riemker Frauen aus, die sich ebenfalls individuell nach Vorgaben fit halten. Aber auch Heimspiele können die Bochumer nicht austragen. Entsprechend wird das Spiel der Männer gegen RSVE Siegen, das am 31. Oktober in der Heinrich-Böll-Halle hätte stattfinden sollen, abgesagt, beziehungsweise auf einen unbestimmten Zeitpunkt verlegt.

In Witten könnte noch gespielt werden

Das Gleiche gilt für die Auswärtsspiele, die in anderen Städten ohne gesperrte Hallen zwar stattfinden könnten, ohne Training seitens der Riemker aber ebenso wenig Sinn machen. Dieser Fall betrifft Riemkes Handballerinnen, die bei der SG ETSV Ruhrtal Witten zu Gast wären, wo die Hallen in Witten zum aktuellen Stand noch geöffnet sind.

„Aber spielen ohne trainieren zu können ist nicht sinnvoll“, sagt auch Mathias Weber, Trainer der Riemker Frauen. Klare Aussagen zu treffen, wie es weiter gehen wird, fällt auch ihm schwer. Geschuldet alles der Planungsunsicherheit, die auf unterschiedlichen Ebenen entsteht.

„Dass der Handballverband Westfalen da keine einheitliche Regelung trifft und alle Entscheidungen auf die Vereine abwälzt ist auch zu bemängeln“, kritisiert Krüger, dass die zuständige Instanz von einer Unterbrechung absieht und den Mannschaften die Entscheidung überträgt, ob sie gegen Teams aus Risikogebieten spielen will oder nicht. Und da mittlerweile fast ganz NRW als Risikogebiet zählt, dürfte das Verlegungen und Spielausfälle am Fließband nach sich ziehen.

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