Pfeiffer holt die EM-Norm nach Riesenstrapaze

Hendrik Pfeifer hat es geschafft: Als erster Deutscher seit 1998 gewinnt der Langstreckenläufer des TV Wattenscheid 01 den Köln-Marathon und holt in 2:13, 39 Stunden gleichzeitig die Norm für die Europameisterschaften 2018 in Berlin.

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Hendrik Pfeifer hat es geschafft: Als erster Deutscher seit 1998 gewinnt der Langstreckenläufer des TV Wattenscheid 01 den Köln-Marathon und holt in 2:13, 39 Stunden gleichzeitig die Norm für die Europameisterschaften 2018 in Berlin.

Dabei waren Sieg und Norm-Erfüllung für den jungen Wattenscheider an diesem Sonntagvormittag alles andere als selbstverständlich: „Das war die größte Strapaze meines Lebens“, sagte Hendrik Pfeiffer nach dem Rennen, „ich war so unfassbar erschöpft, als ich ins Ziel lief. Ich bin nicht nah am Wasser gebaut, aber als ich die Ziellinie erreicht habe, bin ich in Tränen ausgebrochen. Ich bin heilfroh, dass ich die EM-Norm geschafft habe. Die ist für mich wertvoller als die Olympia-Norm im letzten Jahr.“

Die Erschöpfung hatte einen Grund. Hendrik Pfeiffer war ab Kilometer 28 allein in den Straßen Kölns unterwegs: „Da ist der letzte Tempomacher rausgegangen, wir waren schnell angegangen, da habe ich dann eine Krise bekommen. Der zweite Marathon gilt nicht umsonst als der schwerste, weil man da was beweisen muss.“

Tiefpunkt bei Kilometer 36

Dazu kam ein steter Wind, der dem leichtgewichtigen Pfeiffer zu schaffen machte. „Als die Pacer weg waren, fing es so richtig an zu blasen, ab Kilometer 30 bin ich nur noch auf der Felge gelaufen. Meinen Tiefpunkt hatte ich bei Kilometer 36. Was mich gerettet hat, war die Stimmung an der Strecke, überall bekannte Gesichter, auf den Begleit-Fahrrädern, alles war voll mit Freunden, die mich angefeuert haben.“

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