Fußball Oberliga

SG Wattenscheid 09: Remis beim Comeback in der Lohrheide

Felix Casalino, der schnelle Stürmer der SG Wattenscheid 09, zeigte eine starke Leistung, belohnte sich mit dem 1:0-Führungstreffer gegen Kaan-Marienborn.

Felix Casalino, der schnelle Stürmer der SG Wattenscheid 09, zeigte eine starke Leistung, belohnte sich mit dem 1:0-Führungstreffer gegen Kaan-Marienborn.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Wattenscheid.  Mit einem 1:1 gegen Kaan-Marienborn musste sich Fußball-Oberligist SG Wattenscheid 09 bei seinem Comeback im Lohrheidestadion begnügen.

Christian Britscho stand in der Sonne des Lohrheidestadions, noch unter höchster Anspannung kurz nach dem 1:1 gegen Kaan-Marienborn. „Letzte Woche haben wir einen Punkt geholt, heute haben wir einen Punkt geholt“, sagte der Trainer der SG Wattenscheid 09. „Wahnsinn, wie unterschiedlich sich zwei Unentschieden anfühlen können.“

Zum Oberliga-Start in Rhynern hatte die SG 09 durch späte Treffer ein 2:2 geholt, es fühlte sich an wie ein Sieg. Diesmal lag Wattenscheid vorne, ein Torwart-Fehler führte zum Ausgleich. Nein, wie ein Verlierer musste sich der Oberligist nicht fühlen, und doch legte auch Torschütze Felix Casalino den Finger in die Wunde: „Heute hat man das Gefühl, zwei Punkte liegen gelassen zu haben.“

Einsatz und Teamgeist zeichnen die SG Wattenscheid aus

Doch der nähere Blick lässt Gutes hoffen: Einsatz und Teamgeist stimmen, nach Fehlern wird nicht gemotzt, sondern aufgebaut. Dieser Zusammenhalt soll die völlig neu formierte SG 09 durch die Saison tragen, mit Unterstützung der Anhänger. 300 Zuschauer, die vorab angemeldeten Dauerkarteninhaber, waren zugelassen unter den gebotenen Hygiene- und Sicherheitsregeln, sie verabschiedeten die Mannschaft mit lautem Applaus. Unter normalen Umständen wären mehr gekommen.

SG Wattenscheid 09 hofft auf deutlich mehr Zuschauer demnächst

Es war ja das erste Meisterschaftsspiel der SG 09 seit dem Rückzug aus der Regionalliga Ende Oktober 2019, nur Norman Jakubowski ist aus dem Team des Vorjahres noch am Ball für die Wattenscheider. „Es ist schön, wieder hier zu sein. Ich hoffe, dass wir bald wieder vor einer volleren Hütte spielen dürfen“, sagte Kapitän Jakubowski, und Trainer Britscho meinte: „Die 300 haben echt alles gegeben. Es liegt auch an uns, dass hier demnächst richtig was los ist.“ Sportlich betrachtet. Politisch muss es dafür grünes Licht geben. Das Land NRW plant eine neue Coronaschutzverordnung, die deutlich mehr Zuschauer als 300 zulassen würde, sofern das örtliche Gesundheitsamt ein entsprechendes Konzept genehmigt.

Und wenn die SG 09 sich fußballerisch so weiter entwickelt, wie es Felix Casalino erwartet, dürfen sich die Anhänger freuen: „Wir müssen uns sicherlich noch finden. Nach fünf, sechs Spieltagen gewinnen wir diese Spiele hier zuhause.“

Casalino trifft zur Führung, Torwart Horn patzt beim Ausgleich

Möglich war das auch in dem „Arbeitsspiel“ gegen Marienborn, wie es Jakubowski treffend formulierte. Die SG 09 kam gut in die Partie, der starke Stürmer Casalino vollstreckte nach einem Traumpass in die Tiefe von Tom Sindermann eiskalt (16.). Bis zur Pause verlor die SG dann ein wenig den Faden und konnte ihn auch nach dem Wechsel zunächst nicht so recht wieder aufnehmen, zurückgeworfen vom 1:1.

Einen Freistoß von Mats-Lukas Scheld aus dem Halbfeld ließ Torwart Maurice Horn durch seine Handschuhe rutschen (50.). Ansosnten ließ die Defensive der SG wenig zu. Am Ende mühte sich die SG 09 mit aller Kraft noch, das 2:1 zu erzielen, doch der finale Pass fehlte. Und der Lucky Punch diesmal auch.

Die nächste Aufgabe wird nicht einfacher: Am Sonntag, 20. September, reist die SG 09 zum bisher zweimal siegreichen Spitzenreiter FC Gütersloh. Das nächste Heimspiel steigt dann am Donnerstag, 24. September, gegen die SG Finnentrop/Bamenohl (19 Uhr).

Die Fakten zum Spiel: SG Wattenscheid 09 - Kaan-Marienborn 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Casalino (16.), 1:1 Scheld (50.)

SG 09: Horn - Arifi, Jakubowski, Schurig, Britscho - Sindermann, Hönicke (58. Hauswerth) - Zengin, Kerelaj (65. Lewicki), Kaminski (58. Ngankam) - Casalino (80. Wiebel).

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