Volleyball - Oberliga

Telstar-Frauen glauben an den Klassenerhalt in der Oberliga

Joline Hansen bei der Bodenarbeit.

Joline Hansen bei der Bodenarbeit.

Foto: MiSch / Michael Scheuermann

Bochum.  Es ist eine schwierige Saison für die Telstar-Frauen in der Volleyball-Oberliga. Auch, weil viele Spielerinnen neu sind. Eine ist Joline Hansen.

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Alle Wege führen nach Bochum. So könnte man die Reise von Joline Hansen zu Telstar beschreiben. Als die 24-Jährige auf der Suche nach einem Verein in Bochum und ihrem Wohnort Witten war, sprach die Maschinenbaustudentin der Ruhr-Uni Bochum erst die zweite Frauenmannschaft der Bochumer an. Da der Kader aber bereits sehr voll war und kein Bedarf bestand, sagte ihr Trainer Michael Beckebom ab. Zum Glück des anderen Trainers Alessandro Manfrin, der Hansen nach einem Probetraining unbedingt in der ersten Mannschaft haben wollte. Dort spielt die Diagonalangreiferin seit dieser Saison.

Vorher war sie bei Eintracht Vogelsang aktiv, wo sie immer noch Jugendtrainerin und Teil der Mixed-Mannschaft ist. Dafür, dass ihre Eltern Volleyball gespielt haben, kam sie verhältnismäßig spät zu dem Sport. „Als wir in der elften Klasse Volleyball hatten und ich lieber einen Mannschaftssport machen wollte, hat mich Volleyball gereizt“, sagte die langjährige Judoka und Leichtathletin.

Mehr Einsatzzeit als erwartet

Nach acht Jahren bei Vogelsang wollte sie höherklassiger spielen. Dass sie in ihrer ersten Saison bei den Telstar-Frauen aber so viel Einsatzzeit bekommen würde, hatte die Blockexpertin vorher nicht gedacht. „Ich habe mir vor der Spielzeit nicht zu hohe Erwartungen gesetzt“, sagt sie. „Dafür lief es bis jetzt ganz gut, obwohl in der Oberliga schon ein deutlicher Leistungsunterschied zu den bisherigen Ligen zu spüren ist, in denen ich vorher gespielt habe. Deswegen bin ich sehr motiviert zu trainieren und mich zu verbessern.“

Vor allem im Aufschlag und Angriff möchte sie sich verbessern. Dazu fehle es ihr noch an mentaler Stärke. Dass sie in eine Mannschaft mit vielen neuen Spielerinnen kam, habe die Eingewöhnung zwar einfacher gemacht, sei aber zu Saisonbeginn auch ein Problem gewesen. „Wir müssen im weiteren Verlauf der Spielzeit als Team weiter zusammenwachsen, damit wir die Liga halten, aber dafür bin ich optimistisch“, sagt sie. Der Klassenerhalt ist das primäre Ziel für Hansen und ihre Mannschaftskolleginnen.

Sieg gegen Datteln hat gut getan

Ein Schritt in die Richtung war der Erfolg gegen das Schlusslicht Datteln, als die Bochumerinnen mit 3:1 gewannen. „Das war ein Pflichtsieg, der nach den vielen Niederlagen mal wieder gut tat“, sagte Hansen. Für die Zukunft sieht sie viel Potential in der Mannschaft. „Die Basis ist da, aber wir können uns alle noch individuell steigern.“

Für die kommende Partie beim Tabellenführer Borken-Hoxfeld II (Sa., 17.30 Uhr) zähle es aber vor allem die Trainingsinhalte umzusetzen. Hansen: „Wenn wir wie zum Beginn der Saison spielen, haben wir auch eine Chance auf Punkte.“

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