Fußball - Regionalliga

SG Wattenscheid 09: Spieler verzichten auf Prämienzahlungen

Nico Buckmaier (r.) erzielte beide Tore für die SG Wattenscheid 09 beim 2:2 in Rödinghausen.

Nico Buckmaier (r.) erzielte beide Tore für die SG Wattenscheid 09 beim 2:2 in Rödinghausen.

Foto: Thorsten Tillmann

Wattenscheid.  Dem 2:2 bei Spitzenreiter Rödinghausen ließen die Spieler der SG Wattenscheid 09 ein weiteres Ausrufezeichen folgen. Sie verzichten auf Prämien.

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Mit dem 2:2 in der Regionalliga beim Spitzenreiter SV Rödinghausen ließen die Fußballer der SG Wattenscheid 09 schon aufhorchen. Dem Punktgewinn ließen sie ein weiteres starkes Zeichen folgen. Sie verzichten von Oktober an und bis zum Saisonende auf Prämienzahlungen.

Im Gegenzug soll im Falle der Fortsetzung des Spielbetriebs und dem Erreichen des Klassenerhalts trotz neun Punkten Abzug eine noch auszuhandelnde Nichtabstiegsprämie gezahlt werden, teilt der Verein auf seiner Homepage mit.

Geringe Einnahmen durch den Spielbetrieb

Auch damit ist die SG 09 noch nicht gerettet. Der monatliche Liquiditätsbedarf wird auf rund 70.000 bis 100.000 Euro beziffert. Bis zum Saisonende werden somit rund 600.000 bis 700.000 Euro benötigt. Dieses Geld müsse der Verein durch Sponsoren aufbringen, da es nur geringe Einnahmen durch den Spielbetrieb gibt.

Insolvenzverwalterin Anja Commandeur sieht in dieser Entscheidung, so geht es aus der Mitteilung auf der Homepage hervor, „ein starkes Zeichen von Mentalität und Einstellung zum Verein“.

Es sei fünf Sekunden vor Zwölf hatte sie zuletzt betont. Sie hatte dabei einen letzten Hilfeaufruf gestartet. „Ein 110-jähriger Traditionsverein inklusive mehrerer hundert Jugendspieler droht komplett zu verschwinden. Das ist ein sehr bedauerliches, doch derzeit realistisches Szenario. Ich kann nur eindringlich an potentielle Sponsoren appellieren, die SG 09 Wattenscheid finanziell zu unterstützen, um den Spielbetrieb fortsetzen zu können und mitzuhelfen, dem Verein eine sichere Zukunft und Sanierung über ein Insolvenzplanverfahren zu ermöglichen. Künftige Sponsorengelder werden ausschließlich in den laufenden Spielbetrieb fließen und nicht der Befriedigung von Altverbindlichkeiten dienen.“

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