Regionalliga

SG Wattenscheid 09: „Buckis“ Dank geht an die „Fohlen“

Blendet die Gedanken an die Zukunft aus und konzentriert sich ganz auf den Abstiegskampf: Nico Buckmaier, Kapitän der SG Wattenscheid 09.

Blendet die Gedanken an die Zukunft aus und konzentriert sich ganz auf den Abstiegskampf: Nico Buckmaier, Kapitän der SG Wattenscheid 09.

Foto: Gero Helm

Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den TV Herkenrath trafen sich die Fans der SG Wattenscheid 09 mit den Spielern.

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Bei manchem Anhänger der SG Wattenscheid 09 stellte sich in den vergangenen Wochen die Frage nach der Motivation. Nicht etwa nach der, trotz des ausbleibenden sportlichen Erfolgs ins Lohrheidestadion zu gehen. Vielmehr fragte sich der eine oder andere Fan des ehemaligen Bundesligisten, ob die Jungs in den schwarz-weißen Trikots noch über die mentale Stärke verfügen, auf der Zielgeraden das rettende Ufer zu erreichen. Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den TV Herkenrath (Samstag, 14 Uhr) taten die gegenseitigen Lippenbekenntnisse zwischen Spielern und Anhang ein Übriges.

Denn vor dem Duell gegen den Tabellenletzten (13 Punkte) hatte die Fanabteilung des abstiegsbedrohten Regionalligisten ein Treffen zwischen Mannschaft und Fans initiiert. „Das tat zu diesem Zeitpunkt sehr gut“, gab Kapitän Nico Buckmaier zu. Bei dieser Zusammenkunft hätten beide Seiten ihren jeweiligen Standpunkt klarmachen können. Wichtig: „Wir alle haben versichert, wie sehr uns der Verein am Herzen liegt“, erklärt Buckmaier.

Eine Sorge der Fans – neben dem drohenden Gang in die fußballerische Bedeutungslosigkeit: Das Team könnte nach der Saison auseinanderbrechen. Und wer könnte es nach den im Winter ausgebliebenen Gehaltszahlungen verübeln, wenn sich die Spieler von Farat Toku nach Ruhe bringenden Alternativen umschauten? Noch immer hat es keine konkreten Absichtserklärungen zur kommenden Spielzeit gegeben, nach aktuellem Stand spielt in den Gesprächen über das Fußball-Jahr 2019/20 nur eine Schattenmannschaft eine Rolle. Dass das Gros der Spieler die Flucht aus der Lohrheide plant, ist seit den Querelen zum Jahresende ein offenes Geheimnis.

„Das spielt aktuell aber in den Köpfen keine Rolle“, versichert Kapitän Buckmaier und verspricht: „Auch wenn uns die Spiele allmählich ausgehen – wir werden bis zum Saisonende alles dafür geben, dass der Verein die Liga hält.“ Bis dahin, so der Mittelfeldspieler, blende er das Thema Zukunft aus. „Das ist keine neue Situation für uns“, betont der 26-Jährige. In den vergangenen Jahren habe das Team für die neue Spielzeit beinahe traditionell erst im Laufe der Vorbereitung Formen angenommen. Und in diesem Jahr? Um eine zweigleisige Planung kommt bei der SGW niemand umhin.

Aber: „Wir haben es selbst in der Hand“, gibt sich Wattenscheids Spielmacher kämpferisch. Ein Sieg gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten würde die Toku-Elf aus der Abstiegszone hieven. Und weil der vor der SGW platzierte SV Straelen am Donnerstag bei der Gladbacher U23 mit 2:4 verlor, hat sich die tabellarische Situation etwas entspannt. Buckmaier schickte zum Dank einen Gruß an den Niederrhein: „Leider passiert es immer wieder, dass Mannschaften zum Ende der Saison Punkte verschenken. Respekt, dass Gladbach die Aufgabe seriös gemeistert hat.“

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