Handball - Verbandsliga

Teutonia Riemke muss im Abstiegskampf die Kurve kriegen

Thorben Eberhardt (M.) verlor mit Teutonia Riemke auch bei RE Schwelm.

Thorben Eberhardt (M.) verlor mit Teutonia Riemke auch bei RE Schwelm.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Verbandsliga-Handballer von Teutonia Riemke warten weiter auf den ersten Sieg. Nach dem 28:34 bei RE Schwelm ist das Team Vorletzter.

Es läuft derzeit nicht so, wie es sich die Verbandsliga-Handballer des SV Teutonia Riemke vorgestellt haben. Nach der jüngsten 28:34-Pleite bei RE Schwelm macht sich zunehmend Unzufriedenheit breit. Nicht nur, „weil das Spiel einfach schlecht war“, wie es Riemkes Trainer Dennis Wahlers sagte. Sondern auch deswegen, weil die Ausbeute von 1:7-Punkten nach vier Spielen die Bochumer auf den vorletzten Tabellenplatz bringt. Nur die Ahlener SG II ist mit vier Niederlagen noch schlechter gestartet.

„Vier Punkte wären sicherlich drin gewesen“, sagte Wahlers. Dass die Teutonia an den ersten beiden Spieltagen gegen die beiden Aufstiegskandidaten TuS Bommern und HSG Gevelsberg-Silschede kaum Land sehen würde, war vorab zu erwarten. Doch gegen die ebenfalls noch sieglose PSV Recklinghausen sowie den überraschend gut gestarteten Aufsteiger aus Schwelm schienen mehr Punkte möglich, wenn nicht sogar Pflicht wegen des wohl unausweichlichen Abstiegskampfes.

Der Abwehr fehlt Kompaktheit

In Schwelm wollten die Riemker zumindest an die guten 52 Minuten aus dem Spiel gegen PSV anknüpfen. Da hatten sie Spiel und Gegner im Griff. „Das hätte vermutlich schon gereicht“, sagte Wahlers. Er sah in Schwelm allerdings etwas anderes zu sehen. Seine Mannschaft verstrickte sich in Einzelaktionen. Fast sah es so aus, als wolle jeder für sich alleine mit dem Kopf durch die Wand. Hinzu kam in der zweiten Halbzeit dann noch die fehlende Kompaktheit in der Abwehr. Schwelm konnte sich ausgehend von einer 15:12-Halbzeitführung bis zur 50. Minute auf 29:20 absetzten. Riemke gelang es nicht mehr, die dritte Saisonniederlage abzuwenden.

Nach den ersten vier Spieltagen ist noch keine Mannschaft abgestiegen. Doch wenn die Bochumer einen Last-Minute-Klassenerhalt vermeiden wollen, sollten sie früh genug damit beginnen, das ein oder andere Spiel für sich zu entscheiden. „Wir brauchen auf jeden Fall eine deutliche Steigerung“, sagte Wahlers. Wie er diese herbeiführen möchte, darüber ist er sich, wie auch sein Co-Trainer Jonathan Geukes, noch nicht ganz schlüssig. Was sich aber ändern muss, darüber ist sich der SVT-Coach schon eher im Klaren. „Wir müssen definitiv eine andere Einstellung an den Tag legen. Und das bedeutet, sich unserer Lage bewusst zu werden. Jeder Einzelne muss seine Einstellung überdenken und sich über seine Prioritäten klar werden muss. Nur mit dem entsprechenden Maß an Einstellung, Wille und Einsatzbereitschaft kann das funktionieren, und dafür muss man auch mal seine Komfortzone verlassen.“

Die Führungsspieler fehlen

Das sind klare Worte, die Teutonias Trainer wählt. Dass seine Mannschaft es in dieser Saison auch aus personeller Sicht nicht einfach haben würde, war ebenfalls klar. Vor allem, weil es dem jungen Team an Führungsspielern mangelt: Jonathan Geukes, der gerade der Riemker Abwehr immer Stabilität verlieh, ist nun Co-Trainer, Routinier Dennis Aufermann kann mit seiner Erfahrung aufgrund einer langwierigen Schulterverletzung nur von Außen mitwirken und auch Torhüter Sven Erzfeld fehlt mit seiner Präsenz nun schon sehr lange. Von Letzterem könnte sich Wahlers aber noch die zeitnahste Rückkehr auf das Hallenparkett erhoffen. „Das würde dann schon eine ganz andere Wirkung abgeben - sowohl für die eigene Mannschaft als auch für den Gegner“, sagt Wahlers.

Immerhin haben die Riemker nun ein spielfreies Wochenende vor sich, in dem sie die ersten vier Spiele selbstkritisch unter die Lupe nehmen können, um schließlich entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, um den Schalter umzulegen.

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