Basketball

Sparkassen-Stars rutschen in die Krise

War zu oft auf sich allein gestellt: Montrael Scott (weiß), hier gegen Oldenburg.

War zu oft auf sich allein gestellt: Montrael Scott (weiß), hier gegen Oldenburg.

Foto: Joachim Hänisch

Die dritte Niederlage in Folge handelte sich Basketball-Zweitligist VfL Sparkassen-Stars Bochum mit 64:80 in Münster ein.

WWU Münster -
VfL Sparkassen Stars 80:64

Viertel: 19:23, 19:13, 17;14, 25:14

VfL: Scott (27/2), Arques Lopez (9/1), Wendeler (7), Meesmann (6/2), Lind (6), Gebhardt (5), Bals (2), Neusel (2), del Hoyo Perez, Stachanczyk

Die VfL Sparkassen-Stars Bochum bleiben 2019 sieglos. Im dritten Spiel nach der Winterpause kassierten die Mannen von Coach Gary Johnson bei den WWU Baskets Münster mit 64:80 ihre dritte Niederlage in Serie. Damit hat sich die Krise des Teams weiter verschärft, demnächst droht sogar der Sturz auf die Playdown-Ränge.

26 Minuten lang waren die Bochumer in Münster auf Kurs. Zwar erwischten die Gastgeber den besseren Start und legten eine 16:6-Führung vor, doch ein Dreier von Niklas Meesmann gab der Partie zunächst eine Wende. In nur drei Minuten wendeten die „Stars“ das Blatt und gewannen das erste Viertel sogar noch mit 23:19.

Im zweiten Abschnitt warfen sich die Bochumer sogar zwei Fünf-Punkte-Führungen heraus, doch auf Bochums 31:26 antwortete der Tabellenzweite mit einem 12:2-Lauf; auch bedingt durch ein Technisches Foul von Eduard Arques. Durch ein Drei-Punkt-Spiel verkürzte Montrael Scott zur Pause auf 36:38.

del Hoyo schmort auf der Bank

Kurz nach dem Seitenwechsel ließen Arques per Dreier, Scott und Florian Wendeler einen 6:0-Run zum 42:38 für den VfL folgen. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, und als Wendeler seine Farben mit 50:47 in Front brachte, sah es sogar gut aus für die „Stars“. Was jedoch in den restlichen 14 Minuten folgte, gehörte mit zu den schlechtesten Leistungen, die das Bochumer Team in dieser Saison abgeliefert hat.

Bochum gestattete den Hausherren bis zum Viertelende einen 8:0-Run, Münster konnte deshalb mit 55:50 in den letzten Abschnitt gehen. In diesem lief bei den Sparkassen-Stars schließlich überhaupt nichts mehr. Die Gastgeber konnten nun machen, was sie wollten – von den Bochumern kam nichts mehr. Der Aufsteiger punktete munter weiter, legte zunächst sieben weitere Points zum 62:50 nach, führte Bochum anschließend mit einem 22:2-Lauf zum 69:52 geradezu vor und ließ es erst beim für sie beruhigenden Stand von 76:57 etwas ruhiger angehen.

Die 200 VfL-Fans unter den 2650 Zuschauern waren fassungslos. Bochum war völlig überfordert, spielte in den letzten 14 Minuten ohne Konzept. Scott und Meesmann übernahmen zwar Verantwortung, doch das reichte nicht, um einer verunsicherten Mannschaft zu helfen. Auch von der Bank kamen keine Impulse. Zwar wurden Felix Engel und Marco Buljevic erneut erheblich vermisst, doch darf das kein Alibi dafür sein, dass teilweise Formationen auf dem Feld standen, die nicht miteinander harmonierten. Was sechs Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde nicht der Fall sein darf. Albert del Hoyo, der die ersten 3:11 Minuten gespielt hatte, musste danach draußen schmoren.

VfL-Teammanager Cham Korbi redete nach dem Match nichts schön und räumte ehrlich ein: „So darf man sich ab Ende des dritten Viertels nicht präsentieren. Was wir zeigen, ist nicht Playoff-reif.“

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