Fußball - U17-Bundesliga

Nach kurioser Hinrunde sprüht die U17 des VfL vor Optimismus

Die B-Junioren des VfL Bochum gewannen zum Ende des Jahres 2019 gegen Bayer Leverkusen.

Die B-Junioren des VfL Bochum gewannen zum Ende des Jahres 2019 gegen Bayer Leverkusen.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die U17 des VfL Bochum hat im letzten halben Jahr viel erlebt und ist an den Ereignissen gewachsen. In der Rückrunde sollen mehr Punkte her.

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Die B-Junioren-Fußballer des VfL Bochum haben eine schwierige Hinrunde erlebt: Gleich zu Beginn der Saison fiel Torhüter und Kapitän Tjark Ernst aus. Zu Hause wartete die Talentwerk-Elf acht Spiele auf den ersten Heimsieg und war mit sechs Partien, die alle 1:1 endeten, der Remis-König der Liga. Zum Jahreswechsel stehen die Bochumer dennoch auf Platz sechs, wie am Ende der vergangenen beiden Spielzeiten. Und für die Rückrunde ist Trainer David Siebers optimistisch.

„Wir haben über den Winter mehr Ruhe in unser Spiel bekommen. Es macht noch mehr Spaß zuzuschauen, wenn die Ballpassagen länger werden“, sagt Siebers, der in der vergangenen Woche zum Trainingsauftakt gebeten hat. Dabei steht vor allem die Offensive auf dem Trainingsplan. „Wir haben in der Offensive Steigerungsbedarf, sowohl im Herausspielen von Chancen als auch im Abschluss.“

Schlechte Chancenverwertung

In der Hinrunde war die Chancenverwertung in vielen Spielen der entscheidende Faktor. Die ersten Spieltage waren vom schweren Auftaktprogramm mit Schalke, dem BVB und Leverkusen geprägt, wo für den VfL nur ein Zähler gegen Bayer heraussprang. Auch gegen andere Teams ließen die Bochumer oft unnötig die Punkte liegen wie bei den Remis gegen Lippstadt und Wuppertal.

Dazwischen lagen immer wieder überzeugende Siege mit einer vor allem starken Defensivarbeit, doch zu Hause wollte es mit dem Erfolgserlebnis lange nicht klappen. „Wir haben häufig nach guten Spielen wieder ein schlechtes folgen lassen. Das war eine wellenförmige Fahrt“, meint Siebers. „Der Wendepunkt war das 0:3 gegen den FC Köln. Beim anschließenden Training haben wir uns ausgetauscht. Die Jungs waren da sehr kritisch sich selbst gegenüber. Danach waren die Leistungen durchgängig gut.“

Heimsiege gegen Hennef und Leverkusen

Kurze Zeit später gelangen die ersten beiden Heimsiege, der erste gegen Hennef im zweiten Rückrundenspiel, der nächste zum Abschluss des Jahres gegen Bayer Leverkusen. „Das war der rundeste Abschluss, den wir kriegen konnten“, sagt Siebers. Er hat klare Ziele für das nächste Halbjahr gesteckt. „Wir wollen von den Punkten her in der Rückrunde besser abschneiden als in der Hinrunde.“

Der Anfang ist gemacht: Mit neun Zählern aus den ersten vier Spielen der Rückrunde, die schon im Winter 2019 begann, hat der VfL bereits mehr als halb so viele wie in der gesamten Hinrunde (15) gesammelt. Und im neuen Jahr gibt es zusätzliche Verstärkung. Von Borussia Dortmund ist Leart Tahiri gekommen, der auf den Flügeln die Optionen erweitert. Und auch U-Nationaltorhüter Tjark Ernst ist wie ein Zugang. Der U17-Kapitän hatte sich im August verletzt und ist nun wieder voll im Training. „Da bin ich sehr froh drum, sein Ausfall war schon ein herber Verlust, sportlich und von der Führung“, so Siebers.

Sommerzugang rückt ins Blickfeld

Im Sturmzentrum könnte der Sommerzugang aus Griechenland, Efsthatios Kizylis, in den Fokus rücken. Zum Ende der Hinrunde steigerte sich der Stürmer, der anfangs von der Fitness etwas hinterher hinkte. „Er hat athletisch enorme Fortschritte gemacht. Seine Stärken fangen langsam an herauszustechen. Er ist in seiner Entwicklung noch nicht am Ende“, meint Siebers.

Der VfL ist personell gewappnet für die Rückrunde. In der Tabelle ist aber zumindest kein großer Sprung mehr zu erwarten. Auf Platz fünf sind es acht Punkte Rückstand, Spitzenreiter Köln hat 20 Zähler mehr auf dem Konto. Hinter den Bochumern hingegen lauern einige Teams. Eine konstante Rückserie mit am Ende Rang sechs wie in den vergangenen beiden Spielzeiten wäre für die U17 also schon ein echter Gewinn.

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